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DAX: unter 8.900 wirds turbulent...

DAX: unter 8.900 wirds turbulent...

2014-11-12 13:15:00
Jens Klatt, Marktstratege
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(DailyFX.de) – Fast schon mit Ansage ist der deutsche Leitindex am Mittwochmorgen unter Druck geraten, verlor mehr als 1%. Und es ist zu befürchten, dass es das noch nicht auf der Unterseite war, zum Wochenschluss sind durchaus Notierungen unter 9.000 Punkten einzukalkulieren. Besonders wenn von seitens der US-Indizes keine Hilfestellung kommt.

Die Chancen stehen in meinen Augen gut, dass der DAX den Preis für die sehr wackelige 1.000 Punkte Plus Rallye der vergangenen vier Wochen zahlt. Die niedrigen Umsätze der letzten Tage und Wochen haben gezeigt, dass einzig Spekulanten, die nach der Devise agieren „Die Notenbanken werden es schon richten“, den DAX zurück über die 9.000er Marke geschoben haben.

Folgende Grafik illustriert sehr gut, dass infolgedessen auch die Volatilität / Unsicherheit abgenommen hat. Im Umkehrschluss ist hieraus zu folgern, dass, sollte die Unsicherheit zurückkommen und der Markt erneut korrigieren, durch das anziehende Volumen Korrekturen „dramatischer“ ausfallen sollten:

DAX: unter 8.900 wirds turbulent...

Quelle: DailyFX Research

Tatsache ist: die Aussicht auf mehr Liquidität seitens der EZB udn BoJ allein kann die nicht wegzudiskutierenden konjunkturellen, aber auch geopolitischen Probleme nicht lösen. Und das dämmert den Marktteilnehmern früher oder später. Mit harten Bandagen geführte Kämpfe in der Ost-Ukraine, stetig nach unten revideirte Wachstumsausblicke des IWF oder EZB, eine FED die sich eher mit Zinsanhebungen aussetzen muss um ihre Glaubwürdigkeit nicht zu gefährden. Das schlägt den Marktteilnehmern hier auf den Magen.

Ganz schwarz sollten wir das Bild noch nicht zeichnen. Aber kann sich der deutsche Leitindex nicht über 8.900 Punkten halten, lautet die Devise „Kragen hochklappen und einen unangenehmen Herbst bis Weihnachten erwarten“ statt „Doch noch eine kleine, versöhnliche Jahresend-Rallye“.

DAX Tageschart

Chart erstellt mit FXCMs Trading Station II / Marketscope

Auf der Oberseite bleibt es dabei, dass erst ein Bruch über das EZB-Übertreibungshoch um 9.470 Punkte den Aufwärtsmodus bestätigt.

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de

Um Jens Klatt zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Jens Klatt auf Twitter: @JensKlattFX

DAX: unter 8.900 wirds turbulent...

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