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Was in der Welt tut die Fed, und wie können Investoren darauf reagieren?

Was in der Welt tut die Fed, und wie können Investoren darauf reagieren?

2015-11-13 14:32:00
James Stanley, Strategist
Teile:

Anknüpfungspunkte:

- Niemand auf dieser Welt weiß genau, was die Fed tut, nicht einmal die Mitglieder der Fed.

- Was sie in den letzten drei Monaten erfolgreich taten, brachte ihnen ärgerliche Kommentare über die Tragweite der Weltwirtschaft ein.

- Die Geldpolitik ist kein Allheilmittel; und sollte auch nicht als solches behandelt werden. Und gerade jetzt taumelt die Fed am Rande des Abgrunds.

- Die Attraktivität des Bargelds in den nächsten 2-3 Monaten darf nicht unterschätzt werden, denn wir werden vielleicht einen Kapitulationspunkt erreichen, während sich die Dezember-Sitzung der Fed nähert.

Die Aktien scheinen sich über das Thema einer Zinserhöhung im Dezember nicht zu freuen: Wir sprachen im Artikel von gestern über die verschiedenen Reden der Fed-Mitglieder, und es wurde ziemlich offensichtlich, dass dies Teil einer "Auffassungskampagne" war. Das bedeutet, dass zahlreiche Fed-Mitglieder über das Tempo der Straffung sprachen, anstatt über den Zeitpunkt der ersten Zinserhöhung. Es war ziemlich klar, dass hier eine gewisse Absprache dahinter steckte, denn das gesamte Thema "Zinsanhebung" hat im Markt ein Eigenleben erhalten. Aber die große Information, die wir nun erhalten haben, ist die, dass die Erwartungen an eine Zinserhöhung im Dezember gestiegen sind, angespornt vom überragenden Arbeitsmarktbericht der letzten Woche. Die globalen Aktien taumeln tiefer mit der Aussicht auf die Befürchtungen.

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Was in der Welt tut die Fed, und wie können Investoren darauf reagieren?

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Die Diskussion über das Tempo der Straffung erscheint logisch, vor allem wenn man zu einem Markt voller Investoren spricht, die einen finanziellen Zusammenbruch 2.0 erwarten (oder befürchten) und sich während sechs Jahren mit Risikoaktiva eindeckten, da die Märkte von der Nullzinspolitik und dem Quantitative Easing angetrieben wurden; aber dies ist wohl auch der Grund für die große Verwirrung in den Märkten: Orientierungshilfe.

Schließlich war es das Juli-Sitzungsprotokoll der Fed, das im August veröffentlicht wurde, das den Schmerz im S&P auslöste. Damals brachen wir endlich unter das gesicherte Level 2.040, das dem Index für einen Großteil des Jahres eine Unterstützung geboten hatte. Und es war die Publikation dieses Sitzungsprotokolls, das die Investoren zu verwirren begann, denn Yellen und die Fed hatten lange Zeit über eine Zinsanhebung im September gesprochen, einschließlich bei der Juli-Sitzung, aber dann zeigte das Sitzungsprotokoll einen deutlich expansiveren Tonfall. Die Veröffentlichung dieses Sitzungsprotokolls machte eine Zinserhöhung im September zweifelhaft, und zudem warf sie Fragen in Bezug darauf auf, wie schlecht sich die Verlangsamung in Asien und wie stark sich die fallenden Rohstoffpreise auf die USA auswirken könnten.

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Was in der Welt tut die Fed, und wie können Investoren darauf reagieren?

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Dies war ein leuchtendes Signal der Fed für die restliche Welt, dass die Weltwirtschaft langsamer wurde und wir uns auf den Einschlag vorbereiten sollten.

Etwas relevant – auch die Publikation dieses Sitzungsprotokolls der Fed war für das Vertrauen abschreckend. Das Protokoll sickerten ganze 23 Minuten vor der Veröffentlichung durch! In einem Umfeld also, in dem die Investoren bereits nervös darauf reagierten, was die Zentralbank als nächstes tun könnte, sehen wir das Durchsickern eines entscheidenden Sitzungsprotokolls. Das ganze roch einfach nach "amateurhaft", vor allem für die größte Zentralbank der Welt (auch wenn es technisch gesehen nicht ihre Schuld gewesen war).

