Wir verwenden eine Reihe von Cookies, um Ihnen das bestmögliche Surferlebnis zu bieten. Durch die weitere Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Sie können hier mehr über unsere Cookie-Richtlinien erfahren oder indem Sie dem Link am Ende jeder Seite unserer Website folgen.

0

Benachrichtigungen

Die Benachrichtigungen unten basieren auf den Filter-Einstellungen der Wirtschafts- und Webinar-Kalender.

Live-Webinare

Live-Webinare

0

Wirtschaftskalender

Wirtschaftskalender – Ereignisse

0
Kostenfreie Trading-Handbücher
Anmelden
Bitte versuche es erneut
Dax 30
Gemischt
Tief
Hoch
der IG Kunden sind long.
der IG Kunden sind short.
Long Short

Hinweis: Tief, Hoch und Volumen beziehen Sie auf einen Handelstag.

Bereitgestellte Daten von
WTI Öl
Bärisch
Tief
Hoch
der IG Kunden sind long.
der IG Kunden sind short.
Long Short

Hinweis: Tief, Hoch und Volumen beziehen Sie auf einen Handelstag.

Bereitgestellte Daten von
Dow Jones
Bärisch
Tief
Hoch
der IG Kunden sind long.
der IG Kunden sind short.
Long Short

Hinweis: Tief, Hoch und Volumen beziehen Sie auf einen Handelstag.

Bereitgestellte Daten von
Gold
Bullisch
Tief
Hoch
der IG Kunden sind long.
der IG Kunden sind short.
Long Short

Hinweis: Tief, Hoch und Volumen beziehen Sie auf einen Handelstag.

Bereitgestellte Daten von
EUR/USD
Gemischt
Tief
Hoch
der IG Kunden sind long.
der IG Kunden sind short.
Long Short

Hinweis: Tief, Hoch und Volumen beziehen Sie auf einen Handelstag.

Bereitgestellte Daten von
Bitcoin
Bullisch
Tief
Hoch
der IG Kunden sind long.
der IG Kunden sind short.
Long Short

Hinweis: Tief, Hoch und Volumen beziehen Sie auf einen Handelstag.

Bereitgestellte Daten von
Weitere Mehr ansehen
Japan auf Inflationskurs – Nur scheinbar auf dem richtigen Weg

Japan auf Inflationskurs – Nur scheinbar auf dem richtigen Weg

2013-09-02 11:53:00
Torsten Gellert,
Teile:

Warum die Bank of Japan bald wieder gefragt sein und den Yen schwächen wird

Politische Börsen haben kurze Beine. Deshalb sind sichere Häfen in der Regel auch nur kurze Parkpositionen für das weltweite Investorenkapital, bevor es sich dann wieder über fundamentale Argumentationen seinen Weg in aussichtsreichere Anlagen sucht. So geschehen in der vergangenen Woche im Japanischen Yen, der trotz aller Inflationsaussichten und der schon oft von mir an dieser Stelle begründeten Skepsis über den Erfolg der „Abenomics“ gesucht war, als an den Börsen dieser Welt erhöhte Nervosität wegen eines möglichen Militärschlags der USA gegen Syrien aufkam.

Nun, da US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Barack Obama sich erst einmal Zeit gekauft hat und die drohende Eskalation im Nahen Osten wegen des Urlaubs der amerikanischen Kongressabgeordneten mindestens bis auf kommende Woche verschoben ist, reagieren die Finanzmärkte erleichtert, worauf hin der Japanische Yen der Marke von 100 USD/JPY wieder sehr viel näher gekommen ist. Damit stimmt aus meiner Sicht die Richtung für die kommenden Monate wieder, denn in den vergangenen Tagen sind ein paar interessante Daten aus Japan gekommen, die es wert sind, mal etwas genauer betrachtet zu werden.

Shinzo Abes Kurs in Richtung Inflationsziel zwei Prozent stimmt. Im Mai noch ein Minus von 0,6 Prozent, im Juni dann ein leichter Anstieg von 0,2 Prozent, legten die Verbraucherpreise im Juli mit 0,7 Prozent so stark zu wie das letzte Mal vor viereinhalb Jahren. Schaut man allerdings genauer hin, wurde diese Teuerungsrate allein von den höheren Benzinpreisen um bis zu 0,9 Prozentpunkte aufgebläht. Aufgrund des um fast 30 Prozent gefallenen Yens gegenüber der „Einkaufswährung“ US-Dollar sind Japans Importpreise für Öl seit Ende 2012 um fast 20 Prozent gestiegen. Die Kosten für Elektrizität sind um mehr als zehn Prozent gestiegen, so stark wie seit über 30 Jahren nicht mehr.

