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James Bullard schickt den EUR/USD nur kurz unter die 1,36

James Bullard schickt den EUR/USD nur kurz unter die 1,36

2014-06-27 07:20:00
Niall Delventhal, Marktanalyst
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(DailyFX.de) James Bullard, Fed-Präsident von St. Louis, bot nach der enttäuschender US BIP Kennzahl den Marktreaktionen gestern eine Gegenwehr. Eine Zinswende könnte früher als erwartet von der Fed eingeleitet werden. Einen Zeitpunkt für ein erstes Schrauben am Zins nannte er ebenfalls. Bereits zum Ende des ersten Quartals 2015 könnte die Fed diesen Schritt wählen. Nach einer um 2,9% geschrumpften US-Wirtschaft im ersten Quartal dieses Jahres werden die Skeptiker hiervon aber erst überzeugt werden müssen. Erst in meinem gestrigen Artikel griff ich ein zunehmendes Verlagern der Erwartungen in Bezug auf den Zeitpunkt der Zinswende auf. Während Janet Yellen zu Beginn des Jahres einmal flüchtig den Zeitraum Frühjahr 2014 bereits andeutete, sorgte gerade der schwache Start der US-Wirtschaft dafür, dass eher mit Mitte 2015 gerechnet wurde. Das interessante ist James Bullard ist zurzeit nicht stimmberechtigtes Mitglied, doch sollten seine Worte in den kommenden Wochen Unterstützer finden, so wären erneut Marktreaktion wie korrigierende Aktienmärkte und US-Dollar Stärke zu erwarten.

Heute wird die deutsche Inflation einen Hinweis darauf geben, ob der übergeordnete Rückgang in der europäischen Inflation endlich zunehmend auf Unterstützung stößt. Mit 1% wird die jährliche Inflation zumindest höher als im Vormonat (0,9%) erwartet. Positive und damit überraschend höhere Werte könnten den EUR/USD einen bullishen Impuls verleihen. Um 15:55 Uhr folgt das US-Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan, das höher als im Vormonat erwartet wird.

Hinsichtlich der ruhigen FX-Volatilität werden Marktteilnehmer in der kommenden Woche sich besonders dem 3. Juli annehmen wollen. Nicht nur der nächste geldpolitische Entscheid der EZB wird an diesem Tag verkündet, auch der US-Arbeitsmarktbericht, der grundsätzlich auf den ersten Freitag eines jeden Monats fällt, wird aufgrund des Unabhängigkeitstag der USA um einen Tag vorverlegt. Ausnahmen bestätigen die Regel. Nach einer eher ruhigen Woche im EUR/USD und einem Kursverlauf, der nicht fern der 1,36 führte, kann somit von der Woche mehr erwartet werden.

Ausblick

Der Boden der Konsolidierungsphase im Bereich der 1,3587 ist zurückerobert worden. Die Zeichen stehen wieder auf Seitwärtshandel bis zur 1,3682. Oberhalb hellt sich die Lage für den Euro auf. Das Hoch von Freitag bildete sich mit 1,364 deutlich unter dem vorangegangenen, d.h., die übergeordnete Sequenz fallender Hochs und Tiefs besteht weiterhin. Auf der Unterseite gilt der Blick dem Juni-Tief um 1,35. Sollte diese Marke brechen, steht das Jahrestief von 1,3476 einem Test aus. Unterhalb könnte ein Squeeze den Kurs zügig tiefer Richtung der 1,34 treiben. Mit Blick auf höhere Zeitintervalle könnte die 1,3 wieder angelaufen werden, sollte die EZB sich weiter expansiven Maßnahmen widmen.

James Bullard schickt den EUR/USD nur kurz unter die 1,36

Daily Chart erstellt mit FXCM Trading Station

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Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

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