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Dollar dehnt längste Rallye seit mindestens 2000 aus, kann Risiko zu einer Verlängerung führen?

Dollar dehnt längste Rallye seit mindestens 2000 aus, kann Risiko zu einer Verlängerung führen?

2013-03-02 04:31:00
John Kicklighter, Chef-Währungsstratege
Teile:
  • Dollar deht längste Rallye seit mindestens 2000 aus, kann Risiko zu einer Verlängerung führen?
  • Euro reagiert bereits auf Marktbefürchtungen bezüglich einer Veränderung des EZB Stimulus
  • Britisches Pfund erleidet am Freitag Rückschlag wegen Rezessionsbefürchtungen, BoE tritt nächste Woche in Erscheinung
  • Japanischer Yen: Erwartete BoJ Lockerung führt zu Abgabe eines Großteils der Wochengewinne
  • Australischer Dollar sieht sich schwerem Eventrisiko und enger Range ausgesetzt
  • Kanadischer Dollar schaudert nach BIP Daten, Markt schaut auf langsame BoC
  • Gold setzte tiefstes Wochentief in 8 Monaten, ETF Beteiligungen fallen um 2,4 Prozent

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Dollar dehnt längste Rallye seit mindestens 2000 aus, kann Risiko zu einer Verlängerung führen?

Jetzt ist es passiert. Freitagnacht, nachdem keine Vereinbarung in letzter Minute getroffen wurde, erließ US Präsident Obama eine Anordnung, die automatischen Ausgabenkürzungen ("Sequester") in Kraft zu setzen. Die Frage von nun an ist, ob der Markt auf diese negativen Implikationen auf die Wirtschaft mit einem starken Wechsel beim spekulativen Vertrauen reagieren wird, das dann das bullische Engagement der Aktien untergräbt oder einfach diese Entwicklung übersieht, um sich auf etwas Pikanteres zu konzentrieren – wie zum Beispiel Stimulus. Die natürliche Referenz dazu ist die Spekulation und Reaktion im Fall des Fiscal Cliffs zu Jahresbeginn. Nach einer Vereinbarung in letzter Minute, um die automatischen Steuererhöhungen und Budgetkürzungen zu verhindern, erlebten sowohl der S&P 500 und der Dollar eine Rallye - aufgrund einer Erleichterung der Risikoaversion, beziehungsweise einer potentiellen Herabstufung. Der Sequester scheint der negative Ausgang der Fiscal Cliffs zu sein, der nie stattfand.

Wir werden herausfinden, wie schlimm dies für das Sentiment ist, wenn die Märkte am Montag wieder öffnen, aber der Einstieg in dieses Event deutet darauf hin, dass die allgemeine Enthebelungsbedrohung, die schon leit langem im Geist des Marktes brütet, nicht allein aufgrund dieser Nachricht ausgelöst werden wird. Die Tatsache, dass die US Aktien am Freitag trotz der hohen Wahrscheinlichkeit des Eintritts der Ausgabenkürzungen zulegten, weist darauf hin, dass die Massen bei der Bewertung, in wie weit sich diese Veränderung auf Stimulus und das sonst beständige Wachstumstempo auswirkt, durchaus wirtschaftlich vorgehen. Die Prognosen vom CBO sehen Kürzungen von ungefähr $1,2 Billionen in den kommenden 9 Jahren vor, falls sie vollständig durchgeführt werden. Im ersten Jahr werden voraussichtlich jedoch bis zum 1. Oktober $85 Milliarden gekürzt; und diese Anstrengung kann jederzeit vom Kongress aufgehalten werden, wenn er eine Vereinbarung trifft, die das automatische Programm ersetzt.

