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DAX: Ost-West-Konflikt, NYSE-Leverage - 10.000er Marke ade?

DAX: Ost-West-Konflikt, NYSE-Leverage - 10.000er Marke ade?

2014-04-08 15:02:00
Jens Klatt, Marktstratege
Teile:

(DailyFX.de) – Auch am Dienstag haben den DAX verstärkt Gewinnmitnahmen erwischt, der deutsche Leitindex fiel in der Spitze um 1,5% ausgehend von seinen Tageshochs sogar kurzzeitig unter das 9.400er Level.

Tatsächlich scheinen sich derzeit Gewinnmitnahmen, aber auch Aktien-Verkäufe infolge wieder aufflackernder Ängste bezüglich einer Eskalation des Ost-West-Konflikts durch die Unruhen in der Ost-Ukraine zu vermischen.

Und wenn dies noch nicht genug wäre, machte heute unter Händlern die Runde, dass einige Hedge Funds, besonders Technologie-Werte-basierte, ihre schlechteste Tagesperformance seit Juni 2012 zu verzeichnen hatten. So berichtete Goldman Sachs VIP-Basket Hedge Fund, dass dieser den S&P500 um über 100 Basispunkte (=1%) underperformt hat, was einer Bewegung entspricht von Drei-Standardabweichungen und somit die schlechteste Performance seit 2012.

(Quelle: http://www.zerohedge.com/news/2014-04-08/slaughter-hedge-funds-have-worst-day-june-2012)

Etwas weniger technisch bedeutet dies, dass ein solche Performance (positiv oder negativ) nur in rund drei von 1.000 Fällen ausgehend von den Risiko-Modellen des Fund-Betreibers auftritt (oder: sehr unwahrscheinlich ist).

Noch etwas vereinfacht ließe sich sagen: so etwas tritt häufig nur auf, wenn der Marktteilnehmer stark fremdkapitalbasiert am Markt unterwegs ist, was allerdings dann auch nicht mehr so neu ist (man lese in diesem Zusammenhang meinen Quartalsausblick http://bit.ly/1hnn03Y):

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Ich will an dieser Stelle jetzt nicht die bevorstehende Apokalypse ausrufen, dafür ist es sicherlich noch etwas zu früh.

Aber das Risiko, dass es hier zu Flächenbränden kommt ist enorm groß. Denn die Reduktion dieses Hebels erfolgt über den Verkauf von großen Aktienpaketen. Und diese US-Aktien, welche von solchen Verkaufswellen wohl am stärksten betroffen wären (z.B. General Motors, Apple, Google, AIG oder Citigroup) stehen in den kommenden Wochen mit der Veröffentlichung ihrer Quartalsergebnisse für Quartal 1 2014 im Fokus der Marktteilnehmer.

Entäuschungen hier sind vor diesem Hintergrund dann eher mit stärkeren Kursschwankungen gezeichnet als üblich.

Und während der große Bruder S&P500 wenigstens noch einmal marginal neue Allzeithochs hat markieren können, lässt der DAX gleiches vermissen. Wenn sich hieraus eine entsprechende relative Schwäche für den DAX ableiten lässt, dann sehe ich im DAX schneller einen Test der Jahrestiefs um 8.900 Punkten als dass der Verlauf der vergangenen drei Wochen mit einem Kursplus von rund 9% hätte vermuten lassen.

Technisch relevante Level sehe ich im DAX ganz klar im Bereich zwischen 9.370 / 390 Punkte. Sollte es den Bullen nicht gelingen dieses Niveau zu verteidigen, wäre der Weg in Richtung der 9.200er Region frei, ein schneller Verkauf in diese Gefilde wäre wahrscheinlich.

Eine erste kurze Aufhellung des bearishen Wochenverlaufs bisher, sehe ich mit einem Rücklauf und Schluss oberhalb von 9.550 Punkten, wirklich bullish würde das Bild aber erst mit der Markierung neuer Allzeithochs.

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Chart erstellt mit FXCMs Trading Station II / Marketscope

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de

Um Jens Klatt zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Jens Klatt auf Twitter: @JensKlattFX

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