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Forex Analyse: Blick über die deutschen Beschäftigungszahlen hinaus, Fokus auf Fed Protokolle

Forex Analyse: Blick über die deutschen Beschäftigungszahlen hinaus, Fokus auf Fed Protokolle

2013-01-03 07:28:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
Teile:

Die Forex Märkte werden wahrscheinlich den gleichgebliebenen deutschen Arbeitsmarktbericht unberücksichtigt lassen, um sich auf die Protokolle des Geldpolitik-Meetings der Federal Reserve von Dezember zu konzentrieren.

Gesprächsansätze

  • Euro-Volatilität unwahrscheinlich nach Status Quo des deutschen Arbeitslosenberichts
  • Dollar könnte Anstoß für neue Dynamik in FOMC Protokollen von Dezember finden
  • Japanischer Yen legte in Asien zu, nachdem Märkte Fiscal Cliff Deal verarbeiten

Der europäische Wirtschaftskalender scheint wenig Raum für eine bedeutende Volatilität zu bieten. Die Daten zur deutschen Arbeitslosigkeit stehen im Mittelpunkt, und die Wirtschaft wird erwartungsgemäß 10 Tausend Arbeitsstellen im Dezember verloren haben. Obwohl solch ein Resultat eine Verschlechterung im Vergleich zu den 5 Tausend im November bringen würde, entspricht dies weitgehend den Trends, die in den letzten Monaten gesetzt wurden. Dies bedeutet, dass die Fähigkeit, die geldpolitischen Erwartungen der EZB (und somit des Euros) zu beeinflussen, wahrscheinlich begrenzt sind.

Insgesamt werden die Trader wohl am meisten an den Protokollen des Federal Reserve Meeting vom Dezember interessiert sein. Ben Bernanke und Kollegen entschieden sich das Quantitative Easing auf $85 Milliarden pro Monat auszuweiten und übernahmen die sogenannte "Evans-Regel”, die Zinssätze mit der Arbeitslosenquote und den Inflationserwartungen verknüpft.

Während eine verbesserte Bilanzausweitung die Fed weiter zu einer expansiven Geldpolitik anspornt, setzte die "Evans-Regel" zum ersten Mal seit der Großen Rezession eine klar definierte Stimulus-Abzugsstrategie fest. Trader werden eifrig die Gründe für diesen Strategiewechsel analysieren, und vor allem auf die Wahrscheinlichkeit eines früher als erwarteten Rückzugs aus der akkommodativen Haltung achten.

Die Möglichkeit eines früheren Rückzugs des Stimulus könnte eine stark verändertes Tempo für den US Dollar bringen. Die invertierte Korrelation zwischen der Benchmarkwährung und dem S&P 500 wurde seit Anfang Oktober stark geschwächt. Die Möglichkeit einer (sehr frühen) Entstehung einer ertragsbasierten Unterstützung könnte die Beziehung noch weiter untergraben und den Beginn einer neuen Phase für den Dollar aufzeigen, in der der Kurs positiv auf Verbesserung bei der Wachstumsfront der USA reagiert.

Der Japanische Yen stieg im Overnight-Handel und korrigierte höher, nachdem die Märkte aufgrund des knappen Deals der politischen Entscheidungsträger der USA zur Vermeidung des sogenannten "Fiscal Cliffs" stark verkauft hatten. Der ähnlich sicherheitsverbundene Greenback stieg ebenfalls und legte durchschnittlich ganze 0,2 Prozent gegenüber seinen Hauptgegenstücken zu.

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