Anknüpfungspunkte:
- Dollar Erholung und S&P 500 Rallye an FOMC Ergebnis gebunden
- Euro exponiert, falls deutsche Stellendaten und spanisches 3Q BIP enttäuschen
- New Zealand Dollar auf dem Weg in den RBNZ Entscheid, während Zinsausblick kollabiert
Dollar Erholung und S&P 500 Rallye an FOMC Ergebnis gebunden
Die FX Trader sollten sich selbst auf dem Weg zum Top-Eventrisiko am Mittwoch – dem FOMC Zinsentscheid – fragen: Was würde ein Fall der spekulativen Neigung bedeuten, falls die Zentralbank einen QE3 Taper im späten 1. Quartal 2014 bestätigt? Die Gruppe ist bereit ihre geldpolitische Haltung um 18:00 GMT bekannt zu geben, und der Konsens ist klar. Ökonomen und der allgemeine Markt erwarten gleichermaßen, dass die Zentralbank ihre gleichmäßigen Käufe von $85 Milliarden pro Monat in Staats- und Hypotheken-gesicherten Anlagen beibehalten wird. Der Punkt der spekulativen Streitigkeit für dieses Event liegt jedoch nicht darin, ob die Fed bei diesem Meeting eine Maßnahme ergreift, sondern eher bei dem Timing der unvermeidbaren Reduzierung des Stimulus.
Die Entscheidung vom September den Taper (eine Reduzierung der monatlichen Stimulusmaßnahme) zu verschieben, war laut Offiziellen eine knappe Sache. Das lässt vermuten, das dieses Meeting von einer hohen Wahrscheinlichkeit einer Reduzierung dieses kritischen Elements der Marktunterstützung begleitet wird... wenn es nicht in diesem Monat die Budget-Streitigkeiten gegeben hätte. Als Nebeneffekt der Budget-Auseinandersetzung war ein Teil der US Regierung für ein paar Wochen geschlossen worden, was dem BIP geschätzt 0,6 Prozent kostete und die Sammlung sowie Veröffentlichung von wichtigen Wirtschaftsdaten verzögerte (wie zum Beispiel die Beschäftigungszahlen). Das zusammen mit einem merklichen Abkühlen der globalen Wirtschaftsprognosen und einem Ausbleiben zusätzlicher Lockerung durch europäische politische Gruppen sorgt dafür, dass die Fed sich hinsichtlich der Erhaltung der globalen, finanziellen Ruhe und der Unterstützung der inländischen Wirtschaftsgesundheit in einer schwierigen Position befindet.
Auf der Suche nach einem Konsens, schlagen die Kurse vor, dass der Markt eine erste Reduzierung des beispiellosen Quantitative Easing Programms irgendwann im ersten Quartal des nächsten Jahres erwartet. Hinsichtlich eines bestimmten Datums, weist eine von Bloomberg durchgeführte Umfrage unter Ökonomen darauf hin, dass der Taper bis zur Bekanntgabe am 19. März 2014 aufgehoben werden wird (eines der vierteljährlichen Ereignisse mit aktualisierten Prognosen). Das hilft eine Grundlinie für die Marktreaktion zu bilden. Wenn die den Entscheid begleitende Stellungnahme – die wohl unser einziger Hinweis sein wird – ihren gelockerten Ton nicht intensiviert, um die Hoffnungen auf weitere fünf Monate extrem gelockerter Politik zu schüren, dann besteht wohl eine überschüssige Prämie, die es abzubauen gilt. Der S&P 500, der auf Rekordhochs schloss, ist extrem von einer Korrektur gefährdet. Der US Dollar wird wohl im Vorteil sein, doch hat sein jüngster Abprall bereits ein wenig vorweg genommen.
"Erfüllung der Erwartungen" wird wohl das wahrscheinlichste Ergebnis sein. Das Problem ist, dass der Markt bereits für eine Verlängerung der außergewöhnlichen Unterstützung durch die Zentralbank positioniert ist. Ein Abzug ist dennoch unvermeidbar. Gleichzeitig müssen Rekordhochs bei den Aktien vor dem Hintergrund von Rekord-Leverages, lauem Wachstum und nachlassender Umsätze bewertet werden. Ein Schritt in Richtung weiterer Risikoaussetzung wird wahrscheinlich begrenzt sein, doch der Dollar hat noch Platz für einen Rückzug. Doch falls das Sentiment dem "Moral Hazard" Status-Quo nicht standhält, werden sich die Bedingungen in katastrophalem Ausmaß verändern. Eine Veränderung der Risikoneigung, trotz expliziter Unterstürzung von außen, wäre ein Hinweis auf einen Wendepunkt, der sicherlich ein breit-gestreutes Delveraging zur Folge hätte (eine besonders bullische Thematik für den Dollar).
