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Anziehene Inflation in der Eurozone - EUR/USD schnellt wieder über 1,38

Anziehene Inflation in der Eurozone - EUR/USD schnellt wieder über 1,38

2014-04-30 11:05:00
Niall Delventhal, Marktanalyst
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(DailyFX.de) Auch wenn die Teuerungsrate der Eurozone heute die Erwartung von 0,8% nicht erfüllte, so verweist die heute von Eurostat herausgegebene Kennzahl von 0,7% einen wertvollen Anstieg für die Eurozone auf. Die Risiken einer Deflation lassen nach und lassen die letzten zunehmend expansive Geldpolitik befürwortende Worte der EZB Notenbanker nicht mehr als allzu kraftvoll erscheinen.

Der EUR/USD, der gerade Gefahr lief deutlich unter die 1,38 zu fallen, schnellte wieder über die Marke. Auch die Kerninflation verzeichnete einen Anstieg auf 1%.

Anziehene Inflation in der Eurozone - EUR/USD schnellt wieder über 1,38

Sollte der Trend fallender Teuerungsraten sich in der Eurozone einem Ende geneigt haben und sich in den kommenden Monaten weitere Anstiege verzeichnen, so werden weitere expansive Schritte der EZB unwahrscheinlicher. Das wäre potenziell ein Faktor der für weitere Kraft im EUR/USD sprechen könnte.

Erst gestern wurde die Inflation in Deutschland veröffentlicht. Auch die Teuerungsrate in Deutschland stieg an. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Preise um 1,3%, doch auch nicht hier um die erwarteten 1,4%.

Vom deutschen Einzelhandel wurden heute enttäuschende Umsätze veröffentlicht. Im März fielen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 1,9%. Die deutsche Arbeitslosenquote konnte bei 6,7% verharren, doch der Rückgang von 25.000 Arbeitsplätzen fiel größer aus als mit 10.000 erwartet wurde. Überzeugen konnte das spanische Bruttoinlandsprodukt, das über den Erwartungen herausgegen wurde. Im ersten Quartal konnte die spanische Wirtschaft um 0,6% im Vergleich zum ersten Quartal des letzten Jahres wachsen. Die Erwartung lag hier lediglich bei 0,5%.

Mit bedeutenden US-Daten wie den ADP-Arbeitsmarktdaten, die eine Tendenz für die am Freitag anstehende Arbeitsmarktdaten der BLS bieten können, dem US-BIP und dem Zinsentscheid der FOMC bleibt der weitere Verlauf vorraussichtlich volatiler.

Geldpolitische Lagebeurteilung der FOMC

Bereits gestern setzten sich die FOMC Mitglieder zusammen, um über die Geldpolitik in den USA zu entscheiden. Die Verkündung dieser geldpolitischen Lagebeurteilung erfolgt heute Abend um 20:00 Uhr. Erwartungsgemäß werden die quantitativen Maßnahmen um weitere 10 Mrd. USD reduziert. Die Aussicht auf eine konjunkturelle Erholung wird die Entscheidungsträger dazu bewegen, das zuletzt auf 55 Milliarden US-Dollar zurückgefahrene Programm weiter zu reduzieren. Bereits diesen Herbst wird es bei diesem schrittweisen Rückzug dann ganz auslaufen. Diese restriktive Maßnahme des “Tapering” ist bereits zum großen Teil eingepreist und wird womöglich nicht in größeren Kursreaktionen resultieren. Hinsichtlich eines Zinsausblicks werden Marktteilnehmer jedoch reichlich gespannt sein. Auch positive US BIP Kennzahlen ließen die Wahrscheinlichkeit einer zeitnahen Zinswende der Fed ansteigen und könnten für den US-Dollar sich übergeordnet bullish erweisen.

Ausblick

Den Kurs des Währungspaares schätze ich oberhalb der 1,38 weiterhin mit bullishem Potenzial ein. Ein Vorstoß des EUR/USD über die 1,388, ließe das 2,5 Jahreshoch von 1,396 anvisieren, folgend die 1,4. Ein nachhaltiger Bruch durch die 1,378 würde auf weitere Schwäche deuten und könnte auf die Unterstützung um 1,37 abzielen.

Diskutieren Sie das Währungspaar im EUR/USD Talk.

Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Niall Delventhal auf Twitter: @NiallDelventhal

Anziehene Inflation in der Eurozone - EUR/USD schnellt wieder über 1,38

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