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US-Arbeitsmarktbericht: 6 Punkte auf die Sie achten sollten

US-Arbeitsmarktbericht: 6 Punkte auf die Sie achten sollten

Niall Delventhal, Marktanalyst
US-Arbeitsmarktbericht: 6 Punkte auf die Sie achten sollten

(DailyFX.de) Am Freitag, den 06. März, wird wieder einmal der Garant für Marktbewegungen veröffentlicht. Der US-Arbeitsmarktbericht wird um 14:30 Uhr veröffentlicht. Um 14:15 Uhr startet hier die Abdeckung im Daily Live Stream.

1. Erste Bremsspuren im US-Wirtschaftswachstum vorhanden

Den Erwartungen nach, sollen die Februar-Daten die robuste Beschäftigungslage unterstreichen. Das Beschäftigungsniveau in den USA soll laut den Konsenserwartungen im letzten Monat in den USA weiter gestiegen sein. Erwartet wird ein Plus in den neugeschaffenen Stellen von 230T, während die Arbeitslosenquote von 5,7% auf 5,6% gefallen sein soll.

Einige der Fundamentaldaten aus den USA zeigten zuletzt auf ein rückläufiges Tempo im US-Wirtschaftswachstum. Doch Zinsfantasien der Marktteilnehmer bleiben weiterhin ausgeprägt und bieten dem Dollar bisher Rückenwind. Der Dollar Index stieß erst diese Woche auf ein neues 11-Jahreshoch, der EUR/USD-Wechselkurs erst heute früh auf ein neues 11-Jahrestief.

Es wird weiterhin positive Signale der US- Konjunktur benötigen, um die ehrgeizigen Erwartungshaltungen an eine frühe Zinswende der Fed zu erfüllen.

Sollte Spekulationen einer späteren Zinswende in den USA aufkeimen, so wäre eine Dollarkorrektur zu erwarten.

Zum Jahresende in 2014 schwächte sich das Wachstum ab. Im vierten Quartal stieg die Wirtschaftsleistung um 2,2 Prozent auf das Jahr hochgerechnet. Im dritten Quartal zog die Wirtschaftsleistung noch um 5% an, im zweiten waren es ebenfalls kräftige 4,6 Prozent. Rückläufig zeigte sich das Bruttoinlandsprodukt aber noch im ersten Quartal. Der harte Winter vor einem Jahr erwies sich als Dämpfer in der Wirtschaftsleistung der Staaten und sorgte für ein Minus von 2,1 Prozent. Auch dieses Jahr wurde die Ostküste der USA von einer Kältewelle überrollt.

US-Arbeitsmarktbericht: 6 Punkte auf die Sie achten sollten

2. US-Geldpolitik – Äußerungen der Währungshüter zum Arbeitsmarkt

Als verbessert griffen die Währungshüter die Jobzuwächse und übergeordnet fallende Arbeitslosenquote auf. Die Unterauslastung der Arbeitsressourcen fiele zurück. Positive US-Arbeitsmarktdaten ließen wohl die Zinserhöhungsfantasien der Marktteilnehmer weiter steigen. Die längerfristige Erwartung des Komitees der US-Notenbank notiert bei einer Arbeitslosenquote 5,2 – 5,5 Prozent.

Doch für die Fed gilt ein Doppelmandat. Während sie ein Ziel anlief, entfernte sie sich zuletzt von einem anderen.Rückläufige Energiepreise übten Druck auf die Teuerungsrate. Die jährliche Teuerungsrate fiel im Januar mit -0,1 Prozent negativ aus und notiert deutlich entfernt vom Ziel von +2%. Doch die Kerninflation verharrte zuletzt bei +1,6%.

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3. Vorboten-Charakter: ADP-Report, ISM-Indizes und Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe

US-Arbeitsmarktbericht: 6 Punkte auf die Sie achten sollten

In dieser Woche boten bereits zahlreiche Kennzahlen einige Hinweise zur Entwicklung am US-Arbeitsmarkt.

Der gerne als „Vorbote“ betrachtete ADP-Datensatz zeigte am Mittwoch auf, dass der private Sektor 212T Stellen im Februar schaffte und lag damit leicht unter der Erwartung.

