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Forex Analyse: Euro mit wachsender Möglichkeit eines EZB Stimulus gefährdet

Forex Analyse: Euro mit wachsender Möglichkeit eines EZB Stimulus gefährdet

2013-01-10 10:04:00
Ilya Spivak, Head Strategist, APAC
Teile:

Der Euro scheint im Vorfeld der geldpolitischen Ankündigung der EZB gefährdet zu sein, da ein Stimulus immer wahrscheinlicher wird.

Gesprächsansätze

  • Euro fällt wahrscheinlich falls EZB Präsident Draghi Stimulus ankündigt
  • BOE Zinssatzentscheidung voraussichtlich ein weiterer Non-Event, da Inflation steigt
  • Japanischer Yen sinkt, Aussie steigt, nachdem chinesische Exporte Erwartungen übertreffen

Eine geldpolitische Entscheidung von der Europäischen Zentralbank titelt den Wirtschaftskalender der kommenden Stunden. Die einkalkulierten Erwartungen der Investoren und Prognosen der Ökonomen lassen gemeinsam vermuten, dass die Zentralbank ihren Leitzins unverändert bei 0,75 Prozent belassen wird. Dies lenkt den Fokus auf Orientierungshilfe von EZB Präsident Mario Draghi in der Pressekonferenz, die der Bekanntgabe folgen wird.

Die Wirtschaft des Währungsblocks schrumpfte in den drei der vier letzten Quartale, und nur die gleichbleibenden Daten für die ersten drei Monate des Jahres bis März 2012 bildeten eine Ausnahme. Die kombinierten PMI Zahlen deuten darauf hin, dass eine weitere negative Veröffentlichung für das vierte Quartal des letzten Jahres möglich ist. Gleichzeitig befindet sich die Inflationsrate seit November 2011 in einem Abwärtstrend. Zusammen scheint dies Bedingungen zu schaffen, die eine geldpolitische Lockerung nicht nur fordert sondern auch stützt.

Die EZB sprach zuvor von einer nicht intakten geldpolitischen Umsetzung als Grund für das Zurückhalten eines Stimulus und sagte, dass Zinskürzungen nicht effektiv wären, da die steigenden Risikoprämien für Staatsschulden die Kreditkosten übertreffen. Die Ankündigung des OMT Programms Mitte des Jahres hat die Situation ganz klar verbessert, und wichtige Renditen (besonders bemerkenswert bei den spanischen und italienischen Benchmark 10-Jahres Anleihen) sind drastisch gesunken. Dies spiegelt wohl das Nachlassen des "Tail Risiko" wider und lässt vermuten, dass die EZB nun reagieren kann.

Kurzfristige Korrelationsstudien deuten darauf hin, dass der Euro eher empfindlich auf Front-End-Erträge reagiert, was bedeutet, dass eine möglichen Lockerung nach Draghi’s Pressekonferenz die Einheitswährung belasten könnte. Währungen, die empfindlich auf das Wachstum der Eurozone reagieren, wie die Schwedische Krone und die Norwegische Krone, könnten jedoch steigen, und wir bleiben beim EUR/SEK in Short-Position. Ein solches Szenario könnte ebenfalls weitgehend die Risikoneigung stützen, wenn man berücksichtigt, dass die Rezession in der Eurozone einen kritischen Gegenwind zu einer breit angelegten globalen Erholung darstellt.

Die Bank of England wird ebenso bald ihre Zinssatzentscheidung abliefern. Ein weiteres "Nicht-Ereignis" scheint wahrscheinlich, wobei das MPC den Leitzinssatz und die Zielsetzung für die Anlagekäufe unverändert belassen würde. Die Inflation stieg im vierten Quartal an, und die führenden Wirtschaftsdaten entwickelten sich ziemlich gut im Vergleich zu den Erwartungen (gemäß der Daten der Citigroup). Dies deutet für die nächste Zeit ein auf mangelnde Dringlichkeit hin.

