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Risk Off in Q1/2015 als Grundlage für weiter bullishen USD?

Risk Off in Q1/2015 als Grundlage für weiter bullishen USD?

2014-12-24 08:00:00
Jens Klatt, Marktstratege

(DailyFX.de) – Der US-Dollar marschierte auch im vierten Quartal 2014 weiter. Nachdem der US-Dollar Index von FXCM im dritten Quartal rund 6,3% hat zulegen können, waren es im vierten Quartal bis zum Verfassen dieser Analyse (09.12.2014) noch einmal weitere, rund 4%, was somit einen Kursanstieg des US-Dollar gegen den Euro, das britische Pfund, den AUD und den japanischen Yen von rund 10% in sechs Monaten bedeutete.

Wie folgende Grafik illustriert, könnte, sollte der US-Dollar seine positive Performance auch im ersten Quartal 2015 beibehalten und den Januar mit grünen Vorzeichen schließen, zu einem historischen Sprung ansetzen, den siebten Monat infolge positiv schließen. Das hat es in der Geschichte des US-Dollar-Index-Futures an der ICE noch nie zuvor gegeben:

Risk Off in Q1/2015 als Grundlage für weiter bullishen USD?

Quelle: DailyFX Research

Doch ist der Greenback tatsächlich aktuell so stark oder sind EUR, GBP, AUD oder JPY schlicht schwach?

Klar ist, dass der JPY zum USD im vierten Quartal rund 10% verloren hat und seinen Obulus zur Greenback-Rallye beigetragen hat. Grund ist die Ausweitung des Anleiheaufkaufprogramms der BoJ von 50 Billionen auf 80 Billionen JPY pro Jahr um das angestrebte Inflationsziel von 2,0% in 2015 zu erreichen.

Aber auch der Euro hat sich nicht lumpen lassen, verlor im vierten Quartal erneut mehr als 2% zum US-Dollar, begünstigt primär durch Spekulationen um ein bevorstehendes EZB-QE / Anleiheaufkaufprogramm im ersten Quartal 2015.

Die sich abzeichnende Divergenz der Geldpolitik der FED zur EZB oder BoJ ist unweigerlich erkennbar und sollte besonders in den kommenden sechs bis zwölf Monaten zu weiteren Abwertungen des EUR/USD bzw. Aufwertungen des USD/JPY führen.

Doch wie schaut es im ersten Quartal 2015 aus? Die Chancen auf ein weiteres, bullishes USD-Quartal stehen zwar einerseits recht gut, allerdings wohl weniger ausgehend von einer inneren, fundamentalen Greenback-Stärke, primär getrieben durch Zins-Spekulationen.

Spricht aufkeimende Volatilität an den globalen Finanzmärkten für US-Dollar-Stärke?

Zwar ist die US-Wirtschaft derzeit auf dem Vormarsch, besonders die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt lässt Zinsschritte seitens der FED im Laufe des Jahres 2015 sehr wahrscheinlich werden. Und besonders mit dem US-Arbeitsmarktbericht NFPs für den Monat November ist diese Wahrscheinlichkeit noch einmal deutlich gestiegen, wie die Entwicklung in den FED Funds Rates zeigt (Anmerkung: diese spiegeln die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer im Bezug auf die Zinserwartung in den kommenden Monaten seitens der FED im Eurodollar-Future wider, unten stehend der Dezember-2015-Kontrakt):

Risk Off in Q1/2015 als Grundlage für weiter bullishen USD?

Quelle: DailyFX Research

Jedoch lässt die Qualität der Entwicklung am US-Arbeitsmarkt stark zu wünschen übrig. So schauen oberflächlich die Zahlen zu den NFPs sehr gut aus, 321.000 neu-geschaffene Stellen ex-Agrar, der höchste Zuwachs seit Januar 2012 sind ein klares Statement. Zudem eine positive Stundenlohnentwicklung. Aber dass diese nach unten revidiert werden wird, steht außer Frage. Warum? Einfach: wo wurden denn die neuen Jobs geschaffen? Zum Beispiel im Barkeeper-Bereich (+26.500) oder Buchhalter und bürotechnische Aushilfskräfte (zusammenn ebenfalls ca. 28.000). Diese Jobs und deren Entlohnung liegt gerade mal im "Mindestlohn-Bereich". Qualität schaut sicher ganz anders aus, am Markt sieht man derzeit aber scheinbar nur das, was man sehen will und das ist eine positive Wirtschaftsentwicklung trotz Ende von QE3 durch die FED.

Sollte sich nun wie zu Beginn 2014 ein strenger Winter in den USA anbahnen, der ein oder andere Marktteilnehmer sich zu Spekulationen bezüglich eines QE4 hinreißen lassen oder etwas weniger „absurd“ die FED weiter einen klaren Zinserhöhungszyklus-Plan schuldig bleiben, fände sich für den US-Dollar aus dieser Perspektive eher ein Grund für eine bevorstehende Korrektur nach dem Lauf der letzten Monate in Q1/2015.

