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EZB steht „patt“, US-Daten belasten DAX, Entwicklung im EUR/USD skeptisch zu beäugen

EZB steht „patt“, US-Daten belasten DAX, Entwicklung im EUR/USD skeptisch zu beäugen

Jens Klatt, Marktstratege

(DailyFX.de) –Wie zu erwarten: die EZB hat den Leitzins unangetatstet bei 0,25% gelassen. Zudem wurden weder neue LTROs noch negative Zinsen auf den Weg gebracht. Zusammenfassend hat Mario Draghi den Status Quo der EZB der letzten Monate in der Pressekonferenz bestätigt.

Was interessant ist: Draghi hat weiteren LTROs zwischen den Zeilen eine deutliche Absage erteilt. Er wies darauf hin, dass Banken zwar Anleihen aufkauften, allerdings das Mehr an Liquidität nicht im privaten Sektor an kam, die positiven Effekte für die Konjunktur in der Euro-Zone ausblieben. Im Bezug auf weitere geldpolitische Stimuli sagte nur vielsagend, dass das Arsenal der EZB prall gefüllt ist.

Der Euro reagierte zum US-Dollar mit einem deutlichen Lauf über die 1,36er Marke, markierte bei 1,3650 den höchsten Stand des Wechselkurse seit Oktober. Und dies trotz den zuvor veröffentlichten Daten zum US-BIP für das dritte Quartal 2013, welche mit 3,8% ausgegeben wurden und hier widerum den höchsten Stand seit Quartal 1 2012 markierten.

Der DAX reagierte entsprechend. Die Aussicht auf eine Reduktion der Anleihekäufe seitens der FED durch die sich weiter aufhellende US-Konjunktur und die sich quantitativ zunächst zurückhaltende EZB ließ den DAX unter Druck geraten. Konnte sich der deutsche Leitindex nach den Verkaufswellen am Dienstag und MIttwoch am Donerstag morgen ein wenig stabilisieren, rückt nun zum Ende der Handelswoche die 9.100er Marke in den Fokus. In den kommenden Tagen ist weiter eine Fortführung der Korrektur im DAX in die Region um das psychologisch wichtige 9.000er Level denkbar.

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Aber auch für den EUR/USD bin ich skeptisch. Draghi bestätigte mit seinen Äußerungen zur bisherigen Wirksamkeit der LTROs auf die europäische Konjunktur meinen Eindruck, dass dieser nicht auszumachen ist. Geldpolitische Stimuli, eine somit expansiv agierende EZB und eine in Relation hierzu über kurz oder lang restriktiv agierendere FED durch die sich aufhellende US-Konjunktur, bekräftigen mich in meiner Einschätzung, dass der Euro zum US-Dollar derzeit überbewertet ist. Ein Verkauf in die Region um 1,3100 erachte ich in den kommenden Monaten als sehr wahrscheinlich.

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Analyse geschrieben von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de

Um Jens Klatt zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Jens Klatt auf Twitter: @JensKlattFX

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