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Die europäischen Exporteure werden sich auf jeden Fall über die positive Überraschung vom US-Arbeitsmarkt am vergangenen Freitag gefreut haben. Nachdem die Europäische Zentralbank am Vortag weiteren Zinssenkungsspekulationen vorerst eine Abfuhr erteilt hatte und es daraufhin so aussah, als würde der Euro seinen Aufwärtstrend der vergangenen Monate wieder aufnehmen, legte er nach Veröffentlichung der 236.000 neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft wieder den Rückwärtsgang ein. Im Gegenzug legte der US-Dollar folgerichtig gegen alle großen Währungen wie Yen, Pfund und Euro weiter zu.

Nicht nur, dass diese Zahl ein weiterer Beleg dafür ist, dass die US-Konjunktur langsam wieder Fahrt aufnimmt, sie bietet auch Raum für weitere Spekulationen darüber, ob die US-Notenbank nun doch früher als erwartet ihren ultralockeren geldpolitischen Kurs verlassen könnte. Befeuert wird damit einmal mehr die für mich entscheidendste Diskussion dieser Tage, die je nach Ausgang nicht nur über die Zukunft der Wechselkurse, sondern auch über Fortsetzung oder Ende der laufenden Rally an den Aktienmärkten entscheidet. Letztere lebt aktuell gerade eben von den niedrigen Zinsen, nicht nur, aber vor allem in den USA, und von den monatlich von der US-Notenbank (Fed) in den Markt gepumpten 85 Milliarden US-Dollar. Fallen diese auf absehbare Zeit weg, muss der Markt alleine lernen zu laufen, heißt, er muss aus einem dynamischen Wirtschaftswachstum und in der Folge steigenden Unternehmensgewinnen Honig saugen. An diesem Punkt sind wir noch lange nicht. Aber auch die Fed weiß sehr genau um die fatalen Folgen eines zu frühen Ausstiegs, weshalb ich davon ausgehe, dass sowohl die für attraktive Kreditbedingungen so wichtigen Zinsen noch auf lange Sicht tief bleiben werden, als auch nicht vor Ablauf dieses Jahres das Anleihekaufprogramm tatsächlich reduziert oder beendet wird.

US_Dollar_Torsten_Gellert_body_Chart.jpg, Aufwärtstrend des US-Dollar weiter intakt - Keine Störfeuer in Sicht

Auch nach den guten Zahlen vom Freitag ist der amerikanische Arbeitsmarkt noch weit von dem Ziel einer Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent entfernt, welches sich die Fed Ende 2012 als Ziel für den so genannten Exit in die Bücher geschrieben hat. Was stimmt, ist der Trend. Nach noch in 2011 monatlich im Durchschnitt 153.000, in 2012 schon 181.000 neu geschaffenen Stellen, könnte man bei der Zahl von 236.000 für Februar schon von einer starken Beschleunigung sprechen, wäre da nicht gleichzeitig die Zahl für Januar von zuvor 157.000 auf 119.000 reduziert worden. Am Ende könnten die nächsten Monate aber auch nur genauso laufen wie die letzten, also weiter um die Marke von 200.000 pendeln, was nicht ausreichen würde, das oben angesprochene Ziel vor Ende 2015 zu erreichen. Hinzu kommt der noch ungeklärte Haushaltsstreit in den USA, wo man noch nicht genau weiß, wie viel Arbeitsplätze die Einschnitte in den Staatsausgaben, vor allem beim Militär tatsächlich kosten.

Zwar ist es durchaus erfreulich, dass der Fed-Chef Bernanke jetzt anfängt, auch mal laut über Kosten, Wirksamkeit und die langfristigen Risiken dieser Politik nachzudenken. Zu nennen wäre da eine drohende, galoppierende Inflation, von der aber bei einer aktuellen Rate von 1,6 Prozent in den USA noch lange keine Rede sein kann. Die einzige Inflation, die ich derzeit ausmachen kann, sind die immer weiter steigenden Aktienkurse. Um die etwas in Schach zu halten, sollte Bernanke ruhig weiter immer mal mögliche Exit-Strategien laut diskutieren. Zumindest hat der Markt schon mal begriffen, dass weitere Lockerungsmaßnahmen seitens der US-Notenbank praktisch ausgeschlossen sind. Das aber reicht auch schon aus, um eine Währung gegenüber anderen zu stärken. Nämlich genau dann, wenn sowohl bei den Japanern als auch bei den Briten solche Schritte gerade nicht ausgeschlossen werden, sondern notwendig sind. In beiden Fällen erwarte ich für dieses Jahr zunehmende Anleihekäufe in Verbindung mit weiter sehr niedrigen Zinsen. In Frankfurt ziert man sich noch ein bisschen, aber auch die Europäische Zentralbank wird bei diesen konjunkturellen Aussichten für die Eurozone nicht umhin kommen, den Leitzins mindestens um weitere 25 Basispunkte auf 0,5 Prozent zu senken. Interessant bleibt dabei unter anderem die Frage, wie sich die Anleihezinsen für Länder wie Spanien und Italien entwickeln. Ein weiteres Puzzlestück hat uns die Ratingagentur Fitch am Freitag mit der Herabstufung Italiens geliefert, welche nicht ohne Folgen für die nächsten wichtigen Auktionen bleiben dürfte.

US_Dollar_Torsten_Gellert_body_Chart2.jpg, Aufwärtstrend des US-Dollar weiter intakt - Keine Störfeuer in Sicht

Egal, ob also Yen, Pfund oder Euro, der Dollar sollte in einem wie oben beschriebenen Szenario gegenüber allen drei Währungen weiter zulegen können. Ist ein Anleger von der Stärke einer Währung gegenüber vielen anderen überzeugt, lohnt sich immer der Kauf eines so genannten Währungskorbes. FXCM errechnet in Zusammenarbeit mit Dow Jones seit gut zwei Jahren den US-Dollar-Index, der die Entwicklung des Greenbacks gegenüber den oben genannten drei, zusätzlich noch gegenüber dem Australischen Dollar abbildet. Fehlt noch anzumerken, dass auch für Australien eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Form von Zinssenkungen nicht ausgeschlossen ist. Jede Währung geht zu jeweils einem Viertel in die Bewertung ein. Interessant ist hier der Blick auf den Chart, der einen sehr stabilen Aufwärtstrend seit Herbst vergangenen Jahres zeigt, rund acht Prozent konnte der Index in den vergangenen sechs Monaten zulegen. Auslöser für diesen Anstieg waren einerseits sich stetig verbessernde konjunkturelle Indikatoren aus der US-Wirtschaft und andererseits die aus dem Offenmarktausschuss der US-Notenbank immer lauter werdenden Stimmen bezüglich einer Straffung der Geldpolitik. Für beide Trends erwarte ich in den nächsten Monaten die Fortsetzung und somit weiteres Aufwärtspotenzial für den US-Dollar-Index.