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Euro gibt nach politischer Besorgnis nach, Aussie fällt nach schlechten Einzelhandelsumsätzen

Euro gibt nach politischer Besorgnis nach, Aussie fällt nach schlechten Einzelhandelsumsätzen

2013-02-06 11:28:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
Teile:

Der Euro fiel, da die politische Besorgnis einmal mehr die Anstrengungen zur Krisenbekämpfung gefährdet, während der Aussie Dollar nachgab, nachdem die schlechten Einzelhandelsumsatzzahlen die Wetten auf eine Zinssatzsenkung der RBA erhöhen.

Gesprächsansätze

  • Australischer Dollar sinkt, nachdem schwache Einzelhandelsumsätze Wetten auf Zinssenkungen der RBA stützen
  • Euro unter Druck nach erneuter Drohung von politischer Instabilität
  • Japanischer Yen könnte steigen, nachdem Sorgen über US Geldpolitik die Finanzströme in sichere Häfen führt

Der Australische Dollar ist nach den enttäuschenden Einzelhandelsumsatzzahlen leistungsschwach. Die Umsätze fielen im Dezember unerwartet um 0,2 Prozent. Die Verkäufe verbuchten A$21,4 Milliarden, das schlechteste Resultat in fünf Monaten. Diese Daten verstärken die Erwartungen, dass die RBA die Zinssätze nach der gestrigen Aussage, die eine expansive Geldpolitik befürwortet, senken wird. Die Märkte bewerten nun gemäß den Daten der Credit Suisse, eine 55 prozentige Chance, dass der Zinssatz nach dem RBA-Meeting vom März um 25 Basispunkte gesenkt wird.

Der Euro steht inmitten der Ängste um eine aufkommende politische Instabilität unter Druck, die die Anstrengungen zur Krisenbekämpfung des Einheitswährungsblocks untergraben könnten. Zunächst zeigte in Italien eine neue Ipsos-Umfrage, dass der Vorsprung des kontroversen ehemaligen Premierministers Silvio Berlusconi und des Führers der Demokratischen Partei Pier Luigi Bersani auf 2,1 Prozentpunkte geschrumpft ist, was innerhalb der Fehlermarge liegt. Die Verteilung zwischen den italienischen und den deutschen 10-Jahres-Benchmark-Anleihenrenditen ging weit auseinander, da Trader besorgt sind, dass wichtige Reformen, die von der sich verabschiedenden Administration von Mario Monti vorangetrieben werden, von Berlusconi untergraben werden könnten, sollte er wieder an die Macht kommen.

In der Zwischenzeit berichtete die deutsche Zeitung Die Welt, dass Irland und Portugal im noch inaktiven OMT-Staatsanleihen-Ankaufprogramm die EZB hinsichtlich ihrer kommenden Emission von Schuldtiteln um Unterstützung bitten werden. Dazu kommt, dass Portugal empfohlen wurde, um eine Ausdehnung seiner ESM-Darlehen zu bitten und die Restlaufzeit somit auf 10 bis 15 Jahren zu verlängern. Zum Abschluss ist die Aussage des Rating-Giganten Fitch interessant, die darauf hinwies, dass Spanien für die Eurozone “pivotal” sei und davor warnte, dass das Land die "Region wieder nach unten ziehen" könnte.

Der Wirtschaftskalender ist während der US-Handelszeit ereignislos, und die S&P 500 Futures bewegen sich vor der Eröffnungsglocke an der Wall Street seitwärts und bieten kein klares Bild von risikogeneigten Trends. Das Sentiment scheint jedoch weiterhin verletzlich und wird durch die erneuten Sorgen über die Auswirkungen der US-Sparpolitik auf das globale Wachstum bedroht, wobei die sogenannten “Sequestration” Ausgabekürzungen ebenso anstehen. Wie wir bereits Anfang der Woche erwähnten, scheint ein weiterer Last-Minute-Deal wahrscheinlich, aber einige zusätzliche fiskalische Kürzungen liegen fast mit Sicherheit auf dem Tisch. Am bemerkenswertesten ist, dass so eine Entwicklung in das FX Universum überschwappen könnte, indem sie Haven Flüsse zu dem Japanischen Yen leitet und eine Korrektur der jüngsten Schwäche erzwingt.

Asiatische Handelszeit:

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BRC Ladenpreisindex (im Jahresvergleich) (JAN)

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Halifax Hauspreis (3M/J) (JAN)

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3,7%

Tief

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EUR

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