Euro exponiert, falls deutsche Stellendaten und spanisches 3Q BIP enttäuschen
Der Fokus der globalen Investoren wird auf das Top US-Eventrisiko am Mittwoch gerichtet. Diese Ablenkung wird einen wesentlichen Einfluss auf wichtiges Eventrisiko aus der europäischen Agenda in der kommenden Handelszeit haben – jedoch wird es die Volatilität nicht vollkommen entwaffnen. Es gibt in der heutigen Handelszeit zwei Ereignisse von besonderem Interesse: Spanien 3Q BIP (8:00 GMT) und die Veränderungen der deutschen Arbeitsmarktdaten für Oktober (8:55 GMT). Beide haben sich als Marktbeweger erwiesen und tragen ein angemessenes "Überraschungspotential". Während die Stellenzahlen historisch öfters eine kurzfristige Volatilität nach sich gezogen haben, trägt der allgemeinere Wert der spanischen Wirtschaft mehr fundamentales Gewicht. Nachdem der Kopf der statistischen Gruppe in Italien (Istat) anmerkte, dass das Land sich im 3. Quartal zusammengezogen hat, kommt diesen Daten eine noch stärkere Bedeutung zu. Der EUR/USD wird von besonderem Interesse sein, da er Bezug zum europäischen und US-Eventrisiko hat.
New Zealand Dollar auf dem Weg in den RBNZ Entscheid, während Zinsausblick kollabiert
Es gibt zwei grundlegende Faktoren bei der Bewertung der Stärke einer Carry-Währung: Der Appetit des Marktes auf Renditen und das erwartete Profit-Level. Zugrundeliegende Risikotrends pausieren bis die Fed die Erwartungen entweder bestätigt oder zerschlägt. Gleichzeitig beweisen die Zinserwartungen eine fließende Dynamik. Nur vor knapp einem Monat kalkulierte der Markt einen Anstieg von 100 Basispunkten für einen Ausblick von 12 Monaten ein. Am Dienstag stand diese Prognose bei 59 Basispunkten. Da der RBNZ-Entscheid ansteht (20:00 GMT), werden wir aus diesem verunsicherten Markt sicherlich Volatilität erleben.
Britisches Pfund strauchelt trotz stärkster Immobiliendaten seit 5 Jahren
Befindet sich der UK Immobilienmarkt in einer Blase? Dieser Diskussionspunkt kommt regelmäßig auf. Es ist wichtig daran zu denken, dass Blasen sich auf unbestimmte Zeit vergrößern können. Daher sind dieses für mittelfristige (Swing-) Trader Bedenken, die wenige direkte Trading-Hinweise liefern. Die in der vergangenen Handelszeit veröffentlichten Daten lassen sogar vermuten, dass der Sektor eher immer noch stabil ist. Die 66.700 Hypothekengenehmigungen bis zum September und £15,6 Milliarden Brutto-Kredite stellen beide 5-jährige Höchstwerte dar.
Australischer Dollar bei Zinsprognose exponiert, falls Risikoneigung nachlässt
Der Erholung der Zinserwartungen beim Australischen Dollar – der Übergang von einer Prognose im August mit mehreren Kürzungen zu neutral im September bis zu einer möglichen Erhöhung im Oktober – ist ins Stocken geraten. Die 12-monatige Zinsprognose – bemessen von den Swaps – ist heute Morgen leicht negativ, und die 10-jährigen Zinsen liegen unter 4,0 Prozent. Falls die Risikotrends abrutschen sollten, wäre diese Währung besonders exponiert.
