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WTI: Nervosität hoch - Interesse an Marktanteilen des Kartells würden Kursrutsch intensivieren

WTI: Nervosität hoch - Interesse an Marktanteilen des Kartells würden Kursrutsch intensivieren

2014-11-27 13:45:00
Niall Delventhal, Marktanalyst
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(DailyFX.de) Was ich Mitte Januar als schwachen Jahresauftakt für das schwarze Gold beschrieb, erwies sich als vergleichsweise kleine Dynamik, verglichen mit dem deutlichen Preisrückgang der Mitte des Jahres einsetzte. Der Kurs des US-Öls ist heute auf ein 4-Jahrestief gefallen. Der Kurs für WTI fiel von dem im Sommer erreichten Jahreshoch um 107,6 USD nun mittlerweile 33% zurück. Ein Boden könnte noch auf sich warten lassen. Zwischenzeitlich durchbrach der Kurs bereits die Marke von 72 USD je Barrel.

WTI: Nervosität hoch - Interesse an Marktanteilen des Kartells würden Kursrutsch intensivieren

Ich gehe von einem katalysierenden Effekt auf die Preisdynamik der Vorwochen aus, sollten die OPEC-Staaten sich gegen eine Drosselung der Fördermenge aussprechen. Ein Beschluss die tägliche Fördermenge um 1 Mio. Barrel und damit um 3,3% zu senken, könnte sich hingegen stabilisierend auf den Kurs auswirken.

Die Nervosität ist hoch – Nachfrage am Terminmarkt zuletzt schwach

Doch zuletzt nährten Spekulationen nährten den Verkauf WTI an den Märkten, das die Mitgliedstaaten der OPEC nicht von den täglich geförderten 30 Mio. Barrel abweichen werden. Saudi-Arabien soll diesen Standpunkt wohl vertreten und Unterstützer hinter sich wissen. Während eine schwächelnde Weltwirtschaft zuletzt auch auf der physischen Nachfrage lastete, stiegen die Fördermengen gerade in den USA. Die zunehmende Autarkie in der Energieversorgung in den USA lastete auf den Ölpreisen. Im freien Fall befand sich der WTI-Preis zuletzt. Das „Blut der Volkswirtschaften“ verliert an Wert – während positive Effekte auf die Weltkonjunktur zu erwarten sind, weht einzelnen Volkswirtschaften wie Russland oder dem Iran dadurch harter Wind entgegen. Die Abhängigkeit vom Ölgeschäft in diesen Ländern ist zu ausgeprägt, um anhaltende Kursverluste der Rohstoffe leicht verkraften zu können. Während Saudi-Arabien – als wichtigster OPEC Mitgliedstaat, einen Preis von 70 – 80 USD je Barrel für zumutbar hält. Ein regelrechter Kampf um Marktanteile hat begonnen, Verkündungen vom OPEC-Treffen könnten das heute untermauern. Über dem schweben die Gerüchte von Absprachen. Ein Komplott zwischen Saudis und Amerikanern - geheime Preisabsprachen, um die Konjunktur Russlands und Irans zu schwächen.

Frühes Treffen scheiterte – kein Kompromiss

Bereits heute früh soll es ein Treffer großer Ölfördernationen gegeben haben, um den Kursfall zu thematisieren. Vertreter von Venezuela, Russland, Mexiko und Saudi-Arabien sollen sich getroffen haben, doch zu keinen verwertbaren Ergebnissen gekommen sein. Die Enttäuschung hierüber spiegelte sich prompt im Kursverlauf wider.

Auch im Verlauf des OPEC-Treffens rechne ich mit einen hartnäckigen Bestehen der Standpunkte der Länder, wie Saudi-Arabien, deren Gewinnmargen trotz des raschen Kursrückgangs noch üppig ausfallen. Daher rechne ich, mit keiner oder keiner signifikanten Reduzierung der Fördermenge der OPEC-Staaten. Der Abwärtstrend im WTI könnte den Kurs daraufhin weiter Richtung der 70,75 USD je Barrel, folgend 67 USD führen.

Vertrauen trübte sich ein - Finanzinvestoren reduzierten seit dem Sommer ihre Position um 44%

Während der Kurs um über einen Drittel seit dem Sommer zurückfiel senkte sich auch die Position der Finanzinvestoren (Fonds, Hedgefonds, Banken, Vermögensverwalter) an der NYME im WTI und über 44%. Zuletzt fiel die Position (netto) dieser Marktakteure mit 255.363 Kontrakten auf den tiefsten Stand seit Mai 2013. Noch Ende Juni betrug die Position 458.969 Kontrakte.

WTI: Nervosität hoch - Interesse an Marktanteilen des Kartells würden Kursrutsch intensivieren

Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Niall Delventhal auf Twitter: @NiallDelventhal

WTI: Nervosität hoch - Interesse an Marktanteilen des Kartells würden Kursrutsch intensivieren

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