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(DailyFX.de) Große Themen auf dem Börsenparkett waren heute die Verlangsamung des Wachstums in den europäischen Volkswirtschaften, die als stark deeskalierend aufgenommene Rede des russischen Präsidenten Putins und die Frage, wie es nach den Turbulenzen der Vorwochen nun weitergehen wird. Putin verkündete seine Bereitschaft alles zu tun, um weitere blutige Auseinandersetzungen in der Ukraine vermeiden. Auch eine Isolierung Russlands beabsichtige er nicht. Eins der zuletzt scharfen geopolitischen Risiken schmälerte sich damit. Das kann als wichtiger annähernder Schritt gesehen werden. Statt weiteres „Säbelrasseln“ bestehen nun endlich wieder die Hoffnungen auf ein Ende der aufschaukelnden Prozesse, auf notwendige konstruktive Gespräche im Ukraine-Konflikt und der zuletzt zunehmenden politischen Kälte zwischen Ost und West. Doch um Fortschritte zu erzielen, bedarf der Bereitschaft vieler Beteiligter. Baldige Vorschritte im Konflikt zwischen prorussischen Separatisten und der ukrainischen Regierung als auch ein Zusammenführen von Europa und Russland werden solange nur Hoffnungen bleiben.

Doch auch wichtige Konjunkturdaten wurden heute veröffentlicht und diese untermauern das Szenario einer schwächelnden Wachstumsentwicklung im Euroraum. Nicht nur der Rückschritt der gerne als europäischen Konjunkturlokomotive angesehenen deutschen Wirtschaft sorgte heute früh für eine Enttäuschung. Doch als nachhaltige Last auf den deutschen Aktienmarkt erwies sich die konjunkturelle Schwäche nicht. Das deutsche BIP schrumpfte im Vergleich zum Vorquartal um 0,2% und zeigte damit einen stärkeren Rückgang auf als prognostiziert wurde. Auch Frankreichs Wirtschaft stagniertestatt ein Plus von 0,1 Prozent zu verzeichnen und so stand es auch um das europäische Wachstum. Die Erwartung von einem Plus von 0,1 Prozent im Euroraum im Vergleich zum Vorquartal konnte nicht erfüllt werden.

Konjunkturlokomotive Deutschland schob im zweiten Quartal die Erholung in Europa nicht an

Die größten Volkswirtschaften der Eurozone stützten die Konjunktur der Eurozone im zweiten Jahresviertel nicht, die Wirtschaft

  • Deutschlands, der größte Volkswirtschaft der Eurozone, verzeichnete ein Rückgang von -0,2%
  • Frankreichs, der zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, stagnierte. Zudem setzte Frankreichs Regierung ihre BIP-Prognose für 2014 von 1% auf 0,5%
  • Italiens, der drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, rutschte mit einem erneuten Minus von 0,2% in der Wirtschaftsleistung in die Rezession (bereits letzte Woche veröffentlicht worden). Nach dem Rückgang von 0,1 Prozent im ersten Quartal.

Eine eindeutige Antwort auf Frage, ob der Rat der Europäischen Zentralbank EZB durch die schwache Konjunktur im Euroraum nun weitere Liquiditätsspritzen als unerlässlich ansehen wird, lieferten die gebotenen schwachen Daten nicht. Doch für Gesprächsstoff auf der nächsten Sitzung werden sie sorgen. Sollte nun, ähnlich der Prognoseanpassung der französischen Regierung, auch die EZB ihre Wachstumsprojektionen stärker nach unten anpassen, so könnte die Notenwendigkeit weiterer konjunkturstützender Maßnahmen bereits frühzeitig gesehen werden. Das wäre für den deutsche Staatsanleihen richtungsweisenden Eurobund-Future, der heute oberhalb der 150 Marke ein neues Allzeithoch setzte, und auch für den DAX als Rückenwind anzusehen.

Am letzten Handelstag dieser Woche könnten die anstehenden Kennzahlen, vorrangig aus den USA, angesichts des sehr aktuellen Treibers, der Hoffnung auf eine Deeskalation in der Ost-Ukraine, in den Hintergrund geraten. Die Produktion der Industrie sowie des verarbeitenden Gewerbes in den USA sollen im Juli angezogen sein. Auch im von Reuters und der University of Michigan veröffentlichten Verbrauchervertrauen in den USA wird ein weiterer Anstieg erwartet. Überraschend positive US-Konjunkturdaten besitzen jedoch das Potenzial, wieder Zinsspekulationen anzustoßen, damit den US-Dollar zu stärken und auf Aktienmärkten zulasten.

Ein nachhaltiges Überwinden des Widerstands bei 9.250 Punkten würde im DAX die nächste Etappe der Erholung einleiten. Ein Zurückerobern des Widerstandslevel der 9.400 Punkte würde ich als eine deutlichere Aufhellung werten. Spätestens hier wäre dann mit einer deutlichen Reaktion zur Oberseite zu rechnen. Auch der VDAX, der als Indikator für die Marktvolatilität und Anlegerstimmung im DAX angesehen wird, könnte mit einem Verlassen des seit Anfang Juli bestehenden Aufwärtstrendkanals zunehmend Entspannung signalisieren. Ein verstärkter Rückgang in der „Fieberkurve“ des DAX würde eine schwindende Nervosität der Marktteilnehmer andeuten. Doch unterhalb der 9.400 bewerte ich das technische Bild übergeordnet noch als angeschlagen. Erholungsbewegungen könnten sich unterhalb dieser Mark rasch Gegenstößen ausgesetzt sehen.

VDAX – Daily Chart

DAX – stößt über 9.200 Zähler nach Putins Worten - Wachstum in Europa enttäuscht

Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

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DAX – stößt über 9.200 Zähler nach Putins Worten - Wachstum in Europa enttäuscht