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Griechenland-Problem nur vertagt - Keiner weiß so richtig, was es kostet

Griechenland-Problem nur vertagt - Keiner weiß so richtig, was es kostet

2012-11-27 13:37:00
Torsten Gellert,
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Vielleicht hätte Peter Zwegat, Deutschlands Schuldnerberater Nummer eins, und immer zur Stelle, wenn man nicht mehr selbst weiß, wie man "Raus aus den Schulden" kommt, nach Athen reisen sollen, um das Problem zu lösen. Zumindest hätte man danach sicher genauer gewusst, was es kostet, Griechenland irgendwann in diesem Jahrhundert wieder auf eigene Beine zu stellen. Höchstwahrscheinlich aber hätte er eine Insolvenz vorgeschlagen. Nach dem erneuten Treffen der Euro-Finanzminister zu diesem Thema zumindest bleibt eine Frage gänzlich unbeantwortet. Wie hoch ist der Preis in Milliarden Euro, den die europäischen Gläubiger nun tatsächlich bezahlen müssen, wenn dieser Maßnahmenkatalog, der heute Nacht in Brüssel beschlossen wurde, so umgesetzt wird.

Aber auch das ist genau genommen keine wirkliche Überraschung, denn das zweite wichtige Ziel neben der Rettung Griechenlands war die weitere Verschleierung der finanziellen Belastungen für die jeweiligen Staatshaushalte, allen voran Deutschlands. Klar ist dies, wie auch Finanzminister Schäuble immer wieder betont, kein alleiniges deutsches Problem, aber der Einfluss der kommenden Bundestagswahl, wenn auch noch ein knappes Jahr hin, ist in meinen Augen nicht wegzudiskutieren. Bundeskanzlerin Merkel kann und wird es nun auch noch die kommenden zehn Monate schaffen, die deutschen Steuerzahler darüber im Unklaren zu lassen, welche der vielen Maßnahmen nun nur Garantien und welche am Ende auch tatsächliche Überweisungen nach Athen darstellen. Deshalb stellt die Opposition heute auch treffend klar, dass eine Belastung des deutschen Steuerzahlers auf diesem Treffen nur verschoben und nicht vermieden wurde. Ein kleiner, aber feiner Unterschied.

Zusammenfassend kann man konstatieren, die Verschleierungstaktik ist aufgegangen, aber das zweite und viel wichtigere Ziel, die Griechenland-Rettung, ist nicht erreicht sondern nur in die Zukunft verschoben worden. Spätestens 2014 wird man sich wieder in Brüssel zu genau dem gleichen Thema treffen müssen, um dann am Ende doch den unausweichlichen Schuldenschnitt, also den tatsächlichen Erlass eines Großteils der griechischen Schulden, zu beschließen. Die Tür dazu wurde in der vergangenen Nacht schon aufgestoßen, indem man den Hellenen zusicherte, bei einem nun bis 2016 erreichten Haushaltsüberschuss vor Zinsen von 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, "weitere Maßnahmen und Hilfe" zur Schuldensenkung einzuleiten.

Die Griechen sollten also motiviert sein, aber Motivation allein wird nicht ausreichen, um ihren in völliger Schieflage befindlichen Haushalt ohne das entsprechende Wirtschaftswachstum zu sanieren. Notwendige Reformen und sämtliche Sparmaßnahmen müssen endlich konsequent umgesetzt werden, woran man berechtigte Zweifel haben kann, dass dies nun passiert. Motivation hat ja auch immer mit der Abwägung von Alternativen zu tun: Erscheint ein Schuldenschnitt am Ende ohnehin unausweichlich, könnte Athen eher geneigt sein, weiterhin Sparziele zu verzögern und unangenehme Reformen nur anzukündigen. Nur ein knappes halbes Jahr nach der Parlamentswahl hat die aktuelle Regierung in Athen jeglichen Rückhalt in der Bevölkerung dafür auch verloren. Noch nicht einmal ein Drittel würde das derzeitige Bündnis aus Nea Demokratia, der Pasok und der demokratischen Linken wieder wählen, bei der Wahl im Juni wurde die Koalition noch von der Hälfte aller Wähler unterstützt. Die Opposition, die sich als entschiedener Spargegner präsentiert, kommt aktuell auf einen Stimmenanteil von 52,5 Prozent. Das zeigt, wie die griechische Bevölkerung hinter den Reform- und Sparbemühungen steht. Nach den nun ein weiteres Mal erfolgreichen Nachverhandlungen in Brüssel wird auch der Lerneffekt bei den Griechen nicht gerade positiv beeinflusst. Entsprechende Gesetze für Reformen und Sparmaßnahmen nützen nichts, wenn sie nur beschlossen, aber nicht umgesetzt werden.

