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Chinesische Notenbank drückt DAX am Dienstag tief ins Minus

Chinesische Notenbank drückt DAX am Dienstag tief ins Minus

2015-08-11 12:40:00
Jens Klatt, Marktstratege
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(DailyFX.de) – Nach gutem Wochenstart ist der DAX am Dienstag gehörig unter die Räder geraten, verlor mehr als 1,5% und rutschte unter die 11.400er Marke.

An den durchwachsenen ZEW-Daten aus Deutschlands hat das allerdings nicht gelegen:

Chinesische Notenbank drückt DAX am Dienstag tief ins Minus

Quelle: DailyFX Wirtschaftsdatenkalender

Nein, der Hauptgrund ist in meinen Augen in der massiven Intervention der chinesischen Notenbank PBoC am Devisenmarkt zu suchen.

Die PBoC reduzierte ihren Referenzsatz um 1,9% und sorgte für die stärkste Abwertung des chinesischen Yuan zum US-Dollar in 20 Jahren (weitere Details HIER).

Nach den bereits scharfen Interventionen in den letzten Wochen um die Turbulenzen am chinesischen Aktienmarkt abzumildern, zeigt die Intervention am Dienstag nun, dass man im stärksten und anhaltenden konjunkturellen Abschwung seit den 1990er Jahren ein signifikantes Problem sieht.

Man ist hier bereit alles zu tun um die chinesische Wirtschaft zu stabilisieren. Mit der Abwertung des chinesischen Yuan zielt man besonders auf die Stützung des Exportsektors.

Vor dem Hintergrund des bereits seit Jahren anhaltenden und in 2015 noch einmal verschärften, globalen Währungskrieges bleibt allerdings abzuwarten, ob diese Schwächung des Yuan die wirtschaftliche Abkühlng Chinas tatsächlich wird abfedern können, andere Notenbanken haben hier bereits signifikant vorgelegt, der chinesische Yuan hingegen war bis jetzt in 2015 neben dem US-Dollar im globalen Währungsuniversum einer der solidesten Performer.

Demnach scheint es mir eher so, dass diese Intervention nicht die letzte ihrer Art gewesen sein wird. Denn die nun wieder anziehenden Kapitalabflüsse aus dem Reich der Mitte beinhalten auf jeden Fall das Potential zu erneuten Verwerfungen an den chinesischen Finanzmärkten und man darf gespannt sein, ob die chinesische Notenbank bzw. Regierung über genügend Feuerkraft besitzt, diesen entschieden entgegen zu treten.

Ausgehend von dieser Unsicherheit und der Tatsache, dass man seitens der Marktteilnehmer Zweifel hat, ob die chinesische Regierung die aktuelle Situation tatsächlich weiter unter Kontrolle hat (bzw. wieder bekommt), könnte der bis jetzt ruhige Sommer für den deutschen Aktienmarkt schnell turbulenter und heißer werden, zügig das psychologisch spannende 11.000er Level im DAX wieder in den Fokus rücken.

Oberhalb von 10.650 Punkten bleibt das Bild im DAX technisch jedoch neutral.

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Chart erstellt mit FXCMs Trading Station II / Marketscope

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Analyse geschrieben von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de

Chinesische Notenbank drückt DAX am Dienstag tief ins Minus

@JensKlattFX

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