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(DailyFX.de) – Schwellenländer-Währungen wie der brasilanische Real, die indische Rupie oder auch der Mexikanische Peso sind durch politische Entwicklungen und den voranschreitenden Taper der FED ein heißes Thema unter globalen Devisenhändlern.

Die starken Schwankungen und Abwertung war allerdings nicht auf breiter Front identisch. Während mit Beginn der Taper-Spekulationen ab Juni 2013 noch eine starke Flucht aus nahezu allen Emerging-Markets-Währungen stattfand, stellte sich die Performance in der zweiten Hälfte 2013 recht diversifiziert dar.

Besonders der Mexikanische Peso (MXN) präsentierte sich im Vergleich zum brasilanischen Real (BRL) und der indischen Rupie (INR) relativ stabil zum US-Dollar.

Während der MXN zum USD in Q2 2013 rund 5% abwertete und im dritten Qurtal nochmal ein Prozent, konnte der MXN in Q4 2013 trotz anziehender US-Zinsen (10-jährige US-T-Notes stiegen in der Spitze auf knapp über 3%) einen Teil seiner negativen Performance wieder wettmachen, das Gesamtjahres-Minus lag im MXN zum USD bei 2,1%.

Schwellenlaender-Waehrungen_weiter_im_Fokus_und_mit_Abwertungspotential_body_Picture_8.png, Schwellenländer-Währungen weiter im Fokus und mit Abwertungspotential

Chart erstellt mit FXCMs Trading Station II / Marketscope

Die indische Rupie erwischte eshier dann schon heftiger, diese verlor in Q2 2013 bereits 9% und addiertehierzu im dritten Quartal nochmal 5%, konnte sich dann in Q4 allerdings auch stabilisieren, verlor schlußendlich auf Jahressicht 11,2%.

Der brasilanische Real verlor in Q2 2013 9,5%, stabilisierte sich in Q3, verlor dann jedoch überproportional in Q4 sechs Prozent zum Greenback. Am Jahresende lag das Minus im BRL zum USD bei 13,9%.

Was nun interessant ist und eventuell Rückschlüsse auf weiter ansteigende Volatilität in Emerging Markets Währungen und die dann zu erwartenden Performances dieser Währungen ziehen last, ist eine Betrachtung der Jahres-Ranges, in welcher diese handelten.

Betrachtet man nur die Handelsspanne vom Jahreshoch- zum Jahrestiefkurs, betrug die Spanne im USD/MXN rund 12% und somit marginal mehr als bspw. die Handelsspanne im GBP/USD oder USD/CHF.

Im Vergleich hierzu lagen die Jahres-Handelsspannen im USD/BRL (~26%) und im USD/INR (~ 30%) deutlihch höher. Hier nur den Taper durch die FED und die anziehenden US-Zinsen ins Feld zu führen wäre definitiv nicht ausreichend.

Natürlich haben anziehende US-Zinsen und die sehr starke Performance der US-Aktienmärkte ihren Teil zu einer Verschiebung von Emerging Markets weg hinzu den als sicherer betrachten Anlageformen wie US-Staatspapiere oder US-Aktien beigetragen.

Doch es mutet schon bezeichnend an, dass ausgerechnet Länder wie Brasilien oder Indien sich in 2013 stark volatil präsentierten, während Mexiko sich hier vornehm zurückhält. Hier sind innenpolitische Gründe ins Feld zu führen und in diesem Zusammenhang zeigte sich Mexiko in 2013 in Relation zu Brasilien, Indien und der Türkei sehr solide.

So kam es in Brasilien zu politischen Unruhen. In Brasilien entwickelte sich ein starker Fokus im Bezug auf die Mittelschicht, die sich aktiv für eine Verbesserung im öffentlichen Dienst einsetzte und auf die Straße ging. In Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft in 2014 und die Olypmpischen Spiele in Rio de Janeiro in 2016 und der Abhängigkeit des Landes aus konjunktureller Sicht von diesen globalen Groß-Ereignissen, hat dies zu Unsicherheit und erste Kapitalflüchte aus Brasilien geführt, welche sich durch die positive Entwicklung an den US-amerikanischen Aktienmärkten und anziehenden US-Zinsen noch beschleunigt haben.

Sollte sich der starke Wirtschaftsaufschwung Brasiliens hier weiter abkühlen, infolge der starken Abwertung des BRL die Schuldenniveaus beginnen anzusteigen und auch die Arbeitslosigkeit steigen (was ausgehend von der fast vorherrschenden Vollbeschäftigung keine große Überraschung darstellen würde), besitzt der BRL weiteres Abwertungspotential.

