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Flash Crash im Bund - wann beruhigt die EZB den Markt?

Flash Crash im Bund - wann beruhigt die EZB den Markt?

2015-05-07 11:30:00
Jens Klatt, Marktstratege
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(DailyFX.de) – Helle Aufregung am Donnerstagmorgen in 10-jährigen deutschen Bundesanleihen: der Bund-Future fiel am Morgen im Flash-Crash-Stil unter 152, die Zinsen zehnjähriger Papiere sprangen über 0,7%, der zeitweise Anstieg von 19 Basispunkten entsprach dem stärksten Anstieg seit August 2012.

Woher rühren die massiven Schwankungen im Bund?

Die scharfen und erratischen Bewegungen im Bund-Future sind der Preis, den der Markt für die Manipulation der Anleihekurse und Zinsen durch das EZB-QE zu zahlen hat. Die austrocknende Liquidität bzw. mangelnde Markttiefe sorgt, wie folgender Chart von Reuters zeigt, für Volatilitätsniveaus, die in 10-jährigen Bundespapieren in den vergangenen 25 Jahren ihresgleichen suchen:

Flash Crash im Bund - wann beruhigt die EZB den Markt?

Quelle: Reuters |JamieMcGeever

Der DAX ließ sich von der Unsicherheit am Anleihemarkt anstecken, fiel unter 11.300 Punkte und gab mehr als 1% nach.

Doch für den DAX könnte schon bald das Sprichwort gelten „Vor der Dämmerung ist die Nacht am dunkelsten“. Denn in dem Moment, wo sich die Notierungen im Bund wieder stabilisieren und die Zinsen von ihren Übertreibungshochs zurücksetzen, zudem der EUR/USD wieder in Richtung 1,1000 USD zurückfällt, ist auch im DAX mit einer Erholung zu rechnen.

Stabilisierung im Bund – wodurch?

Die EZB. Denn dieser werden die derzeitigen Schwankungen am Anleihemarkt und Spikes in den Zinsen, nicht nur in Deutschland, sondern auch und besonders in der südeuropäischen Peripherie gar nicht behagen, ganz zu schweigen von der Aufwertung des Euro zum US-Dollar von gut 8% innerhalb des letzten Monats (von rund 1,0500 auf 1,1400).

Diese Entwicklungen suggerieren nämlich, dass die EZB eventuell in Schwierigkeiten kommt das anvisierte und kommunizierte Anleihe-Volumen von 60 Milliarden Euro pro Monat einzuhalten. Und dieser Entwicklung wird man schnellstmöglich Einhalt gebieten wollen, hier geht es für Draghi und Co. jetzt mehr denn je um Glaubwürdigkeit.

Und von diesen zu erwartenden und beruhigenden Eingriffen sollte der DAX in den Sommer hinein profitieren.

Ob es zu einem neuen Allzeithoch reicht, bleibt sicherlich abzuwarten. Doch Rückläufe über 12.000 Punkte sind in den kommenden Wochen einzukalkulieren.

DAX Tageschart

Chart erstellt mit FXCMs Trading Station II / Marketscope

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de

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@JensKlattFX

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