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EUR/USD – EZB-Zinserhöhung in den kommenden sechs Monaten? Sehr unwahrscheinlich...

EUR/USD – EZB-Zinserhöhung in den kommenden sechs Monaten? Sehr unwahrscheinlich...

2013-08-13 12:42:00
Jens Klatt, Marktstratege
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Die Daten zur ZEW-Konjunkturerwartung am Dienstagmorgen sind besser als erwartet ausgefallen, haben allerdings bereits wie erwartet keine bullishen Impulse im EUR/USD nach sich gezogen.

Interssant war allerdings die Nachricht, welche im Anschluss an die Veröffentlichung über den Ticker lief, wonach eine Zinserhöhung der EZB in den nächsten sechs Monaten wieder wahrscheinlicher geworden ist. Demnach äußerten sich 25% der befragten Finanzmarktexperten dahingehend, dass sie in den nächsten sechs Monaten mit einer steigenden Inflation steigen.

Das steht in ziemlichen Gegensatz zu Draghis Andeutungen auf den letzten EZB-Zinssitzungen, wonach auch weitere Zinssenkungen in den kommenden Monaten denkbar sind.

Ich persönlich denke nicht, dass eine Zinserhöhung in näherer Zukunft ein Thema ist, man erinnere sich nur mal an die Tatsache, dass die Liquidität in der Euro-Zone unter die LTRO1-Level gefallen ist. Eine Zinserhöhung würde unweigerlich die sowieso schon versiegende Liquidität weiter verknappen und könnte für ein erneutes Anziehen der Zinsen italienischer oder spanischer Bonds sorgen.

EURUSD_EZB-Zinserhoehung_in_den_kommenden_sechs_Monaten_Sehr_unwahrscheinlich_body_Picture_2.png, EUR/USD – EZB-Zinserhöhung in den kommenden sechs Monaten? Sehr unwahrscheinlich...

In diesem Zusammenhang: der Zinsspread zwischen 10-jährigen spanischen und deutschen Bonds ist am Dienstag auf den niedrigsten Stand seit August 2011 gefallen. In meinen Augen ein Sentiment-Extrem, welches sich über kurz oder lang in einem erneuten Ausweiten und einem anschließenden Abkippen im EUR/USD entladen könnte (Grund: weitet sich der Spread, ist eher davon auszugehen, dass spanische Zinsen anziehen, als deutsche abkippen...)

Der Euro setzte zum US-Dollar seine am vergangenen Freitag eingeleitet Korrekturbewegung fort, katalysiert durch die Einzelhandelsumsätze aus den USA, welche erneut Spekulationen seitens der Marktteilnehmer bezüglich einer Reduktion der FED ihres Anleiheaufkaufprogrmms QE3 bereits im September anfachen (erstes Indiz: die Zinsen 10-jährige US-T-Notes zogen von 2.673% auf 2.693% nach Bekanntgabe der US Advance Retail Sales an)

Durch den Bruch des wichtigen Unterstüzungslevels um 1,3270 (orange) ist ein Verkauf des EUR/USD zunächst in Richtung 1,3190 / 3200 in den kommenden Tagen zu erwarten. Erst ein Überwinden des derzeitigen August-Hochs bei 1,3400 würde die Aufwärtsstruktur im 4-Stundenchart seit Mitte Juli bestätigen und übergeordnet einen Impuls in Richtung des derzeitigen Jahreshochs um 1,3710 einleiten.

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Wichtige Marken (14.08.2013):

Support: 1,3190 / 3200 | 1,3270 / 80

Resist: 1,3415

Live-Trading-Setups für die FX-Märkte, Indizes, Rohstoffe, etc. unter http://www.dailyfx.com/deutsch/real_time_news/

Einen regen Informationsaustausch zum Thema Forex- und CFD-Trading, Diskussionen zum Speculative Sentiment Index (SSI) oder auch zum Thema Risk-Management findet ihr in unserem deutschen DailyFX-Forum unter http://forexforums.dailyfx.com/forex-forum-deutsch/ , speziell zum EUR/USD in unserem EUR/USD Talk.

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