Doch in Zusammenhang mit der Verwirrung um die Veröffentlichung der Fed gibt es eine „Dot-Plot-Matrix“. Hierbei handelt es sich um einen einfachen Chart, der die Ansicht eines jeden Mitgliedes der Fed für die Richtung der Zinsen in den kommenden Jahren aufzeigt. Dies ist Teil der größeren generellen „Forward Guidance“, die in 2011 bei Jackson Hole als Maßnahme für mehr Klarheit für die Investoren eingeführt wurde. Das Ziel war, den Investoren eine bessere Einsicht darin zu bieten, was innerhalb der Fed vorgeht. In einer Art Notsituation könnte dies eine gute Sache sein. Doch hinsichtlich der allgemeineren generellen makroökonomischen Politik scheint diese „Extrainformation“ für die Märkte zu viel zu sein, da es gehörige Verwirrung stiftet, während die Leute versuchen, wichtige Investmententscheidungen zu treffen. Wir sahen bei dem Meeting im September Beweise für diese Auswirkungen.

Nachdem die Protokolle des Meetings im August begannen, die Erwartungen an eine Zinserhöhung im September zu zerstreuen, waren die Investoren auf dem Weg zu dem wohl zweifelsohne wichtigsten Zentralbank Meeting der letzten fünf Jahre. Dieses sollte angeblich zu einer Anhebung führen, und wir hatten von einigen Mitgliedern der Fed seit bis zu drei Jahren gehört, dass der September 2015 das entsprechende Datum sein sollte. Also begaben wir uns in dieses Meeting, ohne wirklich zu wissen was passieren könnte.

Der Zinsentscheid wurde wie gewöhnlich um 2:00 Uhr nachmittags veröffentlicht, und bis dahin war nichts durchgesickert. Der Entscheid zeigte, dass die Fed im September keine Anhebung durchführen würde, und die vorläufige Reaktion der Aktien war bullisch. Die Punktmatrix zeigt sich ebenfalls expansiv, da wir sogar ein Mitglied der Fed sahen, das für die Einführung von Negativzinsen bis zum Ende des Jahres gestimmt hatte (was möglicherweise der super-expansiv eingestellte Narayana Kocherlakota war). Der S&P verzeichnete als Begrüßung dieser expansiv ausgerichteten Haltung eine Rallye bis zu einem wichtigen Fibonacci Level bei 2.021, beinahe ganze 2% über dem Tief, das nicht mal einen Monat zuvor erreicht worden war, als der chinesische „Schwarze Montag“ durch die Märkte fegte.

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Was in der Welt tut die Fed, und wie können Investoren darauf reagieren?

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Doch um 2:30 Uhr übernahm Frau Yellen das Mikro für die Pressekonferenz, und ab hier wurden die Dinge weniger schön. Frau Yellen sprach sich weiterhin für eine Zinserhöhung in 2015 aus, trotz der Tatsache, dass die Fed mit dem Entscheid die Zinsen zu halten, gerade im September einen Schritt rückwärts vorgenommen hatte. Besonders wichtig war, dass die Fed erwähnte, sie wolle die Entwicklungen im Ausland beobachten (mit einem Auge auf China), bevor die erste Zinserhöhung seit neun Jahren begonnen werden würde.

Dies war die reine Verwirrung. Die Investoren hassten es, und die Aktien wurden verkauft – in Massen. Nicht nur in den vereinigten Staaten löste dies aggressive Bewegungen in der ganzen Welt tiefer aus.

