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Das Kaninchen DAX erstarrt vorm Anblick der Schlange FED - sicher ist, das nichts sicher ist…

Das Kaninchen DAX erstarrt vorm Anblick der Schlange FED - sicher ist, das nichts sicher ist…

Jens Klatt, Marktstratege

(DailyFX.de) – Totentanz im DAX am Mittwoch vor der FED-Sitzung am Abend (Live-Abdeckung am Mittwoch, den 17.09. um 19:45 Uhr unter http://bit.ly/1bEQHvh). Der deutsche Leitindex stabilisierte sich oberhalb der 9.600 Marke, konnte allerdings auch nicht über das 9.700er Level aufbrechen. Grund für die Zurückhaltung ist die grundsätzliche Unsicherheit über die Worte von FED-Chairwoman Yellen.

Das Kaninchen DAX erstarrt vorm Anblick der Schlange FED - sicher ist, das nichts sicher ist…

Quelle: DailyFX Wirtschaftsdatenkalender

Tatsächlich hat sich der Markt in meinen Augen schon lange vom klassischen „Mehr-QE“/Stehenbleiben auf dem geldpolitischen Gaspedal = DAX / Aktien bullish und „Früheres Anheben der Zinsen“ = DAX / Aktien bearish verabschiedet.

So besteht in meinen Augen mittlerweile die erhöhte Chance darauf, dass eine Zurückhaltung der FED im Bezug auf einen restriktiveren, geldpolitischen Kurs (=Zinsanhebungen frühestens Mitte 2015, eher später) Aktien und somit den DAX unter Druck bringen könnte.

Man könnte nämlich hier schnell ein unsicheres, fragiles wirtschaftliches Fundament sehen, was zeigen würde wie abhängig die Wirtschaft von QE ist. Es ließe sich argumentieren, dass die Notenbanken, trotz eines gestern aus China verabschiedeten QE-Programms (Details unter http://bit.ly/1BLBTqT), QE nicht unedlich fahren können, früher oder später die Zinsen anheben müssen. Was in der Vergangenheit tatsächlich „Bullish Aktien“ war, wird dann schnell zu „Bearish Aktien“ und resultierte in fallenden Notierungen.

Gleiches gilt auf der Kehrseite: ein hawkisher Unterton (= Zinsanhebungen ab Beginn 2015) suggeriert ein sehr robustes wirtschaftliches Umfeld. Das könnte wiederum, wenn auch widererwarten, Aktien bullish sein, da es zeigt, dass die Wirtschaft auch trotz Reduktion der Anleiheaufkäufe durch die FED solide auf eigenen Beinen stehen kann.

Was ins Auge sticht:klar ist, das im Bezug auf den geldpolitischen Kurs der FED nichts klar ist. Und genau diese Unsicherheit hält den DAX derzeit zurück, ganz zu schweigen vom Hexen-Sabbat am Freitag, dem großen Verfall an der deutschen Terminbörse EUREX.

Man darf gespannt sein, wie der DAX reagiert, meine Skepsis im Bezug auf die Bewegung vom Jahrestief zurück über die 9.000er Marke bleibt ohne neues Allzeithoch und einen Lauf des DAX über die 10.000er Marke bestehen.

Im Fokus steht auf der Unterseite weiter die 9.600er Marke, welche derzeit noch als solide Unterstützung fungiert, bei einem Bruch den DAX schnell in Richtung der 9.370 / 400er Region befördern könnte.

Auf der Oberseite steht übergeordnet klar weiter die 9.800er Region im Fokus, auf Intraday-Basis, ist allerdings zuvor die Region ums aktuelle Wochenhoch zwischen 9.680 / 700 Punkten interessant.

DAX Stundenchart

Chart erstellt mit FXCMs Trading Station II / Marketscope

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de

Um Jens Klatt zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Jens Klatt auf Twitter: @JensKlattFX

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