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EURUSD .

(DailyFX.de) Mario Draghis Worte in Bezug auf weitere Lockerungsmaßnahmen der EZB aus Jackson Hole seien laut Finanzminister Wolfgang Schäuble überinterpretiert worden. Einige Händler scheinen diese Meinung zu teilen, der EUR/USD kann zumindest leicht wieder über die 1,32 ziehen.

Der weitere Tagesverlauf wird aber stark von den fundamentalen Ergebnissen geprägt sein. Die Aufmerksamkeit wird auf die Zahlen zum deutschen Arbeitsmarkt richten (9:55 Uhr), der Inflation hierzulande (14:00 Uhr) und mit Blick auf die US-Daten der zweiten Q2-Wachsstumsschätzung gelten. Unverändert wird die Arbeitslosenquote Deutschlands bei 6,7% erwartet, auch die vorläufige Schätzung zur jährlichen Teuerungsrate für den August wird unverändert bei 0,8% erwartet. Das US-BIP wird leicht negativ revidiert erwartet. Neben weiteren Hinweisen zum Zustand des US-Arbeitsmarkt (Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe 14:30 Uhr) stehen, stehen zudem noch Immobiliendaten an (16:00 Uhr). Weitere konjunkturelle Schwächen in der deutschen Wirtschaft oder ein Rückgang in der Inflation können bearishe Kursimpulse initiieren.

EUR/USD: Denkbare Impulsgeber Deutscher Arbeitsmarkt und Verbraucherpreisindex

Commitments of Traders Report: Verkaufsposition der Finanzinvestoren (Non Commercials) so hoch wie zuletzt Juli 2012 (Zum Artikel)

Mit einem Überhang von 138.825 Kontrakten setzen Finanzinvestoren an der CME mehrheitlich auf EUR/USD Schwäche. Die sogenannte Netto-Positionierung fiel im Vergleich zur Vorwoche um -12.808 Kontrakte, im 4-Wochenvergleich fiel der Wert um -50.002 Kontrakte.Der übergeordnete Druck, dem wir dem Sentiment entnehmen können, bleibt vorhanden. Die Position der institutionellen Spekulanten am Terminmarkt fiel erneut. Vermögensverwalter, Banken und Fonds verstärkten ihre Wetten auf einen fallenden EUR/USD auf einen zuletzt im Juli 2012 verzeichneten Stand.

Ausblick für den EUR/USD weiterhin: bearish

Der EUR/USD fiel in der letzten Nacht auf ein neues Jahrestief. Unterhalb der 1,32 notiert der nächste Support auf der 1,31 auf. Ich bewerte den EUR/USD weiterhin als tendenziell schwach. Angesichts den zuletzt schwachen Wachstums-, Inflations- und Arbeitsmarktzahlen der Eurozone könnte die EZB zeitnah weitere Lockerungsmaßnahmen beschließen. Technisch ist der EUR/USD überverkauft, denkbare Erholungsbewegungen im EUR/USD könnten nach einem Bruch der 1,33 im Bereich des Feb.-Tiefs von 1,3476 bis zur 1,35 auf hartnäckigen Widerstand stoßen.

EUR/USD Daily Chart erstellt mit der Trading Station von FXCM

EUR/USD: Denkbare Impulsgeber Deutscher Arbeitsmarkt und Verbraucherpreisindex

Diskutieren Sie das Kursgeschehen im EUR/USD Talk.

Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Niall Delventhal auf Twitter: @NiallDelventhal

EUR/USD: Denkbare Impulsgeber Deutscher Arbeitsmarkt und Verbraucherpreisindex