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GBP/USD - Inflationsbericht erhöht Wahrscheinlichkeit einer baldigen  Zinsanpassung

GBP/USD - Inflationsbericht erhöht Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinsanpassung

2014-02-12 12:21:00
Niall Delventhal, Marktanalyst
Teile:

Inflationsbericht: veröffentlicht um 11:30 Uhr, zu den offiziellen Dokumenten der Bank of England – hier

Leitzins der Bank of England: 0,50%

Aktuelle Inflation: 2,00%

Inflationsziel der Bank of England: 2,00%

Arbeitslosenquote: 7,1%

Nächster Zinsentscheid der Bank of England: 6 März 2014

(DailyFX.de) Für das Währungspaar GBP/USD bot der Inflation Report eine wertvolle Bestätigung der wirtschaftlichen Entwicklung und der in den letzten Wochen bereits angeheizten Spekulationen einer geldpolitisch restriktiveren Haltung der Bank of England. Restriktiver soll die Bank of England werden und diesen Ausblick festigte heute der Inflation Report.

Die konjunkturelle Erholung setzte in den vorangegangen Monaten verstärkt ein. Im Vergleich zu den letzten zwei Reports deutet der aktuelle Bericht auf eine frühere restriktive Haltung der Bank of England. Vierteljährlich erscheint der Bericht der Bank of England und die Terminzinssätze verlaufen steiler als in den Nov. & Aug. Berichten. Infolge des Reports preisten Zinsterminkontrakte die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinserhöhung der Bank of England bis Dezember 2014 mit 44% ein.

GBPUSD_Inflationsbericht_12.02.2014_body_Picture_3.png, GBP/USD - Inflationsbericht erhöht Wahrscheinlichkeit einer baldigen  Zinsanpassung

Quelle: Inflation Report, Feb. 2014, Bank of England

Britische Konjunktur und nahezu erreichter Schwellenwert der Arbeitslosenquote

Die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs verzeichnete mit 1,9% in 2013 den stärksten Anstieg seit sechs Jahren. Die Entwicklung basierte primär auf Konsumausgaben. Die weichende Unsicherheit sowie Verbesserungen der Bedingungen für Kreditaufnahmen führten zu einer geringeren Sparquote. Auch der kurzfristige Ausblick sei robust. Ein zuversichtliches Geschäftsklima deutet auf einen Wachstum der Unternehmensinvestitionen. Auch im ersten Quartal des Jahres könnte laut Konjunkturumfragen der Wachstum robust ausfallen. Die Aufhellung der gesamtwirtschaftlichen Lage hätte sich ebenfalls am Immobilienmarkt gezeigt. Im letzten Quartal stieg die Anzahl an Transaktionen im Immobiliensektor um 25% im Vergleich zum Vorjahr und das parallel zu steigenden Immobilienpreisen.

Als enttäuschend werteten die Währungshüter die Exporte des Landes, anders als den heimischen Arbeitsmarkt. Als außergewöhnlich stark hielt die Bank of England den britischen Stellenzuwachs fest. Bereits im Frühjahr des Jahres soll nach der Prognose der Bank der relevante Schwellenwert der Arbeitslosenquote von 7% erreicht werden, ab dem über eine Anpassung des Zinses erwägt werden soll. Der letzte Arbeitsmarktbericht des Vereinigten Königreichs wies bereits eine Arbeitslosenquote von 7,1% auf.

Trotz dieser unerwartet schnelleren Annäherung an den Schwellenwert der Bank of England, seien in der Wirtschaft weiterhin Kapazitäten frei. Unternehmen könnten demnach weiterhin verstärkt einen Bedarf nach weiteren Arbeitskräften aufweisen. Der Bericht verweist jedoch auch auf die erhöhte Ungewissheit, die unabdingbar mit solchen Schätzungen einhergeht. Doch ein frühes Erreichen der 7% in den kommenden Monaten sei realistisch. Eine weitere erwähnenswerte Ungewissheit, welche die Bank of England aufgreift, ist das Risiko welches von den kürzlich aufgetretenen Turbulenzen in den Schwellenländern ausgeht.

Inflation

Die Inflation wies im Dezember 2% auf und fiel damit um nahezu einen kompletten Prozentpunkt im Vergleich zum Juni. Ölpreise sind das Jahr über in 2013 um 6% gefallen, Rohstoffpreise über 10%. Eine weitere Aufwertung des britischen Pfunds, sollte den Druck der Importe weiter senken können.

Übergeordnet sei die Inflationserwartung ausreichend fest verankert. Erwartet wird ein leichter Rückgang der Inflation bis etwa 1,7% zum März dieses Jahres hin, anschließend sollte die Teuerungsrate wieder Richtung der 2% ziehen. Die Inflation soll um oder geringfügig unterhalb des Inflationsziels von 2% im Prognosezeitraum bis 2017 notieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Inflation in 18 – 24 Monaten über oder bei 2,5% läge, gibt die bei Bank mit lediglich 2,5% aus.

Das Währungspaar GBP/USD setzt zum 5ten aufeinanderfolgenden positiven Tagesverlauf an. Die Aussicht auf eine restriktivere Haltung der Bank of England sowie die Hervorhebung robuster Konjunkturdaten im Bericht führten das Britische Pfund gegen den US-Dollar heute durch die 1,65 und höher hinaus.

Das Jahreshoch um 1,6665 könnte in den kommenden Tagen wieder anvisiert werden, sollte das Momentum anhalten. Oberhalb könnte weiteres Potenzial geweckt werden. Unterstützung bietet die 1,647, unterhalb die 1,625.

Daily Chart

GBPUSD_Inflationsbericht_12.02.2014_body_Picture_2.png, GBP/USD - Inflationsbericht erhöht Wahrscheinlichkeit einer baldigen  Zinsanpassung

Chart erstellt mit der Trading Station von FXCM

Zum Forum: GBP/USD Talk.

Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Niall Delventhal auf Twitter: @NiallDelventhal

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