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  • ...Kontrakte kennen bedeutet z.B. den Hebel verstehen, realen Risk definieren, sodass die niedrigere Schwankungsbreite auch tatsächlich zum Tragen kommt und nicht unnötig durch den Leverage negativ kompensiert wird.
  • Eine weitere Erkenntnis der letzten Monate. Es ist einfacher für mich Märkte (Indizes, #Forex, #Gold, Öl) zu #traden, sofern ich die Kontrakte kenne, als #Aktien. Warum? 1. Übersichtlicher 2. Schwankungsbreite niedriger
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  • Hier ist der korrekte Link: https://t.co/HEq85wNkFj
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Der Rohstoff  WTI  Rohöl - Veränderung in US-Wahljahren

Der Rohstoff WTI Rohöl - Veränderung in US-Wahljahren

Niall Delventhal, Marktanalyst

Das dominierende Thema diese Woche über werden die Wahlen in den USA sein. Die Verkündung der neuen Parteiführung Chinas zwei Tage nach den US-Wahlen am Donnerstag wird hingegen nach Erwartungen keine Überraschungen bieten. Es gilt nahezu als sicher, dass Xi Jinping, der bisherige Stellvertreter des Parteichefs Hu Jintau, von der Kommunistischen Partei KPCh als Nachfolger ernannt wird. Doch es ist nicht nur der Mann an der Spitze der chinesischen Volkspartei, der ausgetauscht wird, es sollen 70% der Spitzenpositionen der Regierung und des Militärs neu besetzt werden, möglicherweise auch zentrale Rollen der chinesischen Zentralbank. Ein Wechsel der in China nur alle 10 Jahre erfolgt. Die Aufgaben, mit der sich die neue chinesische Parteiführung konfrontiert sehen wird, werden nicht leicht zu bewältigen sein. Das auf Export getrimmte Land leidet aktuell aufgrund von dem Zustand der Hauptabnehmer und der folgend geringeren Nachfrage dieser. Das krisengeschüttelte Europa und der Hauptabnehmer USA verursachen Exportlücken und entstehende Produktionsüberkapazitäten. Die unterbewerte Währung, der Yuan, wird eine zentrale Rolle spielen in der Fragestellung wie China mit der aktuell wachsenden Problematik umgehen wird. Eine Liberalisierung der Währung könnte den inländischen Konsum erhöhen, würde jedoch Druck auf die Exportnachfrage der Abnehmerländer verursachen.

Zurück zu den Wahlen in den USA, ein interessantes Bild zeichnet sich uns, bei einer Betrachtung der WTI Preisveränderungen in Präsidentschaftswahljahren der USA im Vergleich zu Nicht-Wahljahren. Die Daten weisen einen Trend auf: einen fallenden bzw. tendenziell geringer ansteigenden Rohölpreis in US-Wahljahren im Vergleich zu den restlichen Jahren. Im Folgenden gehe ich auf eine Preisentwicklungsbetrachtung des Jahres 1988 bis heute ein. Das übergeordnete Bild geben diese beiden Werte an:

  • Durchschnittliche jährliche Veränderung in US-Präsidentschaftswahljahren: - 8,95%
  • Durchschnittliche jährliche Veränderung in Nicht-Wahljahren:17,56%

Längerfristig Orientierten bieten diese Zahlen bereits Input. Mich interessierte indes eine mögliche Saisonalität und einen detaillierterer Blick auf die Preisentwicklung.

Der_Rohstoff_WTI_Roheoel_Veraenderung_in_US_Wahljahren_Niall_Delventhal_body_Picture_3.png, Der Rohstoff  WTI  Rohöl - Veränderung in US-Wahljahren

Ein Blick auf den Chart, den Kursverlauf des Rohöls in den entsprechenden Jahren im 4-Jahres-Rhytmus, bietet hinsichtlich des Vergleichs und der Saisonalität keine klar erkennbare Information.

Der_Rohstoff_WTI_Roheoel_Veraenderung_in_US_Wahljahren_Niall_Delventhal_body_Picture_2.png, Der Rohstoff  WTI  Rohöl - Veränderung in US-Wahljahren

Aufgrund der langanhaltenden Preissteigerung des Rohöls bietet der obere charttechnische Vergleich bzw. der direkte Vergleich der einzelnen Jahresverläufe schlichtweg wenig Informationen, wobei zu Erkennen ist, dass das aktuelle Jahr 2012 sowie die vorangegangenen Jahre 2004, 2000, 1996 & 1992 zum Jahresende einen fallenden Kursverlauf darlegten.

Eine Betrachtung der durchschnittlichen monatlichen Kursveränderung dieser Jahre und der Nicht-Wahljahre zeichnet das Bild wesentlich deutlicher ab.

Der_Rohstoff_WTI_Roheoel_Veraenderung_in_US_Wahljahren_Niall_Delventhal_body_Picture_1.png, Der Rohstoff  WTI  Rohöl - Veränderung in US-Wahljahren

Folgende Tendenz können wir aus den Durchschnittsdaten ziehen, während zum Jahresbeginn die Kurse in US-Wahljahren anstiegen, so verzeichneten sie durchschnittlich im Zeitraum der Wahlen im Vorfeld ab Oktober und auch noch nachhaltend im Dezember nachgebende Ölpreise. Auch in Nicht-Wahljahren waren Oktober und November in der Mittelwertbetrachtung „schwache“ Monate für das Rohöl. Anzumerken gilt hier natürlich, dass im Zuge der Finanzkrise, der Subprime Krise, das Rohöl WTI verstärkt in der 2. Jahreshälfte des Jahres 2008 einen enormen Preissturz erlebte und das herangezogene arithmetische Mittel der US-Wahljahre durch diese Entwicklung beeinflusst wird. Die durchschnittliche monatliche Veränderung in US-Präsidentschaftswahljahren lag im betrachteten Zeitraum bei -0,31% , in Nicht-Wahljahren bei +1,28%. Hinsichtlich einer Preissteigerung könnte das kommende Jahr interessant sein.

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