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Wer hat die Nase vorn? Europa oder USA? Euro oder Dollar?

Wer hat die Nase vorn? Europa oder USA? Euro oder Dollar?

2013-01-31 11:30:00
Torsten Gellert,
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Euro-Stärke steht auf wackeligen Füßen, eine Korrektur ist wahrscheinlich

Die Reaktion des Goldpreises am gestrigen Handelstag sprach schon Bände. Als am Nachmittag die Zahlen über das enttäuschende vierte Quartal in den USA über die Ticker liefen, zog das Edelmetall um rund ein Prozent in Richtung 1.680 US-Dollar je Feinunze an. Früher wäre diese Kursbewegung nun wahrlich keine Zeilen eines Kommentars wert gewesen, aber spätestens seitdem das Edelmetall seit einigen Monaten auf dem Abstellgleis verharrte, wurde dann gestern klar, wie schnell sich der Wind an den Finanzmärkten auch mal wieder drehen kann.

Schließlich hatte man sich an den Märkten bis zu diesem Zeitpunkt schon damit abgefunden, dass die US-Notenbank das Jahr 2013 dazu nutzen wird, langsam aber sicher zumindest verbal den Rückzug aus der ultralockeren Geldpolitik einzuleiten. Aber nach einem Minus von 0,1 Prozent versus Erwartungen von 1,1 Prozent Plus wusste man, dass man sich weiter auf Helikopter-Ben (Der US-Notenbank-Chef kündigte nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 an, "zur Not das Geld auch mit Helikoptern abzuwerfen") verlassen kann. Und so kam es dann auch, am Abend verlor Bernanke kein einziges Wort, das auf eine restriktivere Politik hindeuten könnte. Ob das Manuskript in den Stunden zuvor umgeschrieben wurde, vermag ich zwar nicht zu sagen, allerdings würde ich dem Begleitkommentar Bernankes zum Stand der US-Wirtschaft etwas mehr Bedeutung beimessen. Er sieht die US-Konjunktur weiterhin auf Erholungskurs und interpretiert den Einbruch zum Ende des abgelaufenen Jahres als eine "Pause - vor allem wegen des Wetters und anderer vorübergehender Faktoren."

Ein gutes Indiz für einen nur kurzen Schwächeanfall sind die im vierten Quartal um 2,2 Prozent gestiegenen Konsumausgaben, aber auch die wieder leicht höheren Investitionen der Unternehmen, also der beiden Wachstumstreiber einer und insbesondere der amerikanischen Volkswirtschaft. Verantwortlich für den Einbruch dagegen waren die um 15 Prozent gesunkenen Staatsausgaben, die ganz klar auf das Konto des monatelangen Feilschens der Politik um die Fiskalklippe gehen. Da liegt auch für mich das aktuell noch schwer abschätzbare Risiko der nächsten Quartale. Die Diskussionen über die in den nächsten zehn Jahren drohenden weiteren Kürzungen im US-Haushalt von rund 110 Milliarden US-Dollar wurden nur verschoben. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass die durch die Wahlniederlage stark geschwächten und bei der US-Bevölkerung stark in Ungnade gefallenen Republikaner nicht noch mehr Porzellan zerschlagen wollen und deshalb bis zum Fristablauf Anfang März eher konstruktive Ideen zur Lösung des Schuldenproblems beitragen werden. Bleibt noch der Arbeitsmarkt in den USA, dessen Erholung wohl noch eine Weile auf sich warten lassen wird, für eine signifikante Schaffung von neuen Stellen könnte das für 2013 erwartete Wachstum von zwei Prozent nicht ausreichen.

