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(DailyFX.de) – Nach einer verhältnismäßig unspektakulären Handelswoche, begünstigt durch den US-Feiertag Thanksgiving Day, welcher historisch zu sehr geringen Umsätzen an den globalen Finanzmärkten sorgt, steht den Marktteilnehmer eine hochspektakuläre erste Dezember-Handelswoche ins Haus.

Der Wirtschaftsdatenkalender ist prall gefüllt, besonders stechen für das Währungspaar EUR/USD der Zinssatzentscheid der EZB am Donnerstag heraus. Ebenfalls am Donnerstag werden die Daten zum US Bruttoinlandsprodukt veröffentlicht und dann am Freitag die neu-geschaffene Stellen ex-Agrar.

EURUSD_EZB_am_Donnerstag_DAS_Event_der_Woche_NFPs_als_potentieller_Katalysator_body_Picture_5.png, EUR/USD: EZB am Donnerstag DAS Event der Woche, NFPs als potentieller Katalysator

Während ich im Bezug auch die Daten zum US BIP und auch die NFPs am Freitag verhältnismäßig wenig Signifikanz erwarte, sieht das mit der Pressekonferenz der EZB am Donnerstag anders aus.

Zwar erwarte ich für die US-Daten Potential für stärkere Bewegungen, aber sie dürften für den EUR/USD eher katalysierenden Charakter haben. Natürlich werden die US-Daten wieder genau unter die Lupe im Bezug auf einen bevorstehenden Taper der FED in 2014 genommen, eventuell fachen sie Spekulationen um marginale Reduktionen auf der FED-Sitzung am 18.12. an. Insgesamt erwarte ich aber, dass die FED bis März 2014 an QE3 in Höhe von 85 Mrd. USD / Monat festhalten wird.

Grund hierfür ist der bereits nun wieder in den Mittelpunkt rückende US-Haushaltsstreit, der spätestens Mitte Januar /Anfang Februar 2014 wieder ein Thema sein wird.

Hier diskutieren Demokraten und Republikaner im US-Kongress wieder über die Anhebung der US-Schuldenobergrenze. Dass eine Einigung auch diesmal kommen wird ist unbestritten. Doch bis zur tatsächlichen Verkündung der Anhebung der Schuldenobergrenze wird sich die Notenbank mit einem Taper voraussichtlich zurückhalten.

Insgesamt sollte der USD von besser als erwarteten Daten profitieren, besonders, wenn die neu-geschaffenen Stellen ex-Agrar für Oktober mit über 200.000 Stellen bestätigt werden und für November erneut über 200.000 ausgegeben werden.

Der Hauptfokus dürfte aber auf der EZB-PK am Donnerstag liegen. Die Marktteilnehmer werden genau hinhören, wie sich Mario Draghi im Bezug auf die Implementierung negativer Einlagezinsen äußern wird.

Die Kreditvergabe an den privaten Sektor ist weiter rückläufig wei folgende Grafik zeigt und Erik Welne in seiner Analyse am Freitagmorgen detailliert eingefangen hat: http://bit.ly/IvLZ8l

EURUSD_EZB_am_Donnerstag_DAS_Event_der_Woche_NFPs_als_potentieller_Katalysator_body_Picture_4.png, EUR/USD: EZB am Donnerstag DAS Event der Woche, NFPs als potentieller Katalysator

Auch wenn die Kern-Inflationsdaten der Euro-Zone am Freitag im Vergleich zum Vormonat anzogen, lagen sie mit 1,0% (Nov, YoY) weiter deutlich unter der EZB-Zielmarke von 2,0%.

Über kurz oder lang wird sich die EZB hier etwas einfallen lassen müssen. Und der Weg aus dieser deflationären Tendenz wird zweangsläufig über geldpolitische Stimuli laufen.

Denn, und auch das fängt Erik Welne in seinem Artikel ein: ein Anziehen der europäischen Konjunktur wird solange nicht erfolgen, wie auch Deutschland selbst mit einem Rückgang der Konsumneigung zu kämpfen hat. Und ieser fällt bei genauerer Betrachtung nicht auf einen mangelnden Reallohnzuwachs zurück, denn dieser fällt laut laut Statistischem Bundesamt wie folgt aus: Zuwachs 2,5% - Inflation.

Eine Tendenz, welche auch die Groß-Spekulanten (im Commitment of Traders Report als Non Commercials geführt) zu realisieren scheinen: bereits die Daten zur Vorwoche zeigen hier eine weitere Reduktion der spekulativen Netto-Long-Positionierung: http://bit.ly/1jJ5x4U

EURUSD_EZB_am_Donnerstag_DAS_Event_der_Woche_NFPs_als_potentieller_Katalysator_body_Picture_3.png, EUR/USD: EZB am Donnerstag DAS Event der Woche, NFPs als potentieller Katalysator

Ich halte daher an meiner Einschätzung für den EUR/USD fest: der EUR/USD wird früher oder später abwerten müssen, einerseits initiiert durch eine restriktiver agierende FED, andererseits durch eine expansivere EZB.

Technisch würde sich diese in einer Auflösung der bearishen Flagge, zu sehen im EUR/USD-Daily, darstellen. Mit einem Abkippen aus der Region zwischen 1,3600 / 3650 und einem Bruch der 1,34er Marke würde sich die Abwärtsbewegung beschleunigen dürfen und das November-Tief um 1,3300 ins Visier nehmen.

Würde es widererwarten zu einem Anziehen zurück über das aktuelle Jahreshoch bei 1,3831 USD kommen, so wäre der Short-Gedanke hinfällig, ein weitere Anstieg des EUR/USD in den kommenden Monaten über die 1,40er Marke wäre die Konsequenz.

EURUSD_EZB_am_Donnerstag_DAS_Event_der_Woche_NFPs_als_potentieller_Katalysator_body_Picture_2.png, EUR/USD: EZB am Donnerstag DAS Event der Woche, NFPs als potentieller Katalysator

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de

Um Jens Klatt zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Jens Klatt auf Twitter: @JensKlattFX

EURUSD_EZB_am_Donnerstag_DAS_Event_der_Woche_NFPs_als_potentieller_Katalysator_body_und_er_luft_und_luft_und_luft.png, EUR/USD: EZB am Donnerstag DAS Event der Woche, NFPs als potentieller Katalysator