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DAX weiter unter Druck, 9.500er Level Schlüsselmarke, Break sogar mit Potential unter 9.400er Marke

DAX weiter unter Druck, 9.500er Level Schlüsselmarke, Break sogar mit Potential unter 9.400er Marke

2014-04-07 14:20:00
Jens Klatt, Marktstratege
Teile:

(DailyFX.de) – Der DAX geriet zum Start in die neue Handelswoche unter Druck, wurde unter das 9.600er Level verkauft und konnte dieses auch mit der US-Kassa-Eröffnung nicht wieder zurückerobern, testete sogar zunächst die Region um 9.500 Punkte.

Der DAX bleibt somit zumindest bis zum Sitzungsprotokoll der FED am Mittwochabend vom Halten der Region um 9.480 / 500 Punkte anfällig, ein Unterschreiten ebnete den Weg in Richtung des Bereichs 9.370 / 400 Punkte.

Während heute früh, ausgehend vom stärksten Intraday-Drop im Nasdaq am Freitag seit November 2011, an einigen Stellen zu lesen war, dass besonders der Technologie-Sektor der Hauptgrund für den Verkauf im deutschen Leitindex war, bin ich diesbezüglich doch sehr skeptisch. Zum einen spielen Technologie-Werte im DAX keine so große Rolle. Zum anderen ist der DAX ausgehend von seinem Jahrestief um 8.900 Punkte in drei Wochen über 8% gestiegen. Da sind erste Gewinnmitnahmen nur eine Frage der Zeit.

Insgesamt ist die Sorglosigkeit an den Aktienmärkten derzeit beängstigend. Gut einen Monat ist es her, dass die Krim-Krise die Schlagzeilen beherrschte, aktuell lockt das bestehende Risiko, dass es zu einem Überschwappen der Krim-Krise auf die Ost-Ukraine, angeheizt durch Unruhen in der Ukraine am Wochenende, keine Maus hinterm Ofen hervor.

Zudem zeigt ein Blick auf die europäischen Anleihemärkte, wie absurd es derweil am Markt zugeht. Da haben 5-jährige italienische und spanische Bonds aktuell Zins-Koupons mit 2,75% bzw. 2,5% und sind ausgehend von ihren Kursen effektiv mit 1.719% und 1.761% verzinst. Zum Vergleich: US-amerikanische Bonds haben aktuell einen 1.65%-Zins-Koupon und eine effektive Verzinsung von 1.7005%. Rational ist kaum zu erklären, warum Italien und Spanien mit Jugendarbeitslosigkeitsquoten von knapp 50% derzeit eine nahezu gleiche Bonität wie der Weltwirtschaftsmacht USA zugestanden wird. Plausibel ist hier lediglich die ausgesprochene Bürgschaft der EZB im Juli 2012 "Man werde alles tun um den Euro zu erhalten...", der bis zum heutigen Tag keinerlei reale Interventionen gefolgt sind.

Klar sollte sein: nur weil niemand mehr über diese realen Gefahren (Euro-Schuldenkrise, militärische Eskalation in der Ukraine) spricht, heißt das noch lange nicht, dass diese Probleme nachhaltig gelöst sind.

Wie lange dieser Moral Hazard am Markt noch weitergeht (Die Notenbanken werden es im Extremfall schon richten...), bleibt abzuwarten. Im Hauptfokus der Marktteilnehmer dürfte weiter das FED-Sitzungsprotokoll am Mittwoch stehen.

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Quelle: DailyFX Wirtschaftsdatenkalender

Sollte dieses zeigen, dass ein Großteil der Mitglieder der stimmberechtigten FED-Mitglieder für eine Anhebung des Leitzinses nach der vollständigen Rückführung von QE in der ersten Hälfte 2015 stimmen würde, würde das Zudrehen der Geldschleusen die Aktienmärkte und somit auch den DAX schwerer treffen. Wo vorher die Devise galt "Tanzt solange wie die Musik noch spielt", konnte dann schnell der Ausspruch "Rette sich wer kann!" gelten und der DAX schnell unter das 9.000er Level fallen.

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Chart erstellt mit FXCMs Trading Station II / Marketscope

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de

Um Jens Klatt zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Jens Klatt auf Twitter: @JensKlattFX

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