Wenn wir also diese Angelegenheit aus der Vogelperspektive betrachten, sieht es aus, als wenn die Aktien nach einer expansiv ausgerichteten Fed Aktien abverkauften; doch das wäre intellektuell betrachtet hinterlistig, denn das ist nicht, was wirklich passierte. Die Aktien stiegen sogar nach dem expansiven Entscheid der Fed (und einer stärker expansiv ausgerichteten Punktmatrix), doch sie fielen wieder, nachdem Frau Yellen in Märkten gegenüber genau das Gegenteil von dem sagte, was die Fed gerade vertreten hatte: nämlich, dass eine Zinserhöhung in 2015 immer noch auf dem Tisch wäre, obwohl dies offensichtlich etwas ist, was niemand in der Welt wirklich wollte.

Dies ist totale Verwirrung für das, was zur Rettungsleine der Weltwirtschaft geworden war: denn wir sitzen alle im gleichen Boot, ob es uns nun gefällt oder nicht, und wenn China in die Luft geht oder die USA sich wieder in eine längere Rezession begeben, dann wäre dies kein isoliertes Ereignis, das innerhalb der geschwächten Wirtschaft für sich stehen würde. Sachen wie diese verbreiten sich, so wie der finanzielle Kollaps und der europäische Schulden-Zusammenbruch es uns gezeigt haben. Das ist Globalisierung, oder in gewisser Weise eine mikroskopische Übertragung desselben Problems, das in Europa vorlag (nationalisierte Interessen innerhalb einer Gemeinschaft, die eine integrierte Volkswirtschaft darstellen sollte).

Der Abverkauf nach dem September-Meeting der Fed dauerte zwei Wochen. Es ergab sich jedoch eine Unterstützung, da mehrere Mitglieder der Fed im Sinne von „Nun, wenn die Welt zusammenbricht, müssen wir die Zinsen nicht anheben“, expansiv ausgerichtete Kommentare abgaben. Dies verschob die Erwartung auf eine Zinserhöhung sogar bis in die Mitte des Jahres 2016, und aufgrund dieser Erwartungen an eine expansive Haltung und „längere Lockerung“ erlebten wir einen starken Anstieg der Aktienkurse.

Dies räumte China genügend Zeit ein, eine wahre Stimulus-Artillerie zum Einhalten der großen hier erlebten Marktkorrektur aufzufahren, und dann gesellte sich Europa im Oktober zum Regime mit zusätzlichen Stimulus, als Mario Draghi versprach, die QE-Pläne der Zentralbank beim Meeting im Dezember „neu zu bewerten“. Dies bedeutete insgesamt, dass die Bank ihr Programm ausweiten würde, falls nötig.

Dann begannen die Risikoanlagen, so wie es in den letzten sechs Jahren zur Normalität geworden war, unter dem Vorsatz, dass die Zentralbanken der Welt noch über einen längeren Zeitraum stärker gelockerte Geldpolitik aufrechterhalten würden, um die Märkte von weiteren Korrekturen zurückzuhalten. Zur Vertiefung dieser Thematik wurden viele der Wirtschaftsdaten, die wir während dieser Periode gesehen haben, bestenfalls als „schlecht“ eingeordnet, was weitere Hoffnungen auf eine längere gelockerte Geldpolitik auslöste.

Doch dann passierte etwas eher Ungewöhnliches: die Aktien verzeichneten nicht nur eine Rallye, sie hoben einfach ab. Der Shenzhen Composite in China ist um mehr als 33% ab den Tiefs gestiegen. Der S&P lag um mehr als 15% oberhalb der Tiefs im August, in wenig mehr als nur zwei Monaten … Einfach nur exotisch starke Bewegungen. Während sich diese Stärke wieder in den Aktienkursen zeigte, begann die Fed erneut die Möglichkeit einer Zinserhöhung im Dezember zu forcieren.