Lohnsteigerungen Fehlanzeige

Salopp formuliert hätte Japan ohne die gestiegenen Energiekosten so gut wie gar keine Inflation. Gerade diese Preissteigerungen aber spüren die japanischen Verbraucher als erstes im Portemonnaie, was sie eben gerade nicht in die Läden strömen und Geld ausgeben lässt, weil ihr Geld langsam aber sicher entwertet wird. Das würden sie nur dann tun, wenn sie auf der anderen Seite von steigenden Löhnen profitieren. Davon ist aber zumindest im abgelaufenen zweiten Quartal noch nicht viel zu spüren gewesen. Der Anstieg betrug gerade einmal 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und das nur, weil die Unternehmen mehr Überstunden und Boni bezahlt haben. Das Grundgehalt eines japanischen Angestellten sinkt seit über einem Jahr durchgehend. Die logische Konsequenz daraus wurde am Freitag ebenfalls veröffentlicht. Seine Konsumausgaben sind im Juli um 1,6 Prozent gesunken, der erste Rückgang Anfang 2012. Das sind alles Warnsignale, die Premier Abe und Wirtschaftsminister Amari alarmieren sollten, statt immer wieder zu bekunden, Japan sei auf der Erfolgsspur.

Dilemma in Sachen Steuererhöhungen

Japans Regierung ist nämlich nur scheinbar auf dem richtigen Kurs, worin aber auch große Gefahr für das Scheitern des gesamten Projektes „Abenomics“ liegt. Dazu zähle ich dann auch den langfristigen Abbau des bis zum Jahresende wohl auf 260 Prozent der Wirtschaftsleistung anwachsenden Schuldenberges. Dieses Ziel im Blick zwingt die Regierung dazu, sich auch um die Einnahmeseite des Staates zu kümmern – die Steuern. Voller Optimismus über die vermeintlich guten Zahlen aus der Vorwoche und bestätigt durch die Anhörung zahlreicher Experten und Vertretern gesellschaftlicher Gruppen sieht sie sich auch auf Kurs, was das Thema Steuererhöhungen angeht. Die Mehrwertsteuer soll in zwei Schritten von derzeit extrem niedrigen fünf auf zehn Prozent verdoppelt werden. Geplant ist für den April kommenden Jahres eine erste Anhebung von drei Prozentpunkten. Erfolgt diese in einem Umfeld weiter stagnierender Löhne, aber steigenden Inflationsraten durch explodierende Energiekosten, würde dies den langsam in Fahrt kommenden Konjunkturmotor sofort wieder abwürgen. Kommt sie nicht, wäre dies ein Zeichen für den fehlenden Reformwillen der Regierung. Das würden Investoren dann wohl weniger als einen Vertrauensbeweis in die japanische Währung sehen, sondern vielmehr daran zweifeln, dass es das Land mit dem Schuldenabbau ernst meint.

Bank of Japan wird den Geldhahn weiter aufdrehen müssen

Japan befindet sich damit im Grunde genommen in einem Boot mit Ländern wie Griechenland, Italien oder Spanien. Denn erst wenn der Motor wieder richtig läuft, können die höheren Einnahmen zum Schuldenabbau verwendet werden. Wird man aber vom Kapitalmarkt gezwungen, das eine schon früher als das andere zu tun, ist das Dilemma perfekt. Während die Südeuropäer dann auf immer neue Hilfspakete aus dem EU-Haushalt angewiesen sind, hat Japan den angenehmen Vorteil, die erforderlichen Yen durch die eigene Notenbank drucken lassen zu können. Bleibt man in Japan beim genannten Zeitplan für die Steuerhöhungen, um das Vertrauen nicht zu verspielen, funktioniert das deshalb nur in Verbindung mit weiteren Liquiditätsspritzen der Bank of Japan. Diese sich weiter öffnenden Geldschleusen in Tokio, während sich Mitte September die US-Notenbank wohl zu ersten Bremsmanövern in Sachen Geldpolitik bekennen wird, geben die Richtung für den Kurs des US-Dollar gegenüber dem Yen vor. Entspannt sich zunehmend die Lage im Nahen Osten weiter, sei es auch „nur“ durch den dann tatsächlich erfolgenden Militärschlag der USA, kann es bei USD/JPY schnell und diesmal weiter über die 100er Marke gehen. Ich bleibe daher unverändert bei meiner Einschätzung von 120 USD/JPY mit Sicht auf die nächsten zwölf Monate.

JPYUSD__body_GEldhahn.jpg, Japan auf Inflationskurs – Nur scheinbar auf dem richtigen Weg

DailyFX stellt Neuigkeiten zu Forex und technische Analysen, die sich auf Trends beziehen, die die globalen Währungsmärkte beeinflussen, zur Verfügung.