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Britisches Pfund: Vorsicht vor einer Kippung der Zinsprognose

Britisches Pfund: Vorsicht vor einer Kippung der Zinsprognose

2014-06-10 04:52:00
John Kicklighter, Chef-Währungsstratege
Teile:

Anknüpfungspunkte:

  • Dollar stabilisiert sich, nachdem der Risiko-Run des S&P 500 abkühlt
  • Britisches Pfund: Vorsicht vor einer Kippung der Zinsprognosen
  • Euro stürzt ab, während Anleihen der Eurozone steigen

Dollar stabilisiert sich, da Risiko-Run des S&P 500 abkühlt

Die Risikoneigungstrends gaben in ihrem jüngsten Vorstoß zu einer Rekord-Überschwänglichkeit deutlich nach, und die Atempause war für den sicheren Hafen Dollar willkommen. Der Dow Jones FXCM Dollar Index (Ticker = USDollar) verzeichnete einen leichten Gewinn im Laufe des Tages, und seine Leistung gegenüber seinen Hauptgegenstücken war im Allgemeinen gemischt. Dennoch, das Potential hat sich zugunsten der Benchmark festgesetzt. Mit dem unglaublichen Griff nach einer Rückkehr, die den S&P 500 auf Rekordhochs gebracht hatte, verstärkte sich das Leverage auf beispiellose Levels, und die kurzfristigen Trader übernahmen die Zügel der Value-Investoren; der Greenback hat überraschenderweise einem starken Bären-Schwung standgehalten. Falls das Wachstum und die Rückkehr die Risikoneigung der langfristigen Investoren dämpft und die Trader zumindest vorübergehend beim Kauf der Dips nachlassen, kann die Wende der aktuellen Situation den Dollar materiell unterstützen.

Britisches Pfund: Vorsicht vor einer Kippung der Zinsprognosen

Die Zinserwartungen sind für das Britische Pfund wichtig. In den letzten 12 Monaten stieg der Sterling gegenüber dem Euro um 5 Prozent, gegenüber dem Dollar um 7 Prozent, und der Japanische Yen verlor ihm gegenüber 11 Prozent. Diese Gewinne wurden zusammen mit einer beinahe Verdoppelung der 10-Jahres-Anleihenrenditen und einem Anstieg um 65 Prozent der 1-Jahres-2-Jahres Swap-Rate erbracht, da ein beständiger Ausblick der Zinssätze definitiv restriktiv wurden. Im Laufe der letzten Woche erlebten wir, dass einige Umfragen die Erwartungen einer möglichen Zinserhöhung unter den Spekulanten und Durchschnittsbürgern stützten. Wenn die Erwartung in Bezug auf ein Ereignis so einhellig ist, gibt es nur begrenzten Spielraum für eine Weiterentwicklung, und es besteht die Gefahr, dass sie beginnt, an Boden zu verlieren. Das ist die Gefahr, der wir uns mit einer Datenrunde aussetzen, und sie beginnt heute mit der Aktivität des verarbeitenden Gewerbes für April und der BIP-Schätzung für Mai von NIESR.

Euro fällt während Anleihen der Eurozone steigen

Die EZB befindet sich in einer ironischen, jedoch problematischen Situation. Die Zinssenkung letzte Woche und die ausgelegten Pläne, um die Bilanz der Zentralbank zu erhöhen ist eigentlich eine sichere Kombination, um eine Währung tiefer zu treiben… unter normalen Marktbedingungen. Unter den aktuellen Umständen wirkt die zusätzliche Unterstützung eher als Bremsklotz für jene, die höhere Erträge mit den risikoreichen Anleihen der Eurozonen-Peripherie suchen. Tatsächlich stürzte die italienische 10-Jahres-Staatsanleihenrendite auf ein Rekordtief von 2,70 Prozent, Griechenlands 10-Jahres-Anleihenrenditen auf ein Vierjahrestief von 5,77 Prozent und Spaniens Zinssatz fiel sogar unter das seines US-Gegenstücks. Dies bedeutet nicht, dass sie mit dem Benchmark Safe Haven gleichwertig sind– sie werden viel weniger bevorzugt. Stattdessen zeigt dies die spekulative Seite der Geldpolitik. Falls dieses Risikoneigung einschlägt, könnte der EUR/USD rasch unter 1,3500 fallen.

