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Forex: US Dollar Abverkäufe nähern sich möglicherweise einem wichtigen Wendepunkt

Forex: US Dollar Abverkäufe nähern sich möglicherweise einem wichtigen Wendepunkt

2014-02-17 04:35:00
Ilya Spivak, Head Strategist, APAC
Teile:

Anknüpfungspunkte:

  • Der US-Dollar wurde verkauft, als die asiatischen Märkte sich nach der Wall Street Rallye am Freitag eine Aufholjagd lieferten.
  • Flaute beim europäischen und US Eventrisiko sorgt für einen ruhigen Start in die Tradingwoche
  • Fed Protokolle und US VPI könnten das Sentiment erneut eintrüben sowie Dollar und Yen Auftrieb verschaffen

Der US Dollar sieht sich zum Start der Tradingwoche weiterhin mit breit basiertem Abverkaufsdruck konfrontiert, da die asiatischen Märkte sich nach der Wall Street Rallye am Freitag eine Aufholjagd lieferten, die den Benchmark S&P 500 Index auf seinen höchsten Stand seit 22. Januar klettern ließ. Dieser Bereich entspricht dem Kursniveau, auf dem der Kurs am Vorabend des reflexartigen Abverkaufs, der eintrat, nachdem sich eine bunte Mischung an Schwellenmarkt-Ängsten abzeichnete, gehandelt wurde.

In der Zwischenzeit ist der stark beachtete VIX Volatilitätsindex – der sogenannte "Angstpegel" der Anleger – nun ebenfalls zu seinem Ausgangspunkt, als die Panik begann, zurückgekehrt. Darüber hinaus zeigen die neuesten Positionierungszahlen des CFTC, dass die Spekulanten erneut netto-long bezüglich des S&P 500 sind, da die Futures am 4. Februar den höchsten netto-short Wert in acht Monaten aufwiesen.

Ein leerer europäischer Wirtschaftskalender und ein US-Marktfeiertag werden voraussichtlich kurzfristig für Ruhe auf dem Parkett sorgen, aber Bedenken bezüglich des großen Ganzen könnten die Risikosituation in der kommenden Woche neu beleben. Per Saldo bleibt die größte Stolperfalle die Diskrepanz zwischen den enttäuschenden US-Wirtschaftsdaten und der festen Entschlossenheit der Federal Reserve, die Drosselung der QE-Anleiheaufkäufe fortzusetzen.

Die Mitschrift der Januarsitzung des FOMC und die US VPI Zahlen sind die Top-Ereignisse. Die US Zentralbank scheint die Absicht zu verfolgen, über die kurzfristigen Ergebnisse hinweg zu sehen und ihren QE-Drosselungszyklus von 10 Mrd. US-Dollar/Monat fortzusetzen. Was das betrifft, steigt die Hauptzahl der Inflation im Jahresvergleich auf ein sechsmonatiges Hoch. Eine sich abschwächende Wachstumsdynamik, gekoppelt mit abebbender Fed-Unterstützung könnte breitere Befürchtungen hinsichtlich weltweiter Wachstumsbesorgnisse hervorrufen. Natürlich lässt dies nichts Gutes für die Marktstimmung ahnen.

Der aggressive US Dollar Verkauf in den letzten Wochen spiegelte die Abschwächung der EM-bezogenen Negativität wieder. Dies bedenkend, könnte die erneute Verschlechterung bei den sentimentabhängigen Anlagen den Prozess umkehren und den Greenback wieder beflügeln. Der sichere Hafen Japanischer Yen kann seinerseits ebenfalls davon profitieren, während die risikoabhängigen Währungen Australischer und New Zealand Dollar den Großteil des Abverkaufsdrucks zu spüren bekommen.

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