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(DailyFX.de) – Das hat gesessen! Bloomberg lies heute Nachmittag verlauten, dass die EZB verkündete die Implementierung negativer Zinsen in Erwägug zu ziehen, sollten weitere quantitative Maßnahmen notwendig werden um die kränkelnde Euro-Wirtschaft und rückläufige Inflation anzukurbeln.

Für mich keine Überraschung, hatte ich doch bereits seit einigen Wochen, besonders dann nach der Leitzinssenkung der EZB, die Forcierung dieses Schritts thematisiert. Die Leitzinssenkung selbst war schlicht rein psychologischer Natur, wurde von den Märkten schon seit geraumer Zeit gespielt, weitere quantitative Schritte waren unausweichlich.

Die Tatsache, dass LTROs keine positiven Effekte für die Euro-Wirtschaft selbst nach sich zog, nur die Zinsen bspw. spanischer oder italienischer Bonds auf künstlich niedrigen Niveaus hielt, machte das Auseinandersetzen mit dem Thema "negative Zinsen" seitens der EZB zur einzigen Option.

Zur Erklärung: negative Zinsen können als Strafzins verstanden werden um bspw. Banken zu zwingen die Liquidität, zur Verfügung gestellt von der EZB, auch atatsächlich an den privaten Sektor weiterzugeben und auf diesem Weg den Konsum und die Inflation anzuschieben.

Somit ist auch die Reaktion im DAX nicht verwunderlich, nach einem kurzen Aufwärtsimpuls über die 9.200er Marke wurde dieser genau so schnell wieder verkauft, Tendenz eher weiter abwärts.

Warum?

Nun, recht einfach: plötzlich müssen Banken für ihr Geld wieder arbeiten gehen, dem sogenannten Moral Hazad bzw. moralischem Risiko wird hier ein Dämpfer verpasst. Hierbei konnten sich die Banken in jüngerer Vergangenheit darauf verlassen, dass die Notenbanken schon einspringen würden, sollten die globalen Finanzmärkte unter Druck geraten. Die zur Verfügung gestellte Liquidität seitens der EZB bspw. in Form von LTROs konnte und wurde genutzt hochverzinste Anleihen zu kaufen, während diese Bonds dann als Sicherheit für die geliehene Liquidität bei der EZB hinterlegt wurden. Die Banken verdienten prächtig, das Risiko lag beim Steuerzahler.

Mit der Implementierung negativer Zinsen wäre diese Party salopp gesprochen erstmal vorbei, die sinkenden Erträge bei Banken würden die Aktien dieser und folglich den DAX sehr wahrscheinlich belasten.

Der zunächst kurzfristigen Korrektur mindestens in Richtung der 8.770er Marke steht meines Erachtens nun kaum noch etwas im Wege, eingeleitet eventuell bereits heute abend mit einer restriktiver als erwarteten FED in ihrem Sitzungsprotokoll vom 29./30.10., welche sich dort eventuell eine kleine Hintertür für einen Taper bereits im Dezember offenhält.

EZB_legt_negative_Zinsen_auf_den_Tisch_DAX_und_EURUSD_bearish_body_Picture_3.png, EZB legt negative Zinsen auf den Tisch, DAX und EUR/USD bearish

Den Euro hat entsprechend reagiert, wurde scharf unter die 1,35er marke verkauft, mit dem Bruch der 1,33er Marke rückte die 1,3100 in den Fokus.

EZB_legt_negative_Zinsen_auf_den_Tisch_DAX_und_EURUSD_bearish_body_Picture_2.png, EZB legt negative Zinsen auf den Tisch, DAX und EUR/USD bearish

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de

Um Jens Klatt zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Jens Klatt auf Twitter: @JensKlattFX

EZB_legt_negative_Zinsen_auf_den_Tisch_DAX_und_EURUSD_bearish_body_Picture_1.png, EZB legt negative Zinsen auf den Tisch, DAX und EUR/USD bearish