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Euro dürfte IFO Daten missachten und könnte aufgrund von Wetten um griechischen Finanzierungsdeal steigen

Euro dürfte IFO Daten missachten und könnte aufgrund von Wetten um griechischen Finanzierungsdeal steigen

Ilya Spivak, Head Strategist, APAC

Anknüpfungspunkte:

  • Trader werden deutsche IFO Daten aufgrund von begrenztem Einfluss auf EZB-Erwartungen vielleicht ignorieren
  • Euro könnte aufgrund von Wetten um griechischen Finanzierungsdeal steigen
  • Sehen Sie Wirtschaftsveröffentlichungen direkt auf Ihren Charts - mit der DailyFX News App

Die Währungsmärkte werden wohl die Veröffentlichung der deutschen IFO Umfrage zum Konjunkturoptimismus missachten. Da die EZB vorerst im Autopilot-Modus zu laufen scheint, wird das Ergebnis kaum einen bedeutenden Wendepunkt für die kurzfristigen Erwartungen an die Geldpolitik bieten.

Stattdessen werden die Trader sich auf die Rhetorik eines Meetings von Finanzministern der Eurozone und Zentralbankern konzentrieren, welches in Riga beginnt. Laufende Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen EU/IWF Gläubigern werden im Rampenlicht stehen, wobei Athen die vierte Revision eines Reformpakets zur Freigabe weiterer Bailout-Mittel präsentieren wird.

Beide Seiten des griechischen Fiaskos scheinen an einer erfolgreichen Einigung interessiert zu sein. EU und IMF Offizielle möchten die Schaffung eines Präzedenzfalls für ein Staatspleite innerhalb der Eurozone, die möglicherweise zum Austritt Griechenlands aus dem Währungsblock führen könnte, vermeiden. Gleichzeitig verstehen Premierminister Alexis Tsipras und Kollegen sicherlich, dass eine ungeregelte Umstellung die wirtschaftlichen Probleme des Landes möglicherweise verstärken und ihnen die Position kosten könnte.

Die Märkte scheinen zuzustimmen: Die griechischen 5-Jahres-CDS-Spreads und die standard 10-Jahresstaatsanleihezinsen fielen zu Beginn der Woche stark, was auf ein nachlassendes Tail Risk vor der Sitzung in Riga deutet. Tatsächlich fühlen die Offiziellen auf beiden Seiten zweifelsohne die gewisse Dringlichkeit zur Schaffung eines Deals und könnten sich somit flexibler als zuvor zeigen, da Griechenland die Mittel zur Abwendung des Bankrotts ausgehen.

Insgesamt wird die Bekanntgabe einer Einigung, die Griechenland über Wasser hält – selbst wenn nur kurzfrisitg – den Euro wahrscheinlich höher schicken, da das nachlassende direkte Pleite-Risiko den Weg für das Verbuchen von Profiten bei erhöhten Wetten gegen die Einheitswährung klärt. Tatsächlich zeigt der CFTC COT Bericht die netto-spekulative Short-Positionierung laut letzter Woche beinahe auf Rekord-Hochwerten. Wir werden in den kommenden Wochen einen Abprall als Gelegenheit zum Verkauf des EUR/USD in Übereinstimmung mit unserem langfristigen Ausblick ansehen.

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