Ich ziehe meine Aufmerksamkeit in der neuen Tradingwoche auf die Risikoneigung, und für den Greenback wird es immer wichtiger, neue Gewinne zu verbuchen. Viele glauben, dass die Benchmarkwährung immer noch von Natur aus "überverkauft" ist, aber die Leistung des Dow Jones FXCM Dollar Index (Ticker = USDollar) würde dieser Annahme widersprechen. Bei Handelsschluss am Freitag stieg der Index zur fünften Wochen in Folge - das ist die längste Gewinnserie seitdem eine historische Kursbewegung zur Verfügung steht, also seit 1999. Eine Währung, die so einen beeindruckenden Weg hinter sich hat, während seine Zentralbank weiterhin mehr Dollars in den Markt pumpt, benötigt einen bedeutenden Katalysator. Während eine relative Abwertung der Hauptgegenstücke einen möglicher Antrieb darstellt, ist es die Risikoaversion, die die größten Hoffnungen in sich trägt. Falls wir bis zu den NFPs für eine Anregung beim Sentiment warten müssen, wird die Gelegenheit wahrscheinlich verpasst werden.

Euro zeigt bereits Angst des Marktes auf einen Wechsel beim EZB Stimulus

Der EUR/USD fiel in seiner vierten aufeinanderfolgenden Woche bis zum Handelsschluss am Freitag - und das hat eher mit den Verlusten des Euros als mit den Gewinnen des Dollars zu tun. Die fundamentale Gesundheit der Währung veränderte sich nach dem Ausgang der italienischen Wahlen in der letzten Woche drastisch. Als eines der "Kern"-Mitglieder der Eurozone trägt Italien zur Stärke der gesamten Region bei - vor allem, wenn es um die Verpflichtung geht, die Defizite auf Kosten des Wachstums zu reduzieren. Bis zum Freitag sagte der DP Parteiführer Bersani, dass es keine große Koalition mit Berlusconi geben würde; während der Parteiführer der Fünf-Sterne-Partei Grillo sagte, dass er eine Allianz ablehnen würde, die seiner Anti-Sparmaßnahmen-Plattform widerspricht. Die Probleme in Italien verschlechtern das allgemein negative Sentiment noch mehr, das nie weit von den Ängsten einer Wiederbelebung der Finanzkrise entfernt ist. Nachdem die Arbeitslosenquote in der Eurozone letzte Woche neue Rekordhöhen erreichte, wird die EZB angespornt werden, neue Aktionen bei ihrem nächsten Meeting zu bieten?

Britisches Pfund erleidet am Freitag Rückschlag wegen Rezessionsbefürchtungen, BoE tritt nächste Woche in Erscheinung

Es braucht nicht viel, um die Investoren an eine drohende dreifache Rezession im Vereinigten Königreich zu erinnern – also war der unerwartete Rückgang in der Herstellerumfrage vom Februar in dieser Region ein wirksamer auslösender Moment. Trotzdem schien der Rückgang um 150 Pips beim GBP/USD etwas übertrieben. Es liegt mehr hinter dieser Reaktion als nur die Angst um einen wirtschaftlichen Rückgang. Pfund-Trader interpretierten wahrscheinlich diese Daten als klares Signal, dass die Bank of England (BoE) Stimulus hinzufügen wird, wenn sie nächste Woche ihr Meeting abhält. Dennoch, falls dies geschieht, rechtfertigen 25 Milliarden Pfund einen Sturz von 1300 Pips?

Japanischer Yen: Erwartete BoJ Lockerung führt zu Abgabe eines Großteils der Wochengewinne

Die Yen-Crosses legten bis Ende der Woche weiterhin zu, um an Boden zurückzugewinnen und die Ängste wettzumachen, dass sich der Yen in einem bedeutenden Abprall befindet. Hartnäckige Risikotrends ermöglichten den Abprall am Ende der Woche – und gemessenen 280 Pips für den USD/JPY ab seinen Wochentiefs. Die aktuelle Abwertung des Yen, ausgelöst von seinem eigenen Momentum, wird es schwer haben einen aktiven bullischen Treiber für Yen-Crosses zu bieten. Das nächste BoJ Meeting mit der expansiven Aktualisierung findet nicht vor April statt. Der Markt wird wachsam beobachten, ob der Kandidat Kuroda am Montag über Politik sprechen wird.