Es war dann das Meeting der Fed im Oktober, das eine Zinserhöhung im Dezember wieder direkt auf den Tisch brachte, als die Fed andeutete, dass sie nicht mehr länger besonders besorgt über den weltweit herrschenden Druck sei, und sich weiterhin „auf dem Pfad“ in Richtung einer Zinserhöhung bis zum Ende des Jahres befände, solange nichts ungewöhnliches passieren würde. Es waren diese Vorbehalte, die diese eher bullisch lautende Prognose einschränkten, und wir merkten in unserem Market Talk nach jenem Meeting an, dass “sie seit neun Jahren nichts unternommen haben, und sich nun mehrmals bei den kleinsten Anzeichen einer wirtschaftlichen Schwäche von einer Zinsanhebung zurückzogen; wenn wir uns also dem Dezember nähern, und die Weltwirtschaft sich immer noch nahe eines Desasters befindet, dann werden wir wohl wieder keine Zinsanhebung bekommen.”

Dies sorgte in den Märkten für genügend angemessenen Zweifel mit gerade genug Vertrauen (aufgrund der eher restriktiven Prognosen), damit sie ihre Rallye fortsetzen würden.

Doch letzten Freitag kam die Realität ans Tageslicht, als ein überragender NFP-Bericht diese Zinsanhebung im Dezember zu einer wahren Möglichkeit machte. Die Fed hat die Entschuldigung der „Datenabhängigkeit“ in den letzten sechs Jahren als ein Argument für eine Zinsanhebung genutzt. Das bedeutet, dass eine Zinsanhebung stattfinden wird, wenn die Daten stark genug sind. Die NFP-Statistik vom letzten Freitag kann unter diesen Vorsätzen kaum ignoriert werden, und die Erwartungen an eine Zinsanhebung im Dezember sind gestiegen.

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Was in der Welt tut die Fed, und wie können Investoren darauf reagieren?

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Doch vielleicht noch besorgniserregender ist, dass die Aktienkurse in gewisser Weise aggressiv gefallen sind. Dies kann für Trader ärgerlich sein, denn die Fed hat ständig ihre Einstellung gewechselt. Tatsache ist, dass sie nicht weiß was sie will. Es gibt für unseren aktuellen Zustand kein geschichtliches Beispiel, und niemand weiß wirklich, wie schlecht der Einfluss einer Zinsanhebung tatsächlich auf die Weltwirtschaft sein könnte.

Der Elefant im Porzellan-Laden, ist das Ausmaß der Geldpolitik. Versetzen Sie sich selbst in die Position von jemandem, der in den nächsten zehn Jahren in Rente geht. Logischerweise möchten Sie nicht, dass Ihr Renten-Portfolio zu 100% aus Aktien besteht, denn das würde möglicherweise für alle Pensionsmodelle zu zu starker Volatilität führen. Wahrscheinlicher wäre, dass sie sich auf ein Investitionsmodell stützen würden, das einen niedrigeren Prozentsatz in Aktien und einen höheren Prozentsatz in Anleihen bevorzugt, um die Volatilität Ihrer Rentenfonds zu reduzieren. Denn wer will schließlich sein ganzes Rentenkonto verlieren, indem er in pets.com oder eToys.com investiert?

Doch was tun sie, wenn sie sich genau jetzt nahe Ihrer Rente befinden und Anleihen benötigen? Die Renditen sind wirklich so niedrig, dass das Plus Ihres Portfolios dermaßen glanzlos aussieht, dass Sie jetzt mehr Risiko auf sich nehmen müssten, als Sie es in der Regel tun würden, um diese extrem niedrigen Renditen auszugleichen. Doch – wenn Sie nun alles in Anleihen stecken, erwartet Sie eine längere Schmerzperiode – denn steigende Zinsen bedeuten, dass die Anleihekurse sinken, denn diese 2% und 3% Coupons, die Sie heute kaufen müssten, sehen extrem unattraktiv aus, wenn die Zinsen bis auf 5 oder 6% steigen. Wenn Sie also heutzutage die niedrig verzinste Anleihe kaufen, befinden Sie sich unter Wasser (mit einer Long-Position) in einer Umgebung mit steigenden Zinsen. Das ist also keine gute Idee.

