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Ist der USD als globale Reservewährung in Gefahr?

Ist der USD als globale Reservewährung in Gefahr?

2013-10-17 12:29:00
Erik Welne, Junior Marktanalyst
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Eine der wichtigsten Lektionen aus dem US-Haushaltsstreit könnte sein, dass das politische System in den USA den US-Dollar als globale Reservewährung unterminiert. Die langfristigen Folgen sind noch nicht absehbar, nur eines wurde klar: Es reichen wenige extreme Stimmen innerhalb des politischen Systems um die Regierungsfähigkeit der USA zu torpedieren. Diese Dysfunktionalität wurde bislang vor allem in den Sonntagsreden amerikanischer Politiker thematisiert und kritisiert, rückt nun aber aufgrund der aktuellen Geschehnisse als Diskussionsthema bei Zentralbanken weltweit in den Fokus.

Dabei geht es zunächst nicht um die Auswechslung des US-Dollar als Reservewährung. Eine solche Maßnahme ist unrealistisch und ökonomisch unsinnig. Die USA sind weiterhin unangefochten die stärkste Volkswirtschaft der Welt und der US-Dollar gilt als die liquideste und weltweit am meisten akzeptierte Währung der Welt. Selbst das Auflegen von drei massiven quantitativen Maßnahmen seit der letzten Finanzkrise und einer sprichwörtlichen Überschwemmung des Finanzsystems mit billigem Geld durch die FED, konnte der Kredibilität des USD keinen Abbruch tun.

Nein, bei diesem Thema geht es viel mehr um eine Diversifizierung der Währungsreserven in den Zentralbanken dieser Welt. Es ist mittlerweile Allgemeingut, dass die chinesische Volksbank als eine der größten Nachfrager nach USD im Markt aktiv ist, einmal mit dem Ziel den Renminbi niedrig zu halten um das Exportgeschäft in die USA zu stützen, auf der anderen Seite als Käufer von US Staatsanleihen um ihre Leistungsbilanzüberschüsse in liquide und sichere Schuldtitel anzulegen. Daraus ergibt sich eine machtpolitische Abhängigkeit zwischen den USA und China.

Amerika ist abhängig von der USD Nachfrage Chinas in zweierlei Hinsicht:

  • für eine importorientierte Volkswirtschaft bedeutet eine starke Währung an den Devisenmärkten, dass die Inflation für importierte Güter unterdrückt wird und deshalb die allgemeine Inflation trotz massiver Liquiditätsbereitstellung seitens der FED im Zielbereich von ca. 2% liegt:
USD_als_Reservewaehrung_in_Gefahr_body_USinflation.png, Ist der USD als globale Reservewährung in Gefahr?

Das hilft den Geld- und Fiskalpolitikern in Washington ihre massiven Stimulus Programme zu fahren ohne in eine schädliche Lohn-Preis-Spirale und damit in eine Stagflation abzudriften.

  • Die globale Nachfrage nach US Treasuries, also US Staatsanleihen, führte zu historisch niedrigen Zinsniveaus. Die „Taper“ Diskussion im Frühjahr führte zwar zu einer Erwartungsrevision der Märkte und in Folge dessen zu etwas höheren Renditen auf festverzinsliche Wertpapiere, insgesamt jedoch ist der Marktzins weiterhin auf einem historisch niedrigen Niveau bei unter 3 Prozent. Diese Zinsen spielen vor allem als Referenzwert im Interbanken Geldmarkt eine entscheidende Rolle und beeinflussen damit so ziemlich jede Transaktion des Fremdkapitalmarktes: Sei es im Markt für Immobiliendarlehen, Studiendarlahen, Auto- und Konsumtitelfinanzierungen bis hin zu, durch Fremdkapital finanzierte, Investitionen privater Unternehmer. Kurzum: Jede Transaktion bei der ein Zinssatz Teil der Vertragsbestimmungen ist, war von Chinas Hunger nach amerikanischen Staatsanleihen beeinflusst.

China ist ebenso abhängig von einer Symbiose des Weltmarktes:

  • Das massive Intervenieren der chinesischen Volksbank wirkte wie ein Wachstumsprogramm für die exportorientierte Volkswirtschaft Chinas. Die Stagnation in der Eurozone bedeutet, dass die Vereinigten Staaten als Absatzmarkt sogar noch weiter an Bedeutung gewannen. Solange China auf Wachstum im produzierenden Gewerbe angewiesen ist, wird sich an dieser Abhängigkeit nichts ändern. Mit den Reformvorschlägen der politischen Führung nächsten Monat wird wohl auch deshalb eine neue Richtung ausgegeben. Das Ziel ist klar: China soll von einer Industrienation zu einer modernen Dienstleistungsgesellschaft wachsen. Langfristig könnte sich also die Abhängigkeit von einem starken Dollar im Vergleich zum Yuan damit auflösen. Die Handelsbilanzzahlen zeigen weiterhin ein großes Defizit für die USA im Bereich von 300 Milliarden USD im Jahr 2012. Jedoch sind damit die Aus- und Einfuhen seit etwa 3 Jahren auf gleichbleibenden Niveau, weit entfernt von den Wachstumsraten zu Beginn des Jahrtausends:
USD_als_Reservewaehrung_in_Gefahr_body_china_us_exportimport.png, Ist der USD als globale Reservewährung in Gefahr?

Das Verherrende der letzten US Haushaltskrise war nicht unbedingt die Bedrohung eines totalen Ausfalls der US Schuldtitel. Der Markt erwartete ein solches Szenario nicht. Vielmehr spielen die langfristigen Folgen der nun diskutierten Regierungsunfähigkeit Washingtons eine entscheidende Rolle. Weltweit überlegen sich Zentralbanken unter Risikodiversifizierungsgründen ihren Anteil in USD Reserven abzubauen und andere Währungen zu präferieren. Momentan stellen sich die globalen Geldreserven der Zentralbanken wie folgt dar:

USD_als_Reservewaehrung_in_Gefahr_body_reserve_currency.png, Ist der USD als globale Reservewährung in Gefahr?

Ein solcher Shift ist derzeit nicht zu erkennen. Der Anteil des USD an den Weltreservewährungen stieg sogar seit dem 1. Quartal 2012 leicht an von 61,5% auf 61,9% laut Zahlen des Weltwährungsfonds.

Die Rhetorik aus Peking, lässt erste Zweifel an dem Status des USD erkennen. Ob sich diese Drohung als leer erweist oder aktiv nach alternativen gesucht wird, wird sich in nächster Zukunft zeigen. Übrigens: Die größte Stütze für den USD als Weltreservewährung liegt nicht in der Stärke des USD, sondern vielmehr am Mangel an Alternativen. Wie aus den IMF Daten hervorgeht, können weder der CHF noch der GBP liquiditätsbedingt eine wichtigere Rollen einnehmen.

Erik Welne ist Marktanalyst und neues Mitglied im Team DailyFX Deutschland.

Nähere Informationen zu Erik Welne finden sich im deutschen DailyFX-Forum unterhttp://www.dailyfx.com/forex_forum/wir-stellen-uns-vor/251702-wir-stellen-uns-vor.html#post1742491

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