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DAX: wann streift der Bär seinen Schafspelz ab? Und: scharfe Gegenbewegungen im EUR/USD?

DAX: wann streift der Bär seinen Schafspelz ab? Und: scharfe Gegenbewegungen im EUR/USD?

Jens Klatt, Marktstratege
EZB Draghi DAX EUR/USD

(DailyFX.de) – Hin- und hergerissen ist der DAX aktuell. Überraschend ist dies vor der EZB-Sitzung am Donnerstag nicht. Nach einem vielversprechenden Start und einem 1%igen Kursplus, gab der DAX bis zur US-Eröffnung all seine Gewinne wieder her und fiel unter die 9.500er Marke. Wo zum Beginn des Tages noch Spekulationen und die Hoffnung auf eine am Donnerstag geldpolitisch aktiv werdende EZB waren, machte sich am Nachmittag Ernüchterung breit.

Überraschend ist das nicht. Denn trotz der Worte Draghis in Jackson Hole, dass man alles tun werde, die niedrige Inflation zu bekämpfen, wenn nötig mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, so wird es diesbezüglich am Donnerstag keine Maßnahmen oder Äußerungen seitens Mario Draghi geben. Das ist nur allzu verständlich: zum Einen ist das im Juni verkündete, umfangreiche geldpolitische Programm noch nicht einmal angelaufen, startet erst jetzt im September. Zum Anderen ist die Aussischt auf ein ABS-Aufkaufprogramm klar begründet und die EZB wird hier früher oder später aktiv werden. Aber es ist ein „alter Hut“, dürfte größtenteils im DAX, aber auch im EUR/USD eingepreist sein.

DAX: wann streift der Bär seinen Schafspelz ab? Und: scharfe Gegenbewegungen im EUR/USD?

Quelle: DailyFX Wirtschaftsdatenkalender

Schaut man sich zudem die dünnen Umsätze an den Aktienmärkten, sowohl dies- als auch jenseits des Atlantik an, so zeigt sich: der DAX steht auf ganz wackligen Beinen und es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Bären zum nächsten Prankenhieb ausholen und den DAX in Rchtung seines Jahrestiefs um 8.900 Punkten und tiefer befördern werden. Die EZB-Sitzung am Donnerstag bietet den DAX-Bären hierzu eine willkommene Gelegenheiten den Schafspelz abzustreifen und den Marktteilnehmern eine Lektion zu erteilen, die in den letzten Wochen auf die dicke Bertha Mario Draghis spekuliert haben.

DAX Tageschart

Chart erstellt mit FXCMs Trading Station II / Marketscope

Kurzfristig orientiertere Trader sehen auf der Oberseite weiter einen wichtigen Widerstandsbereich im des Vorwochenhochs um 9.600 Punkte, darüber wäre gar Platz in Richtung 9.780 / 800 Punkten.

Auf der Unterseite steht ganz klar die 9.370 / 400er Marke im Fokus. Wie bereits in meiner Wochenanalyse thematisiert (http://bit.ly/1lkxVRG), würde ein Bruch den Bären sehr in die Karten spielen, den Weg zunächst in Richtung der 9.250 / 280er Region frei machen.

DAX Stundenchart

Chart erstellt mit FXCMs Trading Station II / Marketscope

Ergänzend: für den EUR/USD sehe ich hieraus verstärktes Potential für eventuell gar schärfere Gegenbewegungen, die uns zum Ende der Handelswoche in den Bereich um 1,3300 USD+ befördern könnten.

Der EUR/USD markierte heute erneut neue Jahrestiefs. Es scheint, als wenn sich vor der EZB am Donnerstag selbst nach 8 Wochen mit negativen Vorzeichen im EUR/USD (das ist die längste Strecke seit 1999...) keine Käufer finden würden, die den Euro kaufen wollen würden, schlicht aus Respekt vor einer nächsten Liquiditäts-Schwemme durch Draghi und Co.

Das infolgedessen sich weiter extrem darstellende, einseitige Sentiment (z.B. im CoT, eingefangen von Niall gestern unter http://bit.ly/1nOZJcu) hat, sollten sich diese "schlimmen Befürchtungen" durch Draghi am Donnerstag nicht bewahrheiten, massives Gegenbewegungspotential.

EUR/USD Tageschart

Chart erstellt mit FXCMs Trading Station II / Marketscope

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de

Um Jens Klatt zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Jens Klatt auf Twitter: @JensKlattFX

DAX: wann streift der Bär seinen Schafspelz ab? Und: scharfe Gegenbewegungen im EUR/USD?

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