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Euro weiter unter Druck – Inflationsdaten schüren Zinsfantasien

Euro weiter unter Druck – Inflationsdaten schüren Zinsfantasien

2014-01-31 08:40:00
Erik Welne, Junior Marktanalyst
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(DailyFX.de) – Die extrem schwache Verbraucherpreisentwicklung in Deutschland über den letzten Monat sorgte für eine Revision der deutschen Teuerungsrate für das letzte Jahr. Analysten waren ausgegangen von ursprünglich 1,3%, letztlich erreicht wuren nur 1,2%. Der Monat Dezember fiel damit noch schwächer aus als erwartet. Hier sahen wir einen Rückgang der Preise von 0,7% gegenüber einem erwarteten Rückgang von 0,6%. Bei solchen Daten kann man wahrlich von Disinflation mit einer Neigung zu Deflation sprechen, und das selbst im Euro Musterland. In erster Linie ist dies weiterhin der schwächelnden Konjunktur und einer daniederliegende Kreditvergabe an den privaten Sektor zuzuschreiben.

Dies wird den EUR/USD auf Dauer unter Druck setzen, da die vergleichsweise konservativ agierende EZB vor allem auch die Nordländer, allen voran Deutschland, als Benchmark der Geldpolitik heranzieht. Konkret hat sich damit die Position derer innerhalb der EZB verbessert, die diesen deflationären Tendenzen über eine expansivere Geldpolitik entgegen wirken wollen.

Die Inflationszahlen für die Eurozone, die heute morgen veröffentlicht werden, könnten dieser Spekulation nochmals Unterstützung bieten. Ich sehe in diesem Zusammenhang für weiteres Abwertungspotenzial im EUR/USD.

Als Nebeneffekt würde sich fundamental ein niedrigerer EUR/USD Kurs ergeben, was auch im Sinne der Geldpolitiker sein dürfte, da dies die Exportwirtschaft der Eurozone stützen wird.

Selbst die überraschend positiven Arbeitslosenzahlen aus Deutschland – Rückgang der Arbeitslosenzahl um 28 Tsd. und eine niedrigere Arbeitslosenrate von 6,8% - werden am Markt momentan kaum wahrgenommen. Ausschlaggebend für den weiteren Verlauf für den EUR/USD ist vielmehr die Einschätzung der kommenden geldpolitischen Schritte der EZB und FED. Die FED Entscheidung von dieser Woche wird sich als richtungsweisend für den weiteren Verlauf des Eurokurses in 2014 erweisen.

Der EURUSD handelt unterdessen ca. 30 Pips über der Schlüsselunterstützung im Bereich von 1,3520/30. Wird dieser Bereich nachhaltig unterschritten, sehe 1,3490 als heutiges Kursziel.

EUR/USD

Widerstand: 1,3580 | 1,3600 | 1,3620

Unterstützung:1,3520| 1,3500 | 1,3490

EURUSD H2

Inflation_in_Eurozone_mit_Enttaeuschungspotenzial_body_EURUSD1.png, Euro weiter unter Druck – Inflationsdaten schüren Zinsfantasien

Analyse geschrieben von Erik Welne, Junior Marktanalyst von DailyFX.de

Um Erik Welne zu kontaktieren, senden Sie eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Erik Welne auf Twitter: @ErikWelne

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