Der Japanische Yen sank im nächtlichen Handel erneut, während die asiatischen Aktien stiegen und die Nachfrage nach der Safe-Haven Währung bremsten - im Durchschnitt 0,5 Prozent gegen seine Hauptgegenstücke. Der MSCI Asia Pacific Benchmark Aktienindex legte 0,7 Prozent zu, nachdem der Bericht zu Chinas Handelsbilanz um 14,1 Prozent gestiegene Exportzahlen für Dezember aufwies. Diese stellte nahezu eine Verdreifachung der Prognosen der Wirtschaftswissenschaftler von einem Anstieg von 5 Prozent dar und unterstützt regionale Wachstumserwartungen. Der Australische Dollar übertraf an Leistung und legte um 0,6 Prozent gegen die Majors zu.

Asiatische Handelszeit: Was geschah

GMT

WHRG

EREIGNIS

AKT

PROGNOSE

VORHERIG

21:45

NZD

Handelsbilanz (NOV)

-700 Mio.

-698 Mio.

-666 Mio. (R+)

21:45

NZD

Handelsbilanz 12 Monate lfd. Jahr (NOV)

-1457 Mio.

-1450 Mio.

-1334 Mio. (R+)

21:45

NZD

Exporte (NZ$) (NOV)

3,81 Mrd.

3,53 Mrd.

3,51 Mrd. (R+)

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4,51 Mrd.

4,23 Mrd.

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NZD

QV Immobilienpreise im Jahresvergleich% (DEZ)

5,7%

-

5,7%

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JPY

Offizielle Reserven ($) (DEZ)

1268,1 Mrd.

-

1270,9 Mrd.

0:00

NZD

ANZ Rohstoffpreise (DEZ)

1,0%

-

0,9 % (R-)

0:30

AUD

Baugenehmigungen (im Monatsvergleich) (NOV)

2,9%

3,0%

-5,1% 9 (R+)

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AUD

Baugenehmigungen (im Jahresvergleich) (NOV)

13,2%

11,6%

19,2% (R+)

0:32

CNY

Fremdwährungsreserven ($) (DEZ)

3310,0 Mrd.

3317,0 Mrd.

3285,1 Mrd. (R-)

0:32

CNY

Geldmenge - M0 (im Jahresvergleich) (DEZ)

7,7%

11,2%

10,7%

0:32

CNY

Geldmenge - M1 (im Jahresvergleich) (DEZ)

6,5%

6,0%

5,5%

0:32

CNY

Geldmenge - M2 (im Jahresvergleich) (DEZ)

13,8%

14,0%

13,9%

0:32

CNY

New Yuan Darlehen (DEZ)

454,3 Mrd.

550,0 Mrd.

522,9 Mrd.

2:00

CNY

Importe (im Jahresvergleich) (DEZ)

6,0%

3,5%

0,0%

2:00

CNY

Exporte (im Jahresvergleich) (DEZ)

14,1%

5,0%

2,9%

2:00

CNY

Handelsbilanz ($) (DEZ)

31,60 Mrd.

20,00 Mrd.

19,63 Mrd.

2:00

JPY

Tokyo durchschnittliche freie Bürostellen (DEZ)

8,67%

-

8,76%

5:00

JPY

Leitindex CI (NOV P)

91,9

-

92,8

5:00

JPY

Index der gesamtwirtschaftlichen Aktivität CI (NOV P)

90,1

-

90,7

Euro Handelszeit: Was zu erwarten ist

GMT

WHRG

EREIGNIS

PROGNOSE

VORHERIG

WIRKUNG

12:00

GBP

Bank of England Zinssatzentscheidung (10. JAN)

0,50%

0,50%

Hoch

12:00

GBP

BOE Asset Purchase Ziel (JAN)

375 Mrd.

375 Mrd.

Hoch

12:45

EUR

Zinssatzentscheidung der Europäischen Zentralbank (10. JAN)

0,75%

0,75%

Hoch

13:30

EUR

EZB-Präsident Draghi hält Pressekonferenz

-

-

Hoch

Kritische Level

WHRG

UNTERSTÜTZUNG

WIDERSTAND

EUR/USD

1,3036

1,3184

GBP/USD

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1,6112

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