Das klingt jetzt alles nicht nach einem Aufschwung, den ich den USA in den nächsten Monaten bescheinige, allerdings muss man bei der Betrachtung von Wechselkursen ja auch immer die andere Seite, für das Währungspaar Euro/US-Dollar also die Situation in der Eurozone analysieren. Und da bleiben wir doch gleich mal beim Thema der reduzierten Staatsausgaben zur Sanierung der Haushalte. Die Auswirkungen dieser Sparpolitik haben die USA im vierten Quartal zu spüren bekommen. Das Thema kommt uns mit Blick auf die hoch verschuldeten griechischen, portugiesischen, italienischen und spanischen Kassen doch irgendwie bekannt vor. Beispiel Spanien: Das Land versinkt immer tiefer in der Rezession, im vierten Quartal ist die Wirtschaft um 0,7 Prozent das sechste Quartal in Folge geschrumpft, für das Gesamtjahr 2012 beträgt das Minus 1,8 Prozent. Die Arbeitslosigkeit stieg auf rekordverdächtige 26 Prozent. Sämtliches Wachstum, was für den Weg aus der Schuldenfalle notwendig wäre: Fehlanzeige. Für 2013 wird deshalb eine weitere Neuverschuldung in Höhe von fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts erwartet. Wohlgemerkt unter der in meinen Augen sehr optimistischen Annahme, die spanische Wirtschaft würde in diesem Jahr wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Entscheidend wird auch hier sein, was bei notwendigen Sparmaßnahmen einerseits und angekündigten Konjunkturmaßnahmen andererseits unter dem Strich herauskommt. Ich bin da wie schon erwähnt nicht sehr optimistisch.

Eine weitere Enttäuschung kam in der vergangenen Woche aus Frankreich. Die Stimmung in der französischen Wirtschaft hat sich in Form des Einkaufsmanagerindex weiter verschlechtert, dieser erreichte mit 42,7 Punkten den tiefsten Stand seit März 2009. Eine Rezession in Frankreich ist nicht mehr auszuschließen. Auf der anderen Seite strotzen die deutschen Unternehmen vor Zuversicht. Einkaufsmanagerindex (53,6) und ifo-Geschäftsklimaindex (104,2) sprechen eine deutliche Sprache. Aber da zeigt sich wieder einmal das Hauptproblem. Die Länder der Eurozone driften immer weiter auseinander. Ich bezweifele, dass Deutschland und vielleicht noch eine Hand voll weiterer Länder es schaffen, der Eurozone wieder signifikantes Wachstum einzuhauchen. Diese Zweifel drücken sich auch bei der Mehrzahl der Volkswirte in der Erwartung einer in diesem Jahr schrumpfenden Wirtschaft in der Eurozone aus. Zum Vergleich: Für die USA wird ein Wachstum von zwei Prozent erwartet.

Aus allein dieser Betrachtung abzuleiten, der US-Dollar müsste die Nase in diesem Jahr gegenüber dem Euro vorn haben, das heißt im Umkehrschluss, EUR/USD müsste fallen, wäre sicherlich zu einfach, aber als Grundlage ist diese Hypothese durchaus brauchbar. Vieles wird von der Politik der Notenbanken abhängen, denn die Geldpolitik ist es, die einen entscheidenden Einfluss auf die Stärke oder Schwäche einer Währung hat, mehr als die tatsächlichen wirtschaftlichen Rahmendaten. Natürlich spielen aber die konjunkturellen Erwartungen bei den Entscheidungen von US-Notenbank und Europäischer Zentralbank die zentrale Rolle. Genau deshalb schätze ich die amerikanischen Währungshüter so weitsichtig ein, in den nächsten Monaten im Zuge einer sich kontinuierlich weiter erholenden US-Wirtschaft die Chance zu ergreifen, das Tempo aus dem geldpolitischen Expansionskurs etwas herauszunehmen.

Anderseits schätze ich die EZB nicht so blind ein, die weiter anhaltenden Abwärtstrends in Spanien, Italien und Griechenland, aber auch eine drohende Rezession im Schwergewicht Frankreich zu übersehen. Hinzu kommt, dass sich nur wenige Länder der Eurozone den Anstieg des Euro in den vergangenen Monaten leisten können. Vor rund einem halben Jahr kostete der Euro noch 1,21 US-Dollar und damit 12 Prozent weniger, zum Japanischen Yen hat der Euro seitdem 32 Prozent aufgewertet. Das wird EZB-Präsident Draghi nicht unbedingt gewollt haben, als er ankündigte, den Euro "um jeden Preis" retten zu wollen. Es ist schwer zu sagen, ob der Euro jetzt schon teuer ist oder nicht, die Euro-Stärke der vergangenen Wochen allerdings steht für mich spätestens seit der Marke von 1,30 US-Dollar auf wackeligen Füßen. Oben beschriebenes Szenario vor Augen spricht für mich deshalb weiterhin vieles für ein Short-Engagement im EUR/USD, vorerst mit dem Ziel der schon angesprochen Marke von 1,30 EUR/USD.

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