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Australische Arbeitsmarktdaten enttäuschen,  rechtfertigen aber nicht aggressiven Aussie-Short

Australische Arbeitsmarktdaten enttäuschen, rechtfertigen aber nicht aggressiven Aussie-Short

2013-09-12 16:05:00
Jens Klatt, Marktstratege
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Die Arbeitsmarktdaten aus Australien heute nacht lagen deutlich unter den Erwartungen, doch die bearishe Reaktion im Aussie scheint mir etwas übertrieben.

RBA-Governor Stevens hatte auf der letzten RBA-Sitzung in Aussicht gestellt, dass es in 2013 keine weiteren Zinssenkungen geben werden und man sich darüber im Klaren ist, dass die Aufhellung am australischen Arbeitsmarkt "holprig" verlaufen könnte.

Die bearishe Reaktion im AUD/USD aktuell lässt sich meines Erachtens nur so interpretieren, dass einige Marktteilnehmer in diesen Daten die Möglichkeit sehen, dass die RBA von dieser Haltung nun doch nochmal abweichen könnte.

Ich sehe das hingegen nicht so und sehe in der aktuellen Bewegung eine gute Chance in die sich vollziehende Bodenbildung im AUD/USD Long-Positionen aufzubauen.

Grund ist eben zum Einen, dass wohl mehr nötig ist als einen Monat mit enttäuschenden Arbeitsmarktdaten, um die Einstellung der Zentralbank zu ändern.

Zum anderen sollte man nicht die Tatsache vergessen, dass die Wertentwicklung einer Währung immer noch dem Grundsatz "Ist die Nachfrage höher als das Angebot, steigt das betrachtete Asset und vice versa" folgt.

Seit Beginn des Jahres haben die Groß-Spekulanten aggressiv auf eine Entwertung des Aussies gewettet, nicht nur gegenüber dem USD, sondern auch gegenüber allen anderen Majors. Diese Positionierung hat zwischenzeitlich ein spekulatives Allzeit-Rekord-Tief erreicht und wurde in Folge der in Aussicht stehenden Leitzinssenkungen seitens der RBA und der sich eintrübenden Wirtschaftssituation in China aufgebaut.

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Die Wirtschaftslage in China, aber eben auch weitere quantitative Maßnahmen seitens der RBA wie oben thematisiert rechtfertigen den Aufbau weiterer Short-Positinen im Aussie allerdings meiner Meinung nach nicht mehr. Lösen die Groß-Spekulanten diese aggressiven Short-Positionen nun auf, produzieren diese eine riesige Nachfrage, welcher ein geringeres Angebot entgegensteht.

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Somit scheint eine Gegenbewegung im AUD/USD bis 0,9700 bis Jahresende durchaus im Bereich des möglichen zu liegen.

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