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EUR/USD - bringen positive US-Konjunkturzahlen frischen Wind in  Zinsspekulationen?

EUR/USD - bringen positive US-Konjunkturzahlen frischen Wind in Zinsspekulationen?

2014-08-15 07:25:00
Niall Delventhal, Marktanalyst
Teile:

EURUSD 15082014

(DailyFX.de) Am letzten Handelstag dieser Woche könnten die anstehenden Kennzahlen, vorrangig aus den USA, angesichts des aktuellen Treibers der Märkte, der Hoffnung auf Deeskalation in der Ost-Ukraine, in den Hintergrund geraten. Die heutigen bedeutenderen Zahlen aus den USA sollen laut den Erwartungen zumindest in eine Richtung zeigen. Die Produktion der Industrie sowie des verarbeitenden Gewerbes in den USA sollen im Juli angezogen sein. Auch im von Reuters und der University of Michigan veröffentlichten Verbrauchervertrauen in den USA wird ein weiterer Anstieg erwartet. Überraschend positive US-Konjunkturdaten könnten das Potenzial besitzen Zinsspekulationen anzustoßen, damit den US-Dollar zu stärken und auf Aktienmärkten zu lasten.

Auch auf dem EUR/USD könnten gerade überraschend positive US-Kennzahlen lasten. Die bereits häufiger hier aufgegriffene Divergenz zwischen den Haltungen der zwei Notenbanken EZB und Fed könnte als dann als weiter fortschreitend angesehen werden. Während die Fed in positiven Wirtschaftsdaten zunehmend Argumente sehen könnte, die Zinswende schon früh in 2015 einzuleiten, schmälern gerade die letzten Kennzahlen aus dem Euroraum die Zuversicht in das Wirtschaftswachstum in den Mitgliedsstaaten. Die EZB könnte ihre „dovishe“ Haltung demnächst weiter ausbauen.

Die Konjunkturdaten aus der Eurozone enttäuschten diese Woche

Das deutsche BIP schrumpfte im Vergleich zum Vorquartal um 0,2% und zeigte damit einen stärkeren Rückgang auf als prognostiziert wurde. Nicht nur der Rückschritt der gerne als europäischen Konjunkturlokomotive angesehenen deutschen Wirtschaft sorgte gestern für eine Enttäuschung. Auch Frankreichs Wirtschaft stagnierte statt ein Plus von 0,1 Prozent zu verzeichnen und so stand es auch um das europäische Wachstum. Die Erwartung von einem Plus von 0,1 Prozent im Euroraum im Vergleich zum Vorquartal konnte nicht erfüllt werden.

Konjunkturlokomotive Deutschland schob im zweiten Quartal die Erholung in Europa nicht an

Die größten Volkswirtschaften der Eurozone stützten die Konjunktur der Eurozone im zweiten Jahresviertel nicht, die Wirtschaft

  • Deutschlands, der größte Volkswirtschaft der Eurozone, verzeichnete ein Rückgang von -0,2%
  • Frankreichs, der zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, stagnierte. Zudem setzte Frankreichs Regierung ihre BIP-Prognose für 2014 von 1% auf 0,5%
  • Italiens, der drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, rutschte mit einem erneuten Minus von 0,2% in der Wirtschaftsleistung in die Rezession (bereits letzte Woche veröffentlicht worden). Nach dem Rückgang von 0,1 Prozent im ersten Quartal.

Auch die Stimmung an der CME spricht weiterhin nicht zu Gunsten des Euro

COT-Report: An der CME rutschte laut dem letzten COT Report der CFTC die Position der institutionellen Spekulanten am Terminmarkt tiefer, d.h., Vermögensverwalter, Banken und Fonds verstärkten ihre Wetten auf einen fallenden EUR/USD.

Die Netto-Position verringerte sich auf -128.747 Kontrakten unddamit auf den tiefsten Stand seit August 2012. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Position um 20.672 (3,47 Mrd. USD) Kontrakte, im 4-Wochenvergleich gar um deutliche 69.482 Kontrakte (11,65 Mrd. USD). Die Dynamik ist wieder aufgenommen worden. Die Wetten auf einen fallenden Kurs ziehen wieder an. Zum Artikel

Ausblick

Denkbare Erholungsbewegungen im EUR/USD könnten im Bereich des Feb.-Tiefs von 1,3476 bis zur 1,35 auf hartnäckigen Widerstand stoßen. Der Kurs bleibt als tendenziell schwach zu bewerten. Der Kurs notiert weiterhin unter der 1,34. Ein folgender Bruch des Jahrestiefs der 1,333 und der 1,33, ließe weiteres Potenzial bis an die 1,31 zu.

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Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Niall Delventhal auf Twitter: @NiallDelventhal

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