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(DailyFX.de) – Der Wochenstart hat in der Türkischen Lira eine schier unfassbare Volatiliät geliefert und die türkische Notenbak auf den Plan gerufen.

Der USD/TRY stieg in der Spitze auf über 2,3900 und somit auf ein neues Allzeit-Hoch. Mit der Ankündigung der türkischen Notenbank am Dienstag zusammen zu treten und in einer Not-Sitzung über Maßnahmen zu beraten, welche als Hauptthema die starke Volatilität der TRY an den globalen Devisenmärkten hat und auf welcher Maßnahmen zur Sicherung der Preisstabilität erwägt werden sollen, kam es dann zu einem massiven Reversal zurück unter das 2,30er Level.

Zu erwarten ist, dass die Not-Sitzung der türkischen Notenbank CBT, der ersten seit August 2011, eine Anhebung des türkischen Leitzins verkünden wird und somit die Verkündung der Beibehaltung des Leitzinses von 4,5% vergangene Woche revidiert werden wird.

Zudem intervenierte die türkische Notenbank bereits vergangenen Donnerstag am Devisenmarkt und verkaufte USD im Gegenwert von drei Milliarden (Quelle: Bloomberg). Es handelte sich bei dieser Intervention um die erste und aggressivste Intervention dieser Form an einem Tag um die türkische Lira zu stabilisieren.

Die Price Action des heutigen Handelstages zeigte, dass die Schmerzgrenze der CBT offenbar im Bereich 2,30 TRY zum USD zu liegen scheint.

Abzuwarten bleibt, wie lange sich die USD/TRY unterhalb des Niveaus von 2,3000 TRY zu stabilisieren vermag. Nach einer Schätzung von Barcalys verfügt die türkische Notenbank ungefähr um 37 Milliarden USD an Netto-Fremdkapitalreserven, ausgehend von wo der Raum für weitere Interventionen als limitiert bezeichnet werden dürfte.

Es würde insofern nicht überraschen, wenn sich schon bald wieder große Marktteilnehmer (Hedge Funds und Co.) ausgehend von der aktuell globalen Unsicherheit am Markt und weiteren bevorstehenden Reduktionen der Anleiheaufkäufe seitens der FED und anziehender US-Zinsen aggressiv auf der Short-Seite in der TRY wiederfinden.

Da CBT-Interventionen am Devisenmarkt in der Vergangenheit stets fehlschlugen, ist nur eine aggressive Anhebung des Leitzinsniveaus für die TRY ein Weg zu einer längeren Stabilisierung und könnte Hedge Funds und Groß-Spekulanten abschrecken.

Allerdings: wie hoch müsste eine solche Zinsanhebung ausfallen? Aktuell kursieren Gerüchte am Markt, asugehend von welchen die CBT das Leitzinsniveau auf 9% anheben könnte. Das entspräche einer Verdoppelung des aktuellen Leitzinsniveaus!

Auch wenn eine solche Anhebung fast absurd anmutet, wäre dies der Preis, den die CBT zu zahlen hätte um Glaubwürdigkeit am Markt zurückzugewinnen, nachdem sie in der Vergangenheit diverse Male eine Zinserhöhung verpasst hat.

USDTRY_tuerkische_Notenbank_in_der_Bredouille_aggressive_Zinserhoehung_notwendig_sonst_droht_der_TRY-Kol_body_Picture_3.png, USD/TRY: türkische Notenbank in der Bredouille, aggressive Zinserhöhung notwendig, sonst droht der TRY-Kollaps

Quelle: http://www.tradingeconomics.com/turkey/interest-rate

Bleibt dieser Schritt bzw. die Verkündung einer Leitzinsanhebung in einer Größenordnung von 250 – 300 Pips morgen aus, gilt die Devise im USD/TRY „Buy the dips“ und ich würde in der Region zwischen 2,1900 / 2000 wieder die ersten Käufer sehen, die dort auf den Plan treten und die USD/TRY in Richtung 2,5000 treiben könnten.

USDTRY_tuerkische_Notenbank_in_der_Bredouille_aggressive_Zinserhoehung_notwendig_sonst_droht_der_TRY-Kol_body_Picture_2.png, USD/TRY: türkische Notenbank in der Bredouille, aggressive Zinserhöhung notwendig, sonst droht der TRY-Kollaps

Chart erstellt mit FXCMs Trading Station II / Marketscope

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de

Um Jens Klatt zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Jens Klatt auf Twitter: @JensKlattFX

USDTRY_tuerkische_Notenbank_in_der_Bredouille_aggressive_Zinserhoehung_notwendig_sonst_droht_der_TRY-Kol_body_und_er_luft_und_luft_und_luft.png, USD/TRY: türkische Notenbank in der Bredouille, aggressive Zinserhöhung notwendig, sonst droht der TRY-Kollaps