Der Japanische Yen übersteht ein breites Spektrum an Wirtschaftsdaten mit nur geringen Auswirkungen auf die Währung

Was die Fundamentalanalyse betrifft, muss vor allem eines beachtet werden: Was genau ist dem Markt wichtig – oder den tradenden Massen, die den "Markt" ausmachen. Obwohl die wirtschaftliche Stärke Japans internationalen Investmanagern sicherlich am Herzen liegt, gerät dieser eher theoretische Gesichtspunkt der Attraktivität der Währung ins Hintertreffen angesichts der Auswirkungen der Niedrigzinswährung auf den Carry Trade. Zum Auftakt dieser 24 Stunden standen Wirtschaftsdaten höchsten Kalibers auf dem Plan. Die Handelszahlen für den April, eine GDP-Revision und Stimmungsumfragen schienen das fundamentale Profil des Yen zu stärken. Trotzdem ermutigt eine risikofreundliche Stimmung japanische und weltweite Anleger dazu, höhere Renditen anzupeilen – auf jeden Fall höher als die Renditen, die derzeit in Japan zu erzielen sind…

Chinesischer Yuan verzeichnet Rallye nach positivem Handelsbericht, Stimulus-Interesse auf neuem Hoch

Der chinesische Offshore Renminbi (CNH) droht damit, seinen fünf Monate anhaltenden Bärentrend gegenüber dem Dollar erneut aufzunehmen. Als Fortsetzung seiner Bewegung vom Freitag stieg die Währung am Montag gegenüber dem Greenback um 0,3 Prozent. In dieser Bewegung gibt es sicherlich ein Risikoelement, da die chinesischen Märkten den Investoren einen viel attraktivere Rendite bieten. Aber dieser Wunsch nach Rendite wird deutlich von den Daten verstärkt, die zu Beginn der Woche veröffentlicht wurden. Der Handelsbericht für Mai verdoppelte die Zahlen des Vormonats mit einem Überschuss von $35,9 und einem sprunghaften Anstieg von 7 Prozent bei den Exporten. Die inländischen Probleme, die bei den Importen zu einem Rückgang von 1,6 Prozent führten, scheinen vorläufig nicht mehr so dringend zu sein. Gleichzeitig scheinen Gerüchte über einen chinesischen Stimulus nie weit weg zu sein. Trotz des Ratschlags des IWF gegen weitere Lockerungen (und sich stattdessen auf Reformen zu konzentrieren) versprachen die Entscheidungsträger des Landes, die Kredite zu erhöhen.

Schwellenmärkte steigen, FX-Leistung gemischter

Die Trends bei der Risikoneigung waren auf den Tag bezogen nicht besonders stark ausgeprägt, aber stark genug, um den Schwellenmärkte neue Hochs zu verschaffen. Der MSCI EM ETF übertraf knapp den bullischen Oktober-Swing und schloss auf seinem höchsten Stand seit 13 Monaten. Diese dreitägige Hausse des Kapitalmarkt-Barometers spiegelte sich auch im Bloomberg Emerging Market Sovereign Bond Index wieder, der selbst ein neues Rekordhoch ausbildete. Was die Devisenmärkte betrifft, fiel das Vertrauensvotum nicht ganz so einheitlich aus. Kurz vor der Weltmeisterschaft lieferte der Brasilianische Real die beste Performance in der Gruppe ab mit einer Rallye von 0,8 Prozent gegenüber dem Dollar – dies kommt zur dreitägigen Hauss mit einen Kursgewinn von 2,2 Prozent noch hinzu. Trotz einer Warnung seitens des Finanzministeriums, die Messgrößen zu beachten, was zu Vergeltungsmaßnahmen führen könnte, legte der Koreanische Won um beeindruckende 0,4 Prozent zu. Beim Mexikanischen Peso hatten die Bären das Ruder stärker in der Hand, was zu einem Einbruch um 0,8 Prozent führte, trotz weiterhin solider VPI-Zahlen.

