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Yen und  Euro dürften nach schwachem US Arbeitsmarktbericht gegen Dollar übertreffen

Yen und Euro dürften nach schwachem US Arbeitsmarktbericht gegen Dollar übertreffen

2013-05-03 07:53:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
Teile:

Der Euro und der Japanische Yen werden wahrscheinlich gegen den US Dollar an Leistung übertreffen, falls der Arbeitsmarktbericht vom April die Erwartungen der Ökonomen verfehlt.

Gesprächsansätze

  • Yen und Euro dürften nach enttäuschendem Arbeitsmarktbericht gegen US Dollar übertreffen
  • Australischer, Kanadischer und NZ Dollar dürften Risikotrends nach NFP Daten folgen
  • Eurozone PPI und 3-jährige LTRO Bekanntgabe nach EZB Zinsentscheid fraglich

Der Wirtschaftskalender ist in den europäischen Handelsstunden recht ruhig. Die Daten des UK Services PMI für April werden unverändert im Vergleich zum Vormonat erwartet. Gleichzeitig wurde eine Verlangsamung der Inflation im Eurozone PPI Bericht vom März verzeichnet, und die wöchentliche LTRO Rückzahlungsbekanntgabe scheint nach dem gestrigen EZB Zinsentscheid fraglich. Dies lenkt den Fokus auf den US Beschäftigungsbericht, der die wichtigsten Eventrisiken der Woche abschließt.

Den Erwartungen nach sollte die US Wirtschaft im April um 140.000 Stellen gestiegen sein, was eine Verbesserung des schwachen 88.000 Stellenzuwachses im März darstellt, doch immer noch nicht den 12-monatigen Trenddurchschnitt von 159.000 erreicht. Die Trader werden das Ergebnis durch das Prisma der politischen Bekanntgabe der Fed von Anfang der Woche betrachten, bei dem Ben Bernanke Möglichkeiten offen hielt die Anlagenkäufe nach Bedarf zu verringern oder zu erweitern.

Vor diesem Hintergrund wird sich ein besser als erwartetes Ergebnis wohl als unterstützend für den US Dollar auswirken, besonders gegen den Japanischen Yen, gegenüber den immer noch ein klarer Zinsvorteil besteht. Die auf Sentiment orientierten Australischen, Kanadischen und New Zealand Dollars könnten ebenfalls steigen, wenn die Risikoneigung wieder zunimmt. Oberflächliche Aussagen könnten sogar ziemlich ermutigend klingen: Die EZB ist endlich auf den Stimulus-Zug aufgesprungen, und die so gefürchtete “Frühlingsohnmacht” in der US lässt nach.

Ein Blick auf die Details trübt einen solch rosigen Ausblick jedoch wieder schnell. Die EZB Zinskürzung brachte den Leitzins kaum näher zu den tatsächlichen nächtlichen Kreditkosten, die im Durchschnitt bei circa 0,1 Prozent seit beinahe einem Jahr lagen. Das sorgt für eine eher kosmetische Veränderung der Politik als alles andere. In der Zwischenzeit brachten die März-Veröffentlichungen hauptsächlich eine aktuelle Stabilisierung der US-Nachrichten der letzten Woche. Die Aktivtäts-Umfragen für April haben jedoch allgemein schwächere Zahlen erbracht und warnen, dass der Optimismus bei einem schnellen Abprall der weltgrößten Volkswirtschaft fehl am Platze sein könnte.

Eine enttäuschende Stellenzahl würde einen starken Einfluss auf die Investoren haben, um einen nüchternen Blick auf die globale Wachstumslandschaft zu werfen, was die Risikoaversion schüren und den Yen höher gegen das Spektrum seiner G10 Gegenstücke drücken würde, während Carry Trades aufgelöst werden. Der US Dollar würde in einem solchen Szenario wohl zurückgehen, da die Möglichkeit einer verlängerten Fed QE-Maßnahme in die Diskussion eintritt. Der Euro könnte sich sogar besonders gut gegen den Greenback entwickeln, da die schwachen Lockerungsbemühungen der EZB mit den robusteren Maßnahmen des Gegenspielers auf der anderen Seite des Atlantiks verglichen werden. Daher bleiben wir long EUR/USD.

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