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US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

2015-09-04 07:32:00
Niall Delventhal, Marktanalyst
Teile:

(DailyFX.de) Am Freitag, den 04. September, wird wieder einmal der Garant für Marktbewegungen veröffentlicht. Der US-Arbeitsmarktbericht wird um 14:30 Uhr publik.

US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten
  1. Ein starker Arbeitsmarkt könnte ein anhaltend starkes Wirtschaftswachstum signalisieren und die US-Notenbank zu einem frühen Zinsschritt bewegen

Deutlich gedrosselt zeigte sich die Expansionsrate der Wirtschaft im ersten Quartal, doch nach der Winderdelle zog die US-Wirtschaft im zweiten Quartal um 3,7% (annualisiert) wieder an. Ein weiter anhaltendes Momentum im US-Wirtschaftswachstum im dritten Quartal ließe die Zinswende in den Köpfen der Marktmarktteilnehmer wohl wieder näher rücken.

US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

Auch am Arbeitsmarkt lief es übergeordnet weiter rund. Seit März letzten Jahres lag die Anzahl der neugeschaffenen Stellen nur

in zwei Monaten unter unterhalb der Schwelle von 200T. Die Arbeitslosenquote fiel im Juni auf den tiefsten Stand seit April 2008 und soll den Erwartungen nach im August von 5,3% weiter auf 5,2% gefallen sein.

Die heutigen Non Farm Payrolls Daten weiterhin laut den Erwartungen eine weiterhin robuste Beschäftigungslage unterstreichen. Das Beschäftigungsniveau in den USA soll laut den Konsenserwartungen im letzten Monat in den USA weiter gestiegen sein. Erwartet wird ein Plus in den neugeschaffenen Stellen von 217T nach 215T im Vormonat.

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2. US-Geldpolitik – Äußerungen der Währungshüter zum Arbeitsmarkt

Den letzten Leitzinsanhebungszyklus leitete die US-Notenbank im Juni 2004 ein. Die Arbeitslosenquote notierte zu diesem Zeitpunkt bei 5,6 Prozent und damit über dem aktuellen Wert von 5,3 Prozent. Im Feb. 1994 leitete die Notenbank die Zinswende bei einer Arbeitslosenquote gar von 6,6 Prozent ein.

Positive US-Arbeitsmarktdaten ließen wohl die Zinserhöhungsfantasien der Marktteilnehmer weiter steigen und damit den wieder Dollar outperformen lassen.

Doch für die Fed gilt eben ein Doppelmandat. Während sie ein Ziel anlief, entfernte sie sich zuletzt von einem anderen.Rückläufige Energiepreise übten Druck auf die Teuerungsrate. Die jährliche Teuerungsrate lag im Juli bei 0,2 Prozent und notiert damit deutlich entfernt von der Zielmarke von +2Prozent, die Kerninflation hingegen lag bei +1,8Prozent. Die Fed wird erst handeln, wenn sie davon überzeugt ist, dass die Zielteuerungsrate wieder angelaufen wird.

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3. Vorboten-Charakter: ADP-Report, ISM-Indizes und Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe

In dieser Woche boten bereits zahlreiche Kennzahlen einige Hinweise zur Entwicklung am US-Arbeitsmarkt.

Der gerne als „Vorbote“ betrachtete ADP-Datensatz zeigte gestern auf, dass der private Sektor 190T Stellen im August schaffte und lag damit leicht unter der Erwartung.

US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

Die in dieser Woche veröffentlichte ISM Indizes für August lagen sowohl für die Industrie als auch für den Dienstleistungssektor unter der Erwartungen und ihre Beschäftigungsbestandteile zeigten sich schwächer als erwartet und fielen zurück.

Der am Donnerstag veröffentlichte Challenger Index hingegen zeigte auf, dass die Ankündigungen von Stellenstreichungen im August im Vergleich zum Vorjahrum 2,9% Prozent anzogen. Auch die gestern veröffentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen in der vergangenen Woche an.

4. Währungen:Starke Zahlen könnten Dollarstärke triggern und vice versa

Starke Arbeitsmarktdaten wären in der Lage die Zinsspekulationen anziehen zu lassen und den Dollar zu stärken. Der Dollar Index von FXCM könnte sich dann auf dem Weg zum Jahreshoch um 12.162 machen.

Über der Erwartung ausfallende Arbeitsmarktdaten hingegen könnten die Schwäche im EUR/USD-Kursverlauf katalysieren und der Kurs unter die Marke von 1,11 und Richtung 1,1 stoßen. Unterhalb sticht das Juli-Tief um als folgender Support 1,08 heraus.

Oberhalb der 1,121 hingegen wäre erstes Erholungspotenzial bis zur 1,146 Region vorstellbar. Ein Anstieg über dieses Level könnte Aufwärtsdruck mit dem Ziel um 1,171 zu lassen.

Auch im GBP/USD könnten starke US-Konjunkturdaten die Kursschwäche der vergangenen Tage katalysieren. Ein Bruch des Juni-Tiefs um 1,517 wäre denkbar mit Potenzial eines weiteren Rückschritt vorerst Richtung 1,495.

Positive US-Arbeitsmarktdaten könnten dem strauchelnden USD/JPY-Kurs wieder Rückenwind verleihen. Ein Zug zurück über 120 an 120,4 wäre vorstellbar. Oberhalb hellt sich das Bild auf. Ein Lauf Richtung 122 wäre vorstellbar. Bricht der Kurs hingegen unter 118,33 droht ein Rutsch zurück ans August-Tief um 116.

EUR/USD

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GBP/USD

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USDJPY

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DOLLAR INDEX FXCM

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Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Niall Delventhal auf Twitter: @NiallDelventhal

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