Wenn also der US-Dollar die bullishe Performance der letzten sechs Monate fortsetzen soll, dann bräuchte es neben der sich klar abzeichnenden Divergenz der Geldpolitik der FED, EZB und BoJ, die jedoch größtenteils eingepreist sein und das bullishe Potential besonders zum Euro einschränken dürfte, einen anderen bzw. ergänzenden Katalysator.

Die Entscheidung über ein EZB-Anleiheaufkaufprogramm, welches darauf abzielt die weiter schrumpfende EZB-Bilanz auf die Niveaus von 2012 und darüber hinaus auszudehnen ist in meinen Augen aus zweierlei Hinsciht aktuell ein wenig mit Vorsicht für einen fallenden EUR/USD zu genießen:

1. Die Großspekulanten / Non Commercials im Commitment of Traders Report sind im Bereich ihrer Rekordhochs den Euro-Future Netto-Short positioniert

Das heißt zwar nicht, dass eine Ausdehnung der Short-Egagements weit über 200.000 Kontrakte nicht möglich wäre. Aber es zeigt doch, dass ein Großteil der Erwartungshaltung weiterer, aggressiver geldpolitischer Stimuli seitens der EZB im Kurs des Währungspaares bereits eingepreist sein dürfte:

Risk Off in Q1/2015 als Grundlage für weiter bullishen USD?

Quelle: DailyFX Research

2. Die rechtliche Grundlage für die Auflage eines Aufkaufs von Schuldtiteln besonders der südeuropäischen Peripherie ist keineswegs klar gegeben

In §123 AEUV (Vetrag über die Arbeitsweise der europäischen Union) heißt es wörtlich:

„Überziehungs- oder andere Kreditfazilitäten bei der Europäischen Zentralbank oder den Zentralbanken der Mitgliedstaaten [...]sind ebenso verboten wie der unmittelbare Erwerb von Schuldtiteln von diesen durch die Europäische Zentralbank oder die nationalen Zentralbanken.“

Zwar könnte die EZB am Sekundärmarkt Titel der südeuropäischen Peripherie erwerben, so dass eine Bewertung der Anleihen am Primärmark bereits stattgefunden hätte. Doch die Verzerrung des fairen Bewertungsniveaus dieser Bonds ist unverkennbar und man landet schnell im Bereich, wo es schwierig wird eine direkte Staatsfinanzierung nicht mehr auszumachen.

So sind die Zinsen 10-jähriger italienischer Bonds im vierten Quartal 2014 im Tief auf unter 2% gefallen und dies trotz einer Jugendarbeitslosigkeit von deutlich über 40% und einem Downgrading der Ratingagentur Standard&Poors auf BBB- (das ist eine Stufe vor Junk oder "Schrott").

An dieser Stelle findet sich dann auch der fließende Übergang zu den Entwicklungen am Markt, die den US-Dollar als klassischen, sicheren Hafen ins Spiel bringen würden und die bullishe Vorstellung des Greenbacks sich fortsetzen lassen könnte.

Eine solche Absage an ein bereits am Markt deutlich antizipierten EZB-QE beinhaltet das Potential für starke Verwerfungen an den globalen Finanzmärkten ausgehend von den Anleihemärkten. Scharf anziehende Zinsen der südeuropäischen Peripherie und ein Austrocknen der Liquidität am Geldmarkt wäre in der Lage den US-Dollar als sicheren und liquidiesten Hafen in den Mittelpunkt der Finanzmarktteilnehmer zu rücken.

Für den EUR/USD wäre eine erhöhte Volatilität zu erwarten, ein Bruch des 2012er Jahrestiefs nahezu ausgemachte Sache (primär begünstigt durch wiederaufkeimende Unischerheit bezüglich der Euro-Schuldenkrise, anziehende Zinsen in der südeuropäischen Peripherie und Angst bzgl. Defaults ganzer Volkswirtschaften), eine Verkaufswelle in Richtung der 1,15er Region ist dann sehr wahrscheinlich.

Sollte diese Unsicherheit ausbleiben, ist eine Verteidigung der 2012er Jahrestiefs im EUR/USD im ersten Quartal 2015 möglich und eine dezente Gegenbewegung würde wahrscheinlich. Allerdings würde ich mich schwer ob des Potentials eines deutlichen Rücklauf über die 1,28er Marke tun.

EUR/USD Tageschart.

Chart erstellt mit FXCMs Trading Station II / Marketscope

Im zweiten Teil, der am 25.12.2014 erscheint, soll sich der Frage gewidmet werden, ob eine anziehende Volatilität auch die Aktienmärkte und somit den DAX in Bedrängnis bringen würde.

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de

Um Jens Klatt zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Jens Klatt auf Twitter: @JensKlattFX

Risk Off in Q1/2015 als Grundlage für weiter bullishen USD?

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