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Schweizer Franken Schocker könnte zu stillem Ende der Tradingwoche führen

Schweizer Franken Schocker könnte zu stillem Ende der Tradingwoche führen

2015-01-16 07:07:00
Ilya Spivak, Head Strategist, APAC
Teile:

Anknüpfungspunkte:

  • FX Märkte auf ein ruhiges Ende der Woche eingestellt, da Trader den Franken-Schocker der SNB verdauen
  • US Dollar wird kaum ausgeprägten Verkaufsdruck aufgrund von schwachen VPI Ergebnissen erfahren
  • Sehen Sie Wirtschaftsveröffentlichungen direkt auf Ihren Charts - mit der DailyFX News App

Ein glanzloser Wirtschaftskalender in den europäischen Handelsstunden wird im Fokus verblassen, da geschlagene Trader die brutale Volatilität der letzten 24 Stunden verdauen. Die Märkte waren verständlicherweise aufgerüttelt, nachdem die Schweizer Nationalbank unerwartet ihre dreijährige Begrenzung für den Schweizer Franken von 1,20 gegen den Euro aufgab, mit der Anmerkung, dass die “außergewöhnliche und vorübergehende Maßnahme… nicht mehr mehr länger gerechtfertigt sei.” Die 24-Stunden realisierte Volatilität für den EUR/CHF stieg sprunghaft auf das höchste Level seit mindestens 1971 und stieg beinahe auf den fünffachen Wert des vorherigen Spitzenwertes (verzeichnet im März 1995).

Die Bekanntgabe überraschte den gesamten FX Bereich. IWF Managing Director Christine Lagarde schien die Tiefstapelei des Tages zu überbringen, indem sie in einem Interview mit CNBC sagte, sie fand es “ein wenig überraschend”, dass der SNB Präsident Thomas Jordan sie nicht von dem geplanten Schritt informiert hatte und fügte hinzu: “Ein Gespräch darüber wäre gut.” Lagarde lobte außerdem die Federal Reserve unter der Leitung von Janet Yellen als einen positiven Kontrast zum Ansatz der SNB, indem sie sagte, dass die US Zentralbankchefin “sehr klar kommuniziert”.

Insgesamt verschwand die Begrenzung für den Franken beinahe genauso plötzlich wie sie im September 2011 auftauchte. Auch damals reagierte die SNB ohne Warnung und brachte die Märkte ins Trudeln, bevor sich der Staub letztendlich legte. Eine Messung der Gesamtfolgen aufgrund des starken Anstiegs der Schweizer Währung könnte sich als eine langwierige Angelegenheit erweisen, wobei sich die wahre Breite der einzelnen Nachwirkungen wohl erst innerhalb von Wochen und Monaten statt Stunden und Tagen zeigen werden.

Gleichzeitig werden die unter Schock stehenden Investoren wohl kaum bereit sein sich zu einer starken Orientierungstendenz zu bekennen. Dies wird möglicherweise zu einem nervösen, ruhigen Ende der Tradingwoche führen. Der Dezemberbericht zum US VPI stellt das wichtigste, beachtenswerte wenige Eventrisiko dar. Die Kennzahl für die Großhandelsinflationsrate im Jahresvergleich sollte auf 0,7 Prozent fallen, der niedrigste Wert seit Oktober 2009. Das schwache Ergebnis wird jedoch kaum wesentlichen Unterseitendruck für den US Dollar erzeugen.

Der VPI Kernwert (der die Auswirkungen der Energiepreise ausschließt) dürfte 1,7 Prozent verzeichnen, unverändert vom Wert im November. Dies lässt vermuten, dass die Federal Reserve möglicherweise weiterhin den vorübergehenden Einfluss der fallenden Crude Oil Preise verantwortlich machen wird. Dies bedeutet, dass die schwache Kennzahl eventuell nicht als Grund genug angesehen wird, Zinserhöhungen zu verschieben. Natürlich würde eine positive Überraschung bei dem Kernwert, ähnlich der EPI Statistik von gestern, diese Auslegung noch verstärken.

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