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(DailyFX.de) Zurzeit ist das befürchtete Szenario Grexit in aller Munde, doch angesichts der anstehenden Parlamentswahlen im Vereinigten Königreich wird auch das Risiko eines Brexits zunehmend Marktteilnehmer entmutigen können. Am 7. Mai ist der Wahltag.

Das Szenario eines Austritts des EU-Mitgliedstaats könnte an Fahrt gewinnen, sollten europakritische Parteien verstärkt Stimmen verzeichnen. Das Wahlergebnis auf der Insel besitzt zweifelsohne das Potenzial volatilere Kursreaktionen anstoßen. Das Pfund steht vor Wochen der Unsicherheit.

Auch wenn kleinere Parteien zuletzt substanzhafte Zuflüsse verbuchten, so wird es wohl wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen der Alteingesessenen, zwischen der Conservative Party und der Labour Party. In den letzten Tagen pendelten ihre Umfragewerte jeweils um 34%.

Während der Premierminister Cameron sowohl die EU-Skeptiker innerhalb und außerhalb seiner Parteiversuchte zu beschwichtigen, indem er im Falle einer Wiederwahl ein Referendum zum Verbleib in der EU in Aussicht stellte, schloss auch die Labour Partei ein solches Referendum zumindest nicht pauschal aus. Die Arbeitspartei knüpfte dies jedoch förmlich an eher unwahrscheinliche Bedingungen. Weder die Conservative noch die Labour Partei haben den EU-Austritt als ihr Ziel erklärt.

Doch die Ängste eines EU-Austritts sind nicht ausschließlich um die Referendumszusage der Konservativen zentriert.

Anders als über viele Jahrzehnte (1945 bis 2010) wird es in 2015, wie in 2010, wohl zu einer Koalitionsbildung im Vereinigten Königreich kommen.

Wer übernimmt die Rolle des Königsmachers?

Als europakritisch gilt vor allem die rechtspopulistische UKIP (UK Independence) Party, die laut den jüngsten Umfragen 11% bis 15% der Stimmen erhalten könnte und womöglich besser als die europafreundlichen liberalen Demokraten (Umfragewerte: 7-10%) abschneiden wird, dem aktuellen Koalitionspartner der Conservative Party. Dass die liberalen Demokraten, die in den letzten Jahren an Sympathien einbüßten und Wählerstimmen verloren, wieder eine Koalition mit der Conservative Party eingehen, gilt es unwahrscheinlich.

Auch die Partei der Grünen kann als potenzieller Königmachers angesehen werden sowie die schottischen Nationalisten (SNP). Die SNP, gilt ebenfalls nicht als Befürworters eines „Brexits“ , doch wird vom Koalitionspartner eine Zusage für ein weiteres Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands verlangen.

Als eins der wahrscheinlichsten Ergebnisse wird aktuell eine Regierungskoalition aus Labourpartei und den Liberals angesehen, die von den schottischen Nationalisten geduldet wird. Der neue Premierminister hieße dann Edward Miliband. Dann wäre ein Brexit zumindest voerst wohl vom Tisch, doch es weht seit Anfang des Jahrzehnts frischer Wind und die alteingesessenen Parteien verlieren zu Gunsten der kleineren Parteien zunehmend Stimmen. Wird das Szenario Brexit also nur verschoben?

Für das Britische Pfund könnte sich ein Zusammenschluss „europafreundlicher Parteien“ als Rückenwind erweisen. Die Aussichten darauf, dass die Isolation der britische Wirtschaft nicht bevorsteht, der Binnenmarkt erhalten bleibt und die Finanzdiensteistungen sich keinem Dämpfer ausgesetzt sehen, könnten dem Pfund Auftrieb verleihen.

Daily Chart

Der GBP/USD-Wechselkurs zog heute auf ein neues Monatshoch und stemmt sich gegen den Abwärtstrend. Das Sitzungsprotokoll der letzten Lagebeurteilung der Bank of England erwies sich als stützend. Die sogenannten Minutes untermauerten, die nächste Änderung der geldpolitischen Politik der Bank of England werde höchstwahrscheinlich eine Zinserhöhung vom aktuellen Rekordtief von 0,5 Prozent sein. 3-Monats-Sterling-Futures preisen inzwischen eine Leitzinserhöhung um 25 Basispunkte bis zum Ende des ersten Quartals 2016 ein. Sollte die Dollarkorrektur anhalten und der Wechselkurs die Marke von 1,5165 überwinden, besteht oberhalb voerst Potenzial bis zur 1,5127 – folgend bis zum Jahreshoch der 1,5574.

Ein erneutes Kippen unter die 1,486 und folgend unter 1,475 könnte hingegen auf ein Test und ein Bruch des 3-Jahres-Tiefs hinauslaufen. Sollten Brexit-Sorgen verstärkt aufkommen, könnte der Abwärtstrend auf einen Katalysator stoßen.

Wahlkampf in Großbritannien: Ängste eines EU-Austritts sind nicht ausschließlich um Referendumszusage der Konservativen  zentriert

Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Niall Delventhal auf Twitter: @NiallDelventhal

Wahlkampf in Großbritannien: Ängste eines EU-Austritts sind nicht ausschließlich um Referendumszusage der Konservativen  zentriert