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EURUSD 06082014

(DailyFX.de) Am frühen Mittwochmorgen brach der Kurs durch das nächtliche und gestrige Tief auf ein neues Jahrestief. Ein Rückgang der Werksaufträge in Deutschland, die mit -4,3% deutlich enttäuschten (Erwartung +1,1%), sorgte für den Stoß.

Angeschlagen wirkt die Stimmung im EUR/USD damit weiterhin und das einen Tag vor der Verkündung des geldpolitischen Entscheids der EZB. Der Entscheid oder auch explizite Hinweise weiterer expansiver Schritte in den kommenden Monaten könnten den Rückgang dieser Woche deutlich katalysieren. Gestern sorgten positive US-Konjunkturdaten für frischen Wind rund um die Zinsspekulationen der Fed. Der mit 58,7 Punkten deutlich über den Erwartungen liegende US ISM-Einkaufsmanagerindex für das nicht verarbeitende Gewerbe und ein Anstieg der Auftragseingänge um 1,1 Prozent unterstrichen die anziehende Wirtschaftsleistung in den Vereinigten Staaten.

Zahlen rund um die deutsche Wirtschaft bleiben am frühen Morgen relevant. Der Einkaufsmanagerindex für Juli für das Baugewerbe wird um 9:30 Uhr erwartet, bevor die PMI-Indizes für Deutschland und die Eurozone um 10:10 als Impulsgeber auftreten könnten. Bei den Konjunkturdaten aus den USA richtet sich die Aufmerksamkeit dann der US-Handelsbilanz. Das Defizit soll im Juni angestiegen sein. Doch das große Thema diese Woche bleibt der Zinsentscheid der EZB, auf den ich im Laufe des Tages noch ausführlicher eingehen werde.

EUR/USD - Euro startet mit neuen Jahrestief in die europäische Session

COT Sentiment – Großspekulanten so bearish positioniert wie zuletzt im August 2012

Sentiment COT-Report

Die sogenannte Netto-Position der Finanzinvestoren im EUR/USD an der CME fiel auf -108.075 Kontrakten und damit auf den tiefsten Stand seit August 2012. Die Netto-Positionierung fiel im Vergleich zur Vorwoche um -19.252 Kontrakte, im 4-Wochenvergleich fiel der Wert um -47.299 Kontrakte. Um 7,9 Mrd. USD fiel damit die Netto-Position im EUR/USD in den letzten vier Wochen.

Sentiment SSI

Mehrheitlich setzen private Händler auf eine einsetzende Stärke des Euro gegen den US-Dollar und stemmen sich damit gegen den seit Mai bestimmenden Druck im Kurs. Aktuell ist die Position setzen 59% der Händler FXCMs aus Euro-Stärke.

Ausblick

Widerstand könnte der Kurs im Bereich des Feb.-Tiefs von 1,3476 bis zur 1,35 finden. Erholungsbewegungen könnte in diesem Bereich auf Widerstand treffen. Der Kurs bleibt als tendenziell schwach zu bewerten. Unterhalb der 1,34 könnte die 1,33 zügiger anvisiert werden und auch brechen. Der Bruch könnte weiteren Abwärtsdruck im EUR/USD einleiten. Unterhalb der 1,33 eröffnet sich Potenzial bis an die 1,31er Marke.

EUR/USD - Euro startet mit neuen Jahrestief in die europäische Session

Diskutieren Sie das Kursgeschehen im EUR/USD Talk.

Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Niall Delventhal auf Twitter: @NiallDelventhal

EUR/USD - Euro startet mit neuen Jahrestief in die europäische Session