Australischer Dollar sieht sich schwerem Eventrisiko und enger Range ausgesetzt

Der AUD/USD tradet zurzeit in einer 100 Pip Range, und die kommende Woche ist eine der belastendsten fundamentalen Wochen für den Australischen Dollar in der jüngsten Geschichte. Wir werden vielleicht kaum die Risikotrends benötigen, um einen Bruch für dieses Paar zu bilden. Zweifellos ist das Top Eventrisiko für die Hochzinswährung die Zinssatzentscheidung der RBA. Der Swap-Markt bewertet nur eine 17 prozentige Wahrscheinlichkeit auf eine Zinssatzsenkung um 25 Basispunkte an diesem Meeting, aber die Gruppe ist konsequent bärisch geblieben und veröffentlichte kürzlich einen Bericht, der darauf hinweist, dass die Währung vielleicht überbewertet ist. Falls dies die Dinge nicht in Bewegung bringt, könnte es der 4Q BIP tun.

Kanadischer Dollar schaudert nach BIP Daten, Markt schaut auf langsame BoC

Die Wachstumszahlen lagen am Freitag nahe bei den einhelligen Prognosen der Wirtschaftsexperten. Der Rückgang beim BIP um 0,2 Prozent bis Dezember entsprach den Erwartungen, so wie die annualisierte 4Q Publikation mit 0,6 Prozent Wachstum. Der Loonie wurde zeitweise von den Daten erschüttert, aber dies ergab keinen Trend. Die kommende Woche ist stark ausgebucht, mit der Zinssatzentscheidung der BoC, Handelsbericht, Herstellerumfrage und den Beschäftigungszahlen.

Gold setzte tiefstes Wochentief in 8 Monaten, ETF Beteiligungen fallen um 2,4 Prozent

Nachdem Gold das meiste wieder verlor, was es wiedergewonnen hatte, schloss es in der vergangenen Woche mit roten Zahlen - und setzte damit seine kurzfristige bärische Leistung auf einen vierwöchentlichen Rückgang fort. In einem größeren Zeitrahmen war der Schlusskurs der schlechteste in 8 Monaten und bringt die Drohung einer wahrhaften Wende mit einem Bruch von $1.525 gefährlich nahe. Obschon er weniger wesentlich als das Fiscal Cliff ist, bietet der Sequester ein mögliches Kredit- und Sentimentrisiko für die USA; also könnte man hier etwas Anti-Dollar-Interesse vorfinden. Dennoch ist der wöchentliche Rückgang der Gold-Beteiligungen um 2,4 Prozent bei den ETFs – der größte in 18 Monaten – ernst zu nehmen.

**Für eine komplette Liste kommender Eventrisiken und vergangener Veröffentlichungen, besuchen Sie www.dailyfx.com/calendar

WIRTSCHAFTSDATEN

GMT

Währung

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Umfrage

Vorherig

Kommentare

GBP

BoE/GfK Inflation nächste 12 Mt.

3,5%

5Q Abwärtstrend in Inflationserwartungen zeigt schwache Wirtschaftswachstumsprognosen

0:00

NZD

ANZ Rohstoffpreise

0,3%

Höhere Rohstoffpreise könnten Handelsbilanz belasten

0:01

GBP

Lloyds Business Barometer

15

Business Sentiment war vor Fall letzten Monat in einer Aufwärtswende

0:01

GBP

Hometrack-Umfrage Wohnungsbau (im Monatsvergleich)

0,0%

Ständige Steigerung der Hauspreise (im Jahresvergleich) beginnend Mitte 2000 scheint abzuflauen

0:01

GBP

Hometrack-Umfrage Wohnungsbau (im Jahresvergleich)

-0,3%

0:30

AUD

Baugenehmigungen (im Monatsvergleich)

2,8%

-4,4%

Baugenehmigungen führen Indikator oder BIP-Zunahme, Vormonat (im Jahresvergleich) höchstes Niveau in 2 Jahren

0:30

AUD

Baugenehmigungen (im Jahresvergleich)

8,1%

9,3%

0:30

AUD

Betriebsergebnis Unternehmen (im Quartalsvergleich)

-2,9 %

Indikativ für Wirtschaftswachstum, 2-Jahres-Durchschn.-Zunahme von 1,1%

0:30

AUD

Vorräte

-1,0%

1,1%

Seit kurzem unberechenbarer Indikator wegen hoher Volatilität

0:30

AUD

ANZ Stellenangebote (im Monatsvergleich)

