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Goldpreis - Zwischen Konjunkturoptimismus und Inflationsangst gefangen

Goldpreis - Zwischen Konjunkturoptimismus und Inflationsangst gefangen

2013-09-09 12:38:00
Torsten Gellert,
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Dass die US-Notenbank schon in der kommenden Woche eine Reduzierung ihrer monatlichen Anleihekäufe beschließt, scheint längst noch keine ausgemachte Sache zu sein. Ich hatte daran schon des Öfteren meine Zweifel geäußert, die Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag haben diese nun bestätigt. Zwar lagen die 169.000 neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft im August nur knapp unter den Schätzungen der Analysten, aber die Korrektur der Juli-Zahlen auf nur noch gute 100.000 Stellen zeigt, dass der Aufwärtstrend am amerikanischen Arbeitsmarkt auf sehr wackeligen Beinen steht. Auch und vor allem das Ziel eines stabilen Zuwachses um monatlich 200.000 Stellen, wie es einige der Mitglieder im für die Geldpolitik verantwortlichen Offenmarktausschuss für einen Kurswechsel fordern, ist wieder etwas in weitere Ferne gerückt.

Gold als Alternative zu sich entwertenden Papierwährungen

Da wird Ben Bernanke wohl oder übel doch als Helikopter-Ben in die Geschichtsbücher eingehen, der bis zum Ende seiner Amtszeit, weil auch nötig, das Geld bildlich gesprochen vom Hubschrauber aus abgeworfen hat. Aus dem Ziel, noch vor seiner Amtsübergabe im Januar das Ende dieser ultralockeren Geldpolitik zumindest eingeleitet zu haben, könnte nichts werden. Das Drucken der Papierwährungen rund um den Globus und damit einhergehend der Wettlauf um die schwächste Währung geht also munter weiter, was allen voran Dollar und Yen aufgrund der scheinbar unkontrollierten Geldmengenausweitung nicht gerade wertvoller macht. Immer weiter steigende Schuldenberge verbunden mit einer Konjunktur nur auf Sparflamme zwingen die Staaten, die das große Glück haben, sich in ihrer eigenen Währung verschulden zu können, die Rotationsgeschwindigkeit ihrer Notenpressen hoch zu halten.

Denn der langfristige Abbau dieser Schulden über Inflation ist zwar ein stets geleugnetes aber sehr wahrscheinliches Szenario. Profitieren sollte davon eine andere Währung, die zwar keine ist, aber mit ihrer physischen Mengenbegrenzung die Eigenschaft besitzt, die Schutz vor gerade dieser Papiergeldentwertung bietet: das Gold! Vom Tief unter 1.200 US-Dollar pro Feinunze jetzt wieder bei fast 1.400 US-Dollar angekommen, hat das Edelmetall seit meiner letzten Empfehlung Anfang August weitere acht Prozent zugelegt. Aktuell spricht auch vieles dafür, dass die Gegenbewegung zur Talfahrt in der ersten Jahreshälfte noch lange nicht zu Ende ist.

Nervosität an den Finanzmärkten ist dem Gold zuträglich

Die Lage an den Finanzmärkten ist in den vergangenen Wochen nicht gerade sicherer geworden, die Nervosität hat vor dem Hintergrund eines drohenden Militärschlages der USA gegen Syrien stark zugenommen. In diesem Umfeld sind nicht renditeträchtige sondern eher sichere Häfen gefragt, und dazu zählt zweifelsohne das Gold. Selbst wenn sich im amerikanischen Kongress in dieser Woche keine Mehrheit für einen solchen Einsatz findet und es den 100-prozentigen Beweis wahrscheinlich nie geben wird, dass das syrische Regime oder nicht vielleicht doch die Rebellen das Giftgas eingesetzt haben, das Pulverfass Naher Osten kommt in den nächsten Wochen nicht zur Ruhe. Dieses zwar unerwünschte „Grundrauschen“ spielt dem Goldpreis in die Karten und macht das Parken von risikoscheuem Kapital im sicheren Hafen immer wieder attraktiv.

Langfristig führt am Thema Inflation kein Weg vorbei

Aber wie steht es denn um das Thema Inflation? Noch wird in den Industrienationen vielleicht mit Ausnahme in Großbritannien noch nicht wirklich darüber gesprochen. Das heißt aber nicht, dass die Theorie, steigende Geldmengen führten zwangsläufig in die Inflation, außer Kraft gesetzt ist. Druck auf die Preise entsteht entweder über steigende Löhne oder auch über immer teurer werdende Rohstoffe, die dann auch noch aus dem Ausland eingekauft werden müssen. Während der Druck vom Arbeitsmarkt auch nach den Zahlen vom Freitag vorerst ausbleibt, sehen wir letzteres aktuell sehr gut in Japan. Da das Land beim Thema Energie sehr stark vom Ausland abhängig ist (Energie ist für 30 Prozent aller Importe verantwortlich), importiert Nippon aufgrund des schwachen Yen möglicherweise die Inflation, ohne dass auch nur eine Lohnabrechnung höhere Zahlen aufweist. Es könnten also auch die Japaner sein, die ihr Erspartes von fallenden japanischen Staatsanleihen langsam aber sicher in Gold umschichten.

Hysterie über steigende Inflationsraten ist zwar nicht angebracht, aber langfristig führt an dieser Geldentwertung meines Erachtens kein Weg vorbei. Allerdings liegt die Krux darin, dass ohne eine wirkliche konjunkturelle Belebung auch ein Anspringen der Teuerungsraten eher unwahrscheinlich ist. Konjunkturoptimismus führt aber in allererster Linie dazu, dass Anleihezinsen steigen, wie in den USA aktuell sehr gut zu beobachten, die festverzinsliche Wertpapiere dann zunächst einmal attraktiver als eine Anlage im zinslosen Gold machen. Kommt dann noch ein steigender US-Dollar hinzu, weil die Amerikaner als erstes wieder auf die Erfolgsspur kommen, ist auch dies eher kontraproduktiv für einen weiteren Goldpreisanstieg. Damit ist der Goldpreis genau zwischen diesem Konjunkturoptimismus und der Inflationsangst gefangen, was aber auch gegen neue dramatische Kursverluste in einem Ausmaß, wie wir sie im Frühjahr dieses Jahres gesehen haben, spricht.

Absicherung über steigenden US-Dollar sinnvoll

Eine interessante Strategie könnte daher sein, sich im Gold zu engagieren und sich gegen einen steigenden Dollar abzusichern. Hier bietet sich statt einem Einzelinvestment in mehreren Währungspaaren der Kauf des von FXCM und Dow Jones berechneten US-Dollar-Index an, der den Greenback zu je einem Viertel gegenüber dem Britischen Pfund, dem Euro, dem Japanischen Yen und dem Australischen Dollar abbildet. Haben wir mit den Arbeitsmarktzahlen vom Freitag dann eher einen Ausreißer in einer wieder anziehenden US-Konjunktur erlebt und läutet die US-Notenbank früher oder doch eher später ihren Kurswechsel ein, steigt dieser US-Dollar-Index. Für den Fall einer Fortsetzung der ultralockeren Geldpolitik der US-Notenbank halte ich das Abwärtspotenzial allerdings für begrenzt, denn wie oben beschrieben ist die Federal Reserve mit ihren offenen Geldschleusen nun mal nicht allein. Der Goldpreis allerdings hätte in diesem Umfeld durchaus Potenzial, weiter zu steigen.

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