Japanische Yen-Crosses bieten eventuell nicht die beste "Risk On" Gelegenheit
Die Probleme der Förderung einer Risikoneigung von den aktuellen Levels liegt darin, dass die Fundamentals brüchig und die Märkte bereits in ihrer Aussetzung überzogen sind. Das gilt für die Yen-Crosses wie auch für die US Aktien. Bei den Yen-Paaren gibt es eine proaktive Bemühung die japanische Währung abzuwerten, doch es besteht bereits eine starke Carry-Präsenz. Doch der Ertrag aus dieser Aussetzung ist schmerzlich gering – teilweise aufgrund des Stimulus…
Gold bereit für einen Run zu $1.400, falls Fed QE3 bis zum 1. Quartal 2014 bestätigt
Gold notierte seinen größten Fall (0,6 Prozent) am Mittwoch, seit dem Beginn der aktuellen Bullenetappe am 14. Oktober. Dies machte so einige technische Trader nervös, da die Bewegung vorläufig ihr Momentum verändert. Doch diese technische Entwicklung wird letztendlich als unwichtig gelten, da der Entscheid der Fed das Metall höher drücken oder zum Kollabieren bringen kann, je nach Interpretation der Märkte. Falls die Bekanntgabe ein uneingeschränktes QE3 Programm bis zu Anfang 2014 unterstützt, wird jeglicher bedeutender Dollar-Verkauf sicherlich von einer Gold-Rallye begleitet werden.
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WIRTSCHAFTSDATEN
GMT |
Währung |
Veröffentlichung |
Umfrage |
Vorherig |
Kommentare |
04:00 |
JPY |
Produktion Kraftfahrzeuge (im Jahresvergleich) |
-7,6% |
Der Wert war seit August 2012 nicht mehr positiv. |
|
07:00 |
CHF |
UBS Konsumanzeiger |
1,32 | ||
08:00 |
EUR |
Spanisches BIP (im Jahresvergleich) |
-1,2% |
-1,6% |
Die erste Volkswirtschaft der Eurozone mit Berichten zum 3Q BIP. |
08:00 |
EUR |
Spanisches BIP (im Quartalsvergleich) |
0,1% |
-0,1% |
|
08:00 |
CHF |
Schweizer Leitindikator |
1,60 |
1,53 | |
08:55 |
EUR |
Veränderung der deutschen Arbeitslosenzahl |
0 Tsd. |
25 Tsd. |
Ein bekannter Beweger des Euromarktes, doch die Fed wird ablenken. |
08:55 |
EUR |
Deutsche Arbeitslosenquote, saisonbereinigt |
6,9% |
6,9% |
|
09:30 |
GBP |
Lloyds Business Barometer |
57,00 |
Die Statistik des letzten Monats war die höchste des letzten Jahrzehnts. |
|
10:00 |
EUR |
Wirtschaftsvertrauen in der Euro-Zone |
97,20 |
96,90 |
Vertrauenszahlen sind in den letzten Wochen die wichtigen Treiber aus der positiven Rhetorik der EZB gewesen. Die September-Statistik war die beste in beinahe zwei Jahren. |
10:00 |
EUR |
Industrievertrauen in der Euro-Zone |
-6,50 |
-6,70 |
|
10:00 |
EUR |
Verbrauchervertrauen in der Euro-Zone |
-14,50 |
-14,50 | |
10:00 |
EUR |
Geschäftsklimaindikator der Euro-Zone |
-0,18 |
-0,20 | |
10:00 |
EUR |
Vertrauensindikator für den Dienstleistungssektor in der Euro-Zone |
-2,80 |
-3,30 | |
11:00 |
USD |
MBA Hypothekenanträge |
-0,6% |
Die ADP und VPI Zahlen sind vielleicht genauere Maße der Geldpolitik als sogar der FOMC Zinsentscheid. Wo eine Aussage auf Unklarheit abzielt, stellen diese Maße einen objektiven Trend hinsichtlich des Auftrags der Fed dar. |
|
12:15 |
USD |
ADP Veränderung der Beschäftigung |
148 Tsd. |
166 Tsd. |
|
12:30 |
USD |
Verbraucherpreisindex exkl. Lebensmittel & Energie (im Jahresvergleich) |