Zweite notwendige Bedingung, um wieder mehr Geld in die leeren Staatskassen zu bekommen, ist Wachstum. Die Frage, die ich mir im Übrigen auch stelle, ist, ob bei den Verhandlungen in Brüssel und den Prognosen zur Schuldenverringerung auf unter 110 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis zum Jahr 2022 (!), auch Annahmen über die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Griechenland getroffen wurden. Erst vor wenigen Wochen musste die griechische Regierung ihre Ziele für das kommende Jahr herunterschrauben. Interessant ist hierbei ein Vergleich zur Situation im Frühjahr 2010, als der erste Hilfskredit nach Athen überwiesen worden ist. Diesem lag die Einschätzung zu Grunde, Griechenland werde 2011 ein leichtes Plus von 1,5 Prozent und 2013 ein kräftigeres Plus von 2,5 Prozent Wachstum erreichen. Selbst bei der Überprüfung im März dieses Jahres rechnete man zumindest noch mit einer schwarzen Null für das kommende Jahr. Heute ist man da wieder ein ganzes Stück schlauer. Um 4,5 Prozent soll die Wirtschaft im kommenden Jahr nun schrumpfen, nach einem erwarteten Minus für das laufende Jahr von sechs bis sieben Prozent und einem Einbruch von über sieben Prozent in 2011. Nach sechs Rezessionsjahren in Folge soll es dann 2014 eine Rückkehr zu Wachstum geben, hier werden 0,2 Prozent erwartet, für mich unter den aktuellen Umständen ein sehr ambitioniertes Ziel und wahrscheinlich bald wieder nach unten korrigiertes Ziel.

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Es gibt für mich also keinen Grund, warum die Finanzmärkte das Ergebnis der nächtlichen Verhandlungen feiern sollten. Der Euro sprang daraufhin zwar kurzzeitig über die Marke von 1,30 US-Dollar, die asiatischen Börsen konnten Kursaufschläge verbuchen und auch der DAX eröffnete mit einem kräftigen Plus zu Handelsbeginn. Schon ein paar Stunden später sieht die Situation aktuell aber schon wieder etwas anders aus. Während ich für die Aktienmärkte nicht ganz so pessimistisch bin, was eine positive Tendenz bis zum Jahresende angeht, traue ich dem Euro keine großen Sprünge nach oben in den kommenden Wochen zu. Viele Investoren werden sich zurückhalten und kein erhöhtes Risiko bis zum Jahresende eingehen und daher ihre Gelder in den Dollar umschichten. Auch über den Jahreswechsel hinaus halte ich das Aufwärtspotenzial des Euro für sehr begrenzt, eher kann ich mir hier wieder schwächere Kurse vorstellen. Wir sind in der entscheidenden Frage der Lösung der Euro-Krise in der vergangenen Nacht, wie von einigen Teilnehmern resümiert, kein großes Stück vorangekommen, wir haben nur Griechenland ein kleines Stück weg vom Abgrund geholt. Nicht zu vergessen sind darüber hinaus die Probleme in Italien, Spanien, Portugal, Irland, Zypern und auch im einstigen Anker für Stabilität in Europa, Frankreich.

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