0,6%

-0,9%

Negatives Wachstum in letzten 11 Monaten, weist auf schlechteren Arbeitsmarkt hin

8:00

EUR

Veränderung der Beschäftigung in Spanien (FEB)

Mit Italien unter Druck könnte negatives Sentiment Ängste um Krise in Spanien wiederbeleben

9:30

EUR

Sentix-Anlegervertrauen in der Euro-Zone

-4,3

-3,9

Starker zunehmender Trend in 08/12 deutet größeres Vertrauen in EU Wachstum an

9:30

GBP

Einkaufsmanagerindex für den Bausektor

49

48,7

Schwankt über und unter 50 und zeigt Stagnierung im UK Baugewerbe

10:00

EUR

Erzeugerpreisindex der Euro-Zone (im Monatsvergleich)

0,5%

-0,2%

Im Jahresvergleich und im Monatsvergleich Abwärtstrend seit vielen Monaten bezeichnend für schwaches Wachstum

10:00

EUR

Erzeugerpreisindex der Euro-Zone (im Jahresvergleich)

1,9%

2,1%

14:45

USD

ISM New York

56,7

NY PMI expansiv in 6 der 7 vergangenen Monate, starkes regionales Wachstum

22:30

AUD

AiG Performance-Index für den Servicebereich

45,3

12 Mon. ununterbrochene Abnahme im AU Dienstleistungssektor, könnte allgemeine wirtschaftliche Verlangsamung bedeuten

GMT

Währung

Kommende Ereignisse & Ansprachen

(S) 8:00

EUR

Griechischer Finanzminister trifft Troika Delegation

00:30

JPY

Bestätigungs-Anhörung für BoJ Vorsitz-Kandidat Kuroda

10:00

EUR

EU, Eurokommission und EZB Offizielle treffen Arbeiterführer

13:00

USD

Feds Yellen spricht in Washington

14:00

EUR

Finanzminister der Eurozone halten reguläres Meeting ab

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KLASSISCHE UNTERSTÜTZUNG UND WIDERSTAND

EMERGING MARKETS 18:00 GMT

SKANDINAVISCHE WÄHRUNGEN 18:00 GMT

Währung

USD/MXN

USD/TRY

USD/ZAR

USD/HKD

USD/SGD

Währung

USD/SEK

USD/DKK

USD/NOK

Widerstand 2

15,5900

2,0000

9,2080

7,8165

1,3650

Widerstand 2

7,5800

5,8300

6,1150

Widerstand 1

15,0000

1,9000

9,1900

7,8075

1,3250

Widerstand 1

6,8155

5,7350

5,8200

Spot

12,7584

1,7975

9,0642

7,7548

1,2404

Spot

6,4362

5,7262

5,7543

Unterstützung 1

12,5000

1,6500

8,5650

7,7490

1,2000

Unterstützung 1

6,0800

5,4440

5,5000

Unterstützung 2

11,5200

1,5725

6,5575

7,7450

1,1800

Unterstützung 2

5,8085

5,3350

5,3040

INTRA-DAY PROBABILITY BANDS 18:00 GMT

\Währung

EUR/USD

GBP/USD

USD/JPY

USD/CHF

USD/CAD

AUD/USD

NZD/USD

EUR/JPY

GBP/JPY

Widerstand 3

1,3142

1,5176

94,77

0,9512

1,0345

1,0290

0,8338

123,82

142,57

Widerstand 2

1,3112

1,5141

94,48

0,9491

1,0326

1,0268

0,8316

123,33

142,12

Widerstand 1

1,3082

1,5107

94,18

0,9471

1,0306

1,0246

0,8295

122,84

141,66

Spot

1,3022

1,5038

93,59

0,9429

1,0268

1,0203

0,8252

121,87

140,75

Unterstützung 1

1,2962

1,4969

93,00

0,9387

1,0230

1,0160

0,8209

120,90

139,83

Unterstützung 2

1,2932

1,4935

92,70

0,9367

1,0210

1,0138

0,8188

120,41

139,37

Unterstützung 3

1,2902

1,4900

92,41

0,9346

1,0191

1,0116

0,8166

119,92

138,92

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