1,8% |
1,8% | |
12:30 |
USD |
Verbraucherpreisindex (im Jahresvergleich) |
1,2% |
1,5% | |
12:30 |
USD |
Verbraucherpreisindex exkl. Lebensmittel & Energie (im Monatsvergleich) |
0,2% |
0,1% | |
12:30 |
USD |
Verbraucherpreisindex (im Monatsvergleich) |
0,2% |
0,1% | |
13:00 |
EUR |
Deutscher Verbraucherpreisindex (im Jahresvergleich) |
1,4% |
1,4% |
Die größte Volkswirtschaft der EZ hat oft einen unzulässigen Einfluss auf die Politik. |
13:00 |
EUR |
Deutscher VPI - EU harmonisiert (im Jahresvergleich) |
1,5% |
1,6% |
|
14:30 |
USD |
DOE U.S. Crude Oil Vorräte |
5246 Tsd. | ||
21:45 |
NZD |
Baugenehmigungen (im Monatsvergleich) |
1,4% | ||
23:15 |
JPY |
Nomura/JMMA Herstellungsindex PMI |
52,50 |
Bietet eine konsistente Bewertung des Einflusses des japanischen Stimulusprogramms auf die Wirtschaftsaktivität und globaler Kapitalflüsse mit Bezug zu Japan. |
|
23:50 |
JPY |
Japan kauft ausländische Anleihen (Yen) |
¥1412,7 Mrd. |
||
23:50 |
JPY |
Japan kauft ausländische Aktien (Yen) |
-¥46,9 Mrd. | ||
23:50 |
JPY |
Ausländische Käufe von japanischen Anleihen (Yen) |
-¥6,7 Mrd. | ||
23:50 |
JPY |
Ausländische Käufe von japanischen Aktien (Yen) |
¥297,8 Mrd. |
GMT |
Währung |
Kommende Ereignisse & Ansprachen |
|||
18:00 |
USD |
Federal Open Market Komitee Zinsentscheid | |||
20:00 |
NZD |
Reserve Bank of New Zealand Zinssatzentscheid |
UNTERSTÜTZUNGS- UND WIDERSTANDSLEVELS
Um die aktualisierten UNTERSTÜTZUNGS- UND WIDERSTANDSLEVEL der Hauptwährungen zu sehen, besuchen Sie das Technische Analyse Portal
Um aktuelle PIVOT PUNKT LEVEL für die Majors und Crosses zu sehen, besuchen Sie unsere Pivot Punkt Tabelle
KLASSISCHE UNTERSTÜTZUNG UND WIDERSTAND
EMERGING MARKETS 18:00 GMT |
SKANDINAVISCHE WÄHRUNGEN 18:00 GMT |
|||||||||
Währung |
USD/MXN |
USD/TRY |
USD/ZAR |
USD/HKD |
USD/SGD |
Währung |
USD/SEK |
USD/DKK |
USD/NOK |
|
Widerstand 2 |
13,4800 |
2,0500 |
10,7250 |
7,8165 |
1,3650 |
Widerstand 2 |
7,5800 |
5,8950 |
6,5135 |
|
Widerstand 1 |
13,2400 |
2,0100 |
10,5000 |
7,8075 |
1,3250 |
Widerstand 1 |
6,8155 |
5,8475 |
6,2660 |
|
Spot |
12,8828 |
1,9868 |
9,8569 |
7,7535 |
1,2387 |
Spot |
6,3535 |
5,4147 |
5,9054 |
|
Unterstützung 1 |
12,6000 |
1,9140 |
9,3700 |
7,7490 |
1,2000 |
Unterstützung 1 |
6,0800 |
5,3350 |
5,7450 |
|
Unterstützung 2 |
12,4200 |
1,9000 |
8,9500 |
7,7450 |
1,1800 |
Unterstützung 2 |
5,8085 |
5,2715 |
5,5655 |
INTRA-DAY PROBABILITY BANDS 18:00 GMT
\CCY |
EUR/USD |
GBP/USD |
USD/JPY |
USD/CHF |
USD/CAD |
AUD/USD |
NZD/USD |
EUR/JPY |
Gold |
Wid. 3 |
1,3876 |
1,6204 |
98,46 |
0,9042 |
1,0512 |
0,9609 |
0,8356 |
135,73 |
1385,38 |
Wid. 2 |
1,3851 |
1,6175 |
98,25 |
0,9023 |
1,0496 |
0,9588 |
0,8334 |
135,41 |
1378,16 |
Wid. 1 |
1,3826 |
1,6146 |
98,03 |
0,9003 |
1,0479 |
0,9566 |
0,8312 |
135,08 |
1370,95 |
Spot |
1,3776 |
1,6089 |
97,59 |
0,8965 |
1,0447 |
0,9523 |
0,8268 |
134,43 |
1356,52 |
Unter. 1 |
1,3726 |
1,6032 |
97,15 |
0,8927 |
1,0415 |
0,9480 |
0,8224 |
133,78 |
1342,09 |
Unter. 2 |
1,3701 |
1,6003 |
96,93 |
0,8907 |
1,0398 |
0,9458 |
0,8202 |
133,45 |
1378,16 |
Unter. 3 |
1,3676 |
1,5974 |
96,72 |
0,8888 |
1,0382 |
0,9437 |
0,8180 |
133,13 |
1385,38 |
v