Die weiter wachsenden Ansprüche der brasilianischen Bevölkerung besitzt weiteres Potential für politische Unruhen. Kapitalflüchte katalysiert durch weiter anziehende US-Zinsen und die Umschichtung von Investments raus aus dem brasilanischen Real hinzu attraktiver (und stabileren) US-Anlagen würde die Abwärtsspirale hier beschleunigen können.

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Brasilianische Arbeitslosenquote, Quelle: http://www.tradingeconomics.com/

Für den BRL/USD ergibt sich somit weiteres Abwertungspotential unter 0,40 USD pro BRL in den kommenden 12 Monaten, eine Aufwertung über 0,50 USD würde das charttechnische Bild zwar aufhellen, ist durch die fragile politische Situation infolge einer sich eintrübenden Konjunktur meiner Einschätzung nach in 2014 nicht zu erwarten. Bereits im Bereich um 0,4620 findet sich ein starkes Widerstandsniveau auf welchem verstärkt BRL-Verkäufer auf den Plan treten dürften.

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Quelle: http://www.bloomberg.com/quote/BRLUSD:CUR/chart

Die sich aktuell abkühlende Situation in der indischen Rupie hat zu einer Beruhigung der Volatilität im USD/INR beigetragen. Doch auch hier ist das Explosionspotential weiter gegeben. Bereits im November fing ich in meinem Artikel „Emerging Markets Währungen – kommt der Taper knallt‘s...“ (http://bit.ly/1h0PzGx) die Schuldensituation in Indien ein.

Indien selbst hat starke Kapitalkontrollen, leidet weiterhin unter einem explodierenden Leistungsbilanzdefizit:

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Indische Leistungsbilanz, Quelle: http://www.tradingeconomics.com/

Zwar konnte Indien für das dritte Quartal 2013 ein sehr niedriges Leistungsbilanzdefizit von nur rund 5,2 Mrd. USD verzeichnen. Doch bereits für Quartal 4/2013 wird ein Erreichen des Rekordniveaus von rund 30 Mrd. USD erwartet.

Einer der Hauptgründe, welche diese Leistungsbilanz-Explosion herbeigeführt und in der Lage weiter wachsen zu lassen, ist die riesige Unterstützung der indischen Regierung der Bevölkerung im Energie- und Nahrungsmittelbereich. Die weitere Entwicklung der Indischen Rupie zum USD hängt somit nicht nur von der Aussicht auf den voranschreitenden Taper der FED ab, sondern zudem von der Implementierung von Reformen bspw. am Finanzmarkt Indiens. Der Wechsel an der Spitze der indischen Notenbank wird hier als erster Schritt gesehen und signalisiert Hoffnung auf einen weiter voranschreitenden Reformprozess.

Die Stabilisierung der Indischen Rupie zeigt sich aus charttechnischer Sicht aktuell in einer Stabilisierung des Wechselkurses INR/USD in einer Trading Range zwischen 0,01560 und 0,01650 USD. Ein weiter voranschreitender Reformprozess und Ausbruch der INR/USD über 0,01650 beinhaltet Aufwertungspotential in den Bereich des 2012er Jahrestiefs um 0,01740 USD.

Allerdings tendiere ich in den kommenden zwölf Monaten eher zu einem Re-Test der 2013 Jahrestiefs um 0,01450 und folglich zu einem Bruch der 0,01560 nach unten. Die voranschreitende Kapitalflucht aus der indischen Rupie sollte spätestens wieder anziehen, kommt die Volatilität zurück in den Markt und beginnt sich der weiter auf Rekord-Niveaus befindliche Fremdkapitaleinsatz an der NYSE zu reduzieren.

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Quelle: http://www.bloomberg.com/quote/INRUSD:CUR/chart

Doch auch, wenn mein übergeordneter Ausblick für die indische Rupie und den brasilanischen Real bearish ist, sind kurzfristige Aufwertungen des BRL und der INR realistisch.

Grund ist ein sich eventuell auflösendes Sentiment-Extrem in 10-jährigen US-T-Notes, welche im Umkehrschluss fallende Zinsen zur Folge haben, welche wiederum die Umschichtung von Emerging Markets-Währungen in den US-Dollar verlangsamen sollten.

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Eine Initialzündung hierfür könnten wir bereits kommenden Mittwoch mit der FED-Sitzung zu sehen bekommen. Die Marktteilnehmer erwarten aktuell eine weitere Redukton der Anleiheaufkäufe durch die FED um 5-10 Mrd. USD. Bleiben diese aus, wären stark anziehende US-T-Note-Notierungen infolge eines Short-Coverings zu erwarten, was wiederum die Zisnen dieser Papiere unter Druck bringen würde. Im Umkehrschluss wäre dies kurzfristig INR/USD und BRL/USD bullish.

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Wirtschaftsdatenkalender www.DailyFX.de:https://www.dailyfx.com/deutsch/wirtschaftsdatenkalender

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de

Um Jens Klatt zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

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