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Boom Jahrzehnt Australiens geht zu Ende - langfristige AUD Schwäche zu erwarten

Boom Jahrzehnt Australiens geht zu Ende - langfristige AUD Schwäche zu erwarten

2014-02-13 08:26:00
Erik Welne, Junior Marktanalyst
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(DailyFX.de) – Die neuesten australischen Arbeitsmarktzahlen enttäuschten ein weiteres Mal. Der australische Dollar erlebte wieder eine Verkaufswelle von beinahe 100 Pips womit sich meine Prognose eines niedrigeren AUD/USD Kurses im Zuge der Datenveröffentlichung bestätigte. Für mich präsentiert sich damit die weiterhin problematische Lage der australischen Wirtschaft, insbesondere die strukturelle Abhängigkeit vom Minensektor und der steigenden Teilzeitbeschäftigung, als ungelöst.

Die wichtigsten Gesprächspunkte im Überblick:

  • Beschäftigung -3,7 Tsd. gegenüber +15 Tsd. erwartet
  • Arbeitslosenquote: 6,0% gegenüber 5,9% erwartet und 5,8% im Vormonat
  • Erwerbsquote stagniert bei 64,5%
  • Strukturelle Schwäche stellt Geld- und Fiskalpolitik vor Herausforderung
  • Nicht Konkurrenzfähiges Schulsystem
  • höhere Inflation (importiert + Asset Preis Blase) beschränkt Zinssenkungsmöglichkeit

Was hinzu kommt ist die Veränderung der Zusammenfassung der Beschäftigung. Viele einfach ausgebildete Arbeiter im Rohstoffabbausektor verdienten über Jahre hinweg sechsstellige Jahresgehälter. Der Boom Australiens war deshalb breit gefasst und vom Konsum und Häuserkauf dieser Gesellschaftsschicht weiter befeuert worden.

Mit sinkenden Investitionen der Minenbetreiber in Australien und einem stagnierenden Arbeitsmarkt in diesem Sektor, haben die vergleichsweise schlecht ausgebildeten Australier wenig Chance, in anderen Industriezweigen unterzukommen. Dies wird von den Zahlen aus dem Teilzeitsektor unterstrichen. Noch immer sind 75% aller neugeschaffenen Stellen nur im Teilzeitbereich und im vergleichsweise schlecht bezahlten Dienstleistungsbereich angesiedelt.

Für die Fiskal- und Geldpolitiker stellt sich die Frage, mit welchen Mitteln dieser Malaise am besten begegnet wird. Die Zinspolitik der Reserve Bank of Australia (RBA) ist nahe am unteren Rand dessen, was geldpolitisch vertretbar ist, angekommen. Die gestiegenen Inflationsaussichten aufgrund der höheren importierten Inflation (aufgrund des niedrigeren AUD Kurses) und der Immobilienpreissteigerungen machen es den Notenbankern schwierig, die Zinsen nochmals zu senken um die Wirtschaft anzukurbeln. Im letzten Policy Statement war genau diese Zwickmühle beschrieben worden.

So bleibt der Regierung in Canberra unter dem Premierminister Tony Abbot letztlich nur das Mittel von tiefergehenden Reformen, welche vor allem das nicht konkurrenzfähige Schul- und Hochschulsystem verbessern und eine Diversifizierung der Wirtschaft (nur 10% der Wirtschaftsleistung geht auf das Konto der verarbeitenden Industrie) anstreben müssen. Solche Schritte werden auf lange Sicht unabdingbar. Eine schnelle Lösung präsentiert sich hingegen nicht.

Fazit: Mit der vergleichsweisen hawkishen FED Vorsitzenden Yellen vom Dienstag und den enttäuschenden Arbeitsmarktdaten haben sich 2 der Szenarien erfüllt, die ich in meiner Analyse zum Wochenbeginn beschrieb. Eine Rückkehr der Volatilität in den EMs wäre ein weiterer Grund, die kürzliche Rallye des Aussie für Short Positionierungen zu nutzen.

AUDUSD H1

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Analyse geschrieben von Erik Welne, Junior Marktanalyst von DailyFX.de

Um Erik Welne zu kontaktieren, senden Sie eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Erik Welne auf Twitter: @ErikWelne

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