Die Reaktion bei Gold auf den EZB Stimulus war bereits einkalkuliert

Bei den europäischen Aktien und festverzinslichen Anlagen ist weiterhin der positive Einfluss der neuen geldpolitischen Unterstützung der EZB zu spüren, während die Währung erneut Not leidet. Gold glänzte bei diesem Moral-Hazard-Spiel bemerkenswerterweise mit Abwesenheit. Auf dem Höhepunkt des anfänglichen Stimulus-Wettrüstens zwischen der Fed und der EZB war das Edelmetall so hoch geschätzt, dass es nach dem Policy Meeting vergangenen Donnerstag mit Müh und Not eine Rallye von 0,8 Pozent vortäuschen konnte und hat seitdem langsam nachgegeben. Der Markt scheint kein Problem damit zu haben, höherverzinsliche Anlagen in der Eurozone höher zu treiben, trotz des Rückgangs bei den Benchmark-Renditen oder einfach in eine andere Währung und ihre Märkte zu übertragen. In der Zwischenzeit bleibt die Nachfrage nach Gold bei den ETFs auf einem fast fünfjährigen Tief und der Netto-Long spekulative Futures Interest ging letzte Woche um weitere 19 Prozent zurück. Laut dem SSI lässt das bullische Bid selbst bei den Retail-Tradern nach .**Holen Sie sich den Wirtschaftskalender auf Ihre Charts mit der DailyFX Nachrichten-App.

WIRTSCHAFTSDATEN

GMT

Währung

Veröffentlichung

Umfrage

Vorherig

Kommentare

21:30

CNY

Verbraucherpreisindex (im Jahresvergleich) (MAI)

2,4%

1,8%

Ein erneutes Aufkommen des Inflationsdrucks könnte das Gleichgewicht der PBoC zwischen Reform und Wachstum beeinträchtigen

21:30

CNY

Erzeugerpreisindex (im Jahresvergleich) (MAI)

-1,5%

-2,0%

21:30

AUD

NAB Konjunkturoptimismus (MAI)

6

Der Konjunkturoptimismus hat in den letzten Monaten stark nachgelassen

21:30

AUD

NAB Geschäftsbedingungen (MAI)

0

21:30

AUD

Hypotheken (APR)

0,2%

-0,9%

Die Kreditzahlen in Australien werden zu einem immer stärker überwachten Aspekt der Volkswirtschaft, so wie in den USA, der UK und der Eurozone

21:30

AUD

Investitionsdarlehen (APR)

-0,8%

21:30

AUD

Beleihungswert (M/M) (APR)

-1,2%

5:45

CHF

Arbeitslosenquote, saisonbereinigt (MAI)

3,1%

3,2%

Fiel von 3,5% zu Jahresbeginn auf 3,2%, ein positives Resultat, das kaum eine Änderung bei der SNB verursachen wird.

5:45

CHF

Arbeitslosenquote (MAI)

3,1%

3,2%

6:00

JPY

Aufträge Maschinenwerkzeuge (im Jahresvergleich) (MAI P)

48,7%

6:30

EUR

Banque de France Wirtschaftsstimmung (MAI)

98

Die französische Industrieproduktion und die Produktion des verarbeitenden Gewerbes, beide annualisiert, sollten auf ihren tiefsten Stand seit einem Jahr fallen.

6:45

EUR

Französische Industrieproduktion (J/J) (APR)

-2,0%

-0,8%

6:45

EUR

Französische Produktion des verarbeitenden Gewerbes (J/J) (APR)

-0,6%

1,5%

7:15

CHF

Einzelhandelsumsätze (Real) (im Jahresvergleich) (APR)

3,0%

8:00

EUR

Italienische Industrieproduktion, saisonbereinigt (M/M) (APR)

0,4%

-0,5%

Ein weiteres Teilchen im Puzzle der Wirtschaftsaktivität, das sonst vom Anreiz der Kapitalströme beherrscht wurde

8:00

EUR

Italienische industrielle Produktion, arbeitstäglich bereinigt (J/J) (APR)

-0,1%

-0,4%

8:30

GBP

Industrieproduktion (im Monatsvergleich) (APR)

0,4%

-0,1%

Von der Aktivität des herstellenden Gewerbes in der UK wird erwartet, ihren höchsten Stand seit über drei Jahren zu erreichen.