Die in dieser Woche veröffentlichten US-Einkaufsmanagerindizes für das nicht verarbeitende (Mi.) und das verarbeitende Gewerbe (Mo.) verwiesen jeweils auf ein Wachstum in der Beschäftigung. Im verarbeitenden Gewerbe jedoch mit gedrosseltem Tempo. Für das nicht verarbeitende Gewerbe verwies der Beschäftigungsteil auf ein beschleunigtes Wachstum im Vergleich zum Vormonat.

US-Arbeitsmarktbericht: 6 Punkte auf die Sie achten sollten

Der am Donnerstag veröffentlichte Challenger Index hingegen zeigte auf, die Ankündigungen von Stellenstreichungen sind im Vergleich zum Vormonat im Januar leicht zurückgefallen. Im Januar notiert der Index auf dem höchsten Stand seit nahezu zwei Jahren. US-Arbeitgeber gaben an 53.041 Stellen streichen zu wollen und damit 5% weniger als noch im Vormonat.

Die am Donnerstag veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen in der letzten Januarwoche auf 320T, doch übergeordnet ist der Verlauf der Anträge rückläufig. Der 4-Wochendurchschnitt dieser Erstanträge fiel um 20T auf 283T.

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4. Währungen: Dollar Stärke mit positiven Zahlen erwartet

Ich würde heute von einer relativen Dollar Stärke ausgehen, sollten die Zinsspekulationen weiter aufkeimen. Kräftig über der Erwartung ausfallende Arbeitsmarktdaten könnten die Schwäche im EUR/USD katalysieren und der Kurs auf ein neues 11-Jahrestief fallen und der Dollar Index von FXCM auf ein neues 11-Jahreshoch steigen.

Im USD/JPY der um 120 aktuell konsolidiert wäre ein bullisher Impuls mit überzeugenden Kennzahlen zu erwarten und ein Bruch des Wochenhochs von 120,41/Feb.-Hochs von 120,48 könnte initiiert werden. Oberhalb wäre dann wieder das Mehrjahreshoch von 121,84 von Interesse.

Im GBP/USD-Wechselkurs meldet sich mit dem Bruch der 1,52 bereits verstärkt der Abwärtstrend zurück. Die Region um 1,51 könnte folgend bei überzeugenden Kennzahlen angelaufen werden. Der Fokus richtet sich unterhalb des Levels dem Mehrjahrestief bei 1,4951.

Enttäuschende Werte könnten eine nachhaltigere Dollar-Korrektur begünstigen.

EUR/USD

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GBP/USD

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USDJPY

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DOLLAR INDEX FXCM

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5. Aktienmärkte: Sorge vor Zinswende noch nicht deutlich spürbar

Die Sorgen vor einer raschen Schrittes näher rückende Zinswende in den USA könnte sich als Dämpfer für weiter steigende Kurse erweisen. Mit deutlich anziehenden Spekulationen eines höheren Zinsniveaus in den USA könnte der S&P500 an Fahrt verlieren, die Jagd nach weiteren Rekordmarken pausieren und die US-Aktienmärkte als auch der DAX zu Korrekturen neigen. Doch noch bleibt der Trend für die Aktienmärkte als positiv zu bewerten.

US-Arbeitsmarktbericht: 6 Punkte auf die Sie achten sollten

6. US-Rentenmarkt – Positive Konjunkturdaten könnten Zinsen der Langläufer antreiben

Renditeanstiege in den Langläufern der US-Staatsanleihen wären als Reaktion denkbar, sollte anziehende Zinsspekulationen

dem Arbeitsmarktbericht folgen. Feste NFP-Zahlen könnten helfen die Renditen der längeren Laufzeiten zu stabilisieren. Die Rendite zehnjährigen US-Staatsanleihen könnte dann den Widerstand um 2,15% herausfordern.

US-Arbeitsmarktbericht: 6 Punkte auf die Sie achten sollten

Auf dem zinslosen Edelmetall Gold könnte im Falle eines erstarkenden Dollar und anziehenden Renditen in den Anleihen sich der Druck verstärken. Ein Bruch der Region der 1.200/1.188 USD eröffnet weiteres Schwächepotenzial Richtung 1.166 USD. Sollte die US-Arbeitsmarktdaten heute enttäuschen wäre ein deutlicher Impuls auf der Oberseite im Gold denkbar. Einen Bruch des Widerstands um 1.223 USD würde die Aussicht für Gold kurzfristig aufhellen.

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Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Niall Delventhal auf Twitter: @NiallDelventhal

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