Was also sollte ein Investor tun?Der Kauf von Anleihen setzt Sie einem steigenden Zinszyklus aus, der 10-20 Jahre andauern könnte (während eines Großteils Ihrer Rente), und der Kauf von Aktien setzt Sie massiven Schwankungen aus, ähnlich wie wir im August erlebten, als der S&P mehr als 10% fiel. Realistisch betrachtet könnten wir erleben, dass die Aktien um 20-30% bis zum Ende des nächsten Jahres beschnitten werden, falls die panische Thematik sich weiter entwickelt, was sicherlich angesichts der mehrfachen Druckpunkte innerhalb der Weltwirtschaft eine Möglichkeit ist. Während wir abwarten und uns die Kurse ärgern könnten, gibt es kaum ein größeres Gefühl in dieser Welt als in der Lage zu sein, Qualitätsnamen wie Google oder Apple zu kaufen, die sich dann auf einem Bruchteil des Wertes befinden zu dem sie gerade jetzt notieren. Denn ich denke, nicht jedes Unternehmen dieser Welt kann sich bei dem 900-Fachen des Umsatzes, wie zum Beispiel Amazon im Moment, halten.

Als Investor müssen Sie sich die Risiko- und die Renditeseite anschauen. Auf jeden Fall sind die Renditen jetzt gerade minimal. Welche Art positive Zuwächse werden wir bei den Aktien erwarten können? Vielleicht 5 oder 10% mehr? Wir befinden uns in der Tat auf Allzeithochs. Wie sieht es nach unten gerichtet aus? Nun, falls der August ein Hinweis ist, könnte dieser von Bedeutung sein. Auf Seiten der Anleihen – wo liegt das Positive bei der Anlage in Anleihen momentan? 4% oder 5% Coupons? Coupons, die wiederum bei steigenden Zinsen, welche von der Fed auf jeden Fall vorgesehen sind, ganz gleich wie Sie es drehen, ob die nun im Dezember, März oder erst in 2017 begonnen werden, wesentlich weniger wert wären. Der Kauf jeglicher langfristiger Anleihen bringt Sie unter den Einfluss von etwas, wo Sie WISSEN, dass es aus einem gewissen Grund eintreten wird. Also auch hier: die Rendite rechtfertigt nicht das Risiko.

In den sechs Jahren nach dem letzten finanziellen Kollaps, haben wir erlebt, dass die Fed eine Unmenge neuer Maßnahmen umgesetzt hat, um die Wirtschaft zu unterstützen. Die eine Sache, der wir uns sicher sind, ist, dass viele dieser Maßnahmen nicht funktioniert haben, andere jedoch haben möglicherweise geholfen. Doch wir wissen noch nicht, welche genau das waren, und diese gesamte Aussicht einer Vorwärtsorientierung, wenn auch logischerweise während eines schmerzhaft abwärts tendierenden Marktes von Vorteil, zeigt in der „normalen Umgebung“, welche die Fed unbedingt wiederherstellen möchte, zweifelhafte Vorteile.

Eine Sache, die die Fed erfolgreich umgesetzt hat, ist das Erzeugen von Verwirrung bei einer der größten soziologisch-demographischen Gruppen der Welt (die US Baby-Boomer) zum Zeitpunkt des Eintritts in die Rente. Falls Sie ein Investor sind, der in den nächsten zehn Jahren in Rente geht, und Sie in den letzten sechs Jahre den von QE geschürten Zuwächsen in Ihrem Pensionsportfolio profitiert haben, wollen Sie dann wirklich auf einen weiteren Kollaps wie im Jahre 2000 oder 2007 warten? Möchten Sie sich wirklich an eine Anleihe binden, die wahrscheinlich in drei Jahren bei 80% oder 90% ihres Nennwerts traden würde?

Wahrscheinlich nicht: Das ist ein Umfeld, in dem das Bargeld optimal erscheint. Nicht viel anders als bei der Großen Depression. Die Fed hat erfolgreich den Markt in den Zustand einer starken Verwirrung gebracht, sodass auch die risikofreudigsten Investoren Vorsicht walten lassen sollten.

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