8:30

GBP

Industrieproduktion (im Jahresvergleich) (APR)

2,8%

2,3%

8:30

GBP

Produktion des verarbeitenden Gewerbes (im Monatsvergleich) (APR)

0,4%

0,5%

8:30

GBP

Produktion des verarbeitenden Gewerbes (im Jahresvergleich) (APR)

4,0%

3,3%

11:30

USD

NFIB Optimismus der Kleinbetriebe (MAI)

95,2

14:00

GBP

NIESR Bruttoinlandsprodukt, Schätzung (MAI)

1,0%

Die UK-Volkswirtschaftszahlen stehen auf ihrem höchsten Stand seit 4 Jahren, gemäß den Schätzungen von NIESR, setzt jedoch die BoE nicht unter Druck, die Zinsen zu erhöhen. Der Fokus der BoE liegt auf die Absorption des Leerlaufs.

14:00

USD

Großhandelsvorräte (APR)

0,5%

1,1%

Die jüngsten Nachrichten aus den USA waren besser als die Markterwartungen, und positive Überraschungen sind möglich

14:00

USD

Großhandelsumsätze (M/M) (APR)

0,9%

1,4%

22:45

NZD

Kreditkartenausgaben im Einzelhandel (M/M) (MAI)

0,5%

0,3%

Die letzten Daten vor der Sitzung der RBNZ – werden kaum ihre Haltung beeinflussen

22:45

NZD

Kartenausgaben in Neuseeland (im Monatsvergleich) (MAI)

-0,4%

23:50

JPY

BSI-Index Großunternehmen, alle Industrien (im Quartalsvergleich) (2Q)

12,7

Dieser Maßstab für die wirtschaftliche Stimmung dient als Messung des Wachstums, der Beschäftigung und des Investments

23:50

JPY

BSI-Index Großunternehmen, verarbeitendes Gewerbe (im Quartalsvergleich) (2Q)

12,5

23:50

JPY

Inländischer Warenpreisindex Unternehmen (J/J) (MAI)

4,1%

4,1%

GMT

Währung

Kommende Ereignisse & Ansprachen

8:00

EUR

EZBs Erkki Liikanen spricht über Euro-Wirtschaft

14:00

EUR

Yves Mersch der EZB spricht über die Euro-Wirtschaft

16:00

AUD

RBA-Vorsitzender Stevens spricht vor San Fran Fed Symposium

23:00

USD

Aktualisierung der Wachstumsprognosen der Weltbank

UNTERSTÜTZUNGS- UND WIDERSTANDSLEVELS

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KLASSISCHE UNTERSTÜTZUNG UND WIDERSTAND

EMERGING MARKETS 18:00 GMT

SKANDINAVISCHE WÄHRUNGEN 18:00 GMT

Währung

USD/MXN

USD/TRY

USD/ZAR

USD/HKD

USD/SGD

Währung

USD/SEK

USD/DKK

USD/NOK

Widerstand 2

13,5800

2,3800

12,7000

7,8165

1,3650

Widerstand 2

7,5800

5,8950

6,5135

Widerstand 1

13,1500

2,3000

11,8750

7,8075

1,3250

Widerstand 1

6,8155

5,8475

6,2660

Spot

12,8722

2,0841

10,3517

7,7535

1,2532

Spot

6,6218

5,4699

5,9586

Unterstützung 1

12,8350

2,0700

10,2500

7,7490

1,2000

Unterstützung 1

6,0800

5,3350

5,7450

Unterstützung 2

12,6000

1,7500

9,3700

7,7450

1,1800

Unterstützung 2

5,8085

5,2715

5,5655

INTRA-DAY PROBABILITY BANDS 18:00 GMT

\CCY

EUR/USD

GBP/USD

USD/JPY

USD/CHF

USD/CAD

AUD/USD

NZD/USD

EUR/JPY

Gold

Wid. 3

1,3733

1,6938

102,62

0,9010

1,0921

0,9313

0,8624

140,19

1312,56

Wid. 2

1,3711

1,6914

102,45

0,8994

1,0906

0,9295

0,8605

139,91

1307,65

Wid. 1

1,3690

1,6890

102,28

0,8978

1,0891

0,9277

0,8587

139,64

1302,74

Spot

1,3646

1,6843

101,93

0,8946

1,0860

0,9241

0,8550

139,09

1292,91

Unter. 1

1,3602

1,6796

101,58

0,8914

1,0829

0,9205

0,8513

138,54

1283,08

Unter. 2

1,3581

1,6772

101,41

0,8898

1,0814

0,9187

0,8495

138,27

1278,17

Unter. 3

1,3559

1,6748

101,24

0,8882

1,0799

0,9169

0,8476

137,99

1273,26

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