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Jochen Stanzl, Rohstoffanalyse Limitup.de

Der amerikanische Wahlkampf ist in die heiße Phase eingetreten. Die Umfragewerte verändern sich täglich, wobei der Herausforderer Obamas, Mitt Romney, deutlich an Boden gut machte. Ein wichtiges Argument Romneys: Er sei ein erfolgreicher Geschäftsmann aus der Privatwirtschaft und werde erfolgreicher als der Präsident etwas gegen die hohe Arbeitslosigkeit unternehmen können. Eine wichtige Ursache für letztere ist der darbende amerikanische Wohnhäusermarkt. Wenngleich sich die Hauspreise in verschiedenen Regionen der USA in den vergangenen Monaten stabilisierten und Anlagen in Wohnimmobilien im zweiten Quartal 2012 das fünfte Quartal in Folge einen positiven Wachstumsbeitrag zum amerikanischen Bruttoinlandsprodukt leisteten, drohte selbiges noch vor kurzem auf eine Wachstumsrate von einem Prozent abzurutschen. Das wäre nicht ausreichend gewesen, um die neu auf den amerikanischen Arbeitsmarkt drängenden Menschen zu absorbieren. Es hätte also wieder zu einer steigenden Arbeitslosenquote kommen können. Um das zu vermeiden traf Ben Bernanke, der Chairman des Fed, eine bislang undenkbare Entscheidung. Er stellte das Mandat des Fed zur Kontrolle des Preisniveaus hinter das andere Mandat, jenes zur Kontrolle des Beschäftigungsniveaus in den Vereinigten Staaten. Der Ansatzpunkt des dazu unternommenen dritten Programms zur quantitativen Lockerung (QE3) ist der Immobilienmarkt. Möglicherweise hofft Bernanke, den Schwung in diesem Sektor aus den letzten fünf Quartalen mit dem Kauf von Hypothekenanleihen im Umfang von 40 Milliarden USD pro Monat in die Zukunft verlängern und verstärken zu können.

M0 und das Gold

Das bedeutet übersetzt: Es wird wieder Geld gedruckt. Das Geld, das die Zentralbank in den USA schaffen kann, ist die Geldmenge M0. Andere Begriffe dazu sind die Geldbasis oder das Zentralbankgeld. Dieses wird nun im Zuge von QE3 deutlich ausgeweitet. Geht man davon aus, dass die volle Summe der monatlichen Käufe über eine Verlängerung der Zentralbankbilanz und nicht etwa durch Verkaufserlöse von anderen, während der Finanzkrise erworbenen Wertpapiere oder über das Programm zur Verlängerung der Laufzeiten (Operation Twist) finanziert wird, dann errechnet sich eine Zentralbankbilanz an Silvester des Jahres 2014 in Höhe von 3,75 Billionen USD. Dies entspräche einem Anstieg um 1,16 Billionen USD oder 45% gegenüber dem Stand von Anfang Oktober 2012.

US.M0_Ein_hohes_fundamentales_Kursziel_fuer_Gold_body_jochen1.jpg, US.M0: Ein hohes fundamentales Kursziel für Gold

Für Goldanleger interessant ist die Tatsache, dass die Geldmenge M0 in den USA mit einem Korrelationskoeffizienten von 0,94 mit der Goldpreisentwicklung in USD korreliert. Das bedeutet, dass in der Vergangenheit eine sehr hohe Verwandtschaft zwischen der Entwicklung beider Größen bestand. Der Vorteil dieser Erkenntnis ist, dass man nun ein Zeitziel für mögliche weitere Anstiege des Goldpreises benennen kann, denn wüchse die Zentralbankbilanz bis Silvester des Jahres 2014 um 45%, dann könnte man von dieser Warte aus betrachtet einen steigenden Goldpreis bis Silvester 2014 unterstellen. Der Nachteil dieser Betrachtung ist, dass eine enge Korrelation uns keine Aussagen darüber liefert, wie stark der Goldpreis ansteigen wird. Sie sagt lediglich aus, dass er mit einer hohen Wahrscheinlichkeit steigen wird, wenn M0 zunimmt (und das auch nur, wenn die Korrelation aus der Vergangenheit auch in der Zukunft gilt). Da der Goldpreis auch von anderen Faktoren abhängt, ist die Ermittlung von Kurszielen über diese Methode alles andere als eine genaue Wissenschaft. Nimmt man aber an, dass der Anstieg von M0 im Verhältnis „eins-zu-eins“ vom Goldpreis nachgebildet wird, so errechnet sich ein Kursziel beim Gold von rund 2500 USD an Silvester des Jahres 2014. Dies könnte sich aber als übertrieben herausstellen. Wenn man etwa die Entwicklung der Geldmenge M0 in den vier Jahren seit Beginn der Finanzkrise betrachtet, so hat selbige sich seither um 199% erhöht. Der Goldpreis stieg im gleichen Zeitraum „nur“ um 93%, also nur 47% so stark wie die Geldmenge M0. Entsprechend könnte der Preis von Gold Ende des Jahres auch nur bei 2100 USD notieren, anstatt bei 2500 USD. Dazu muss man nun wissen, dass die US-Notenbank ankündigte, das QE3-Programm auch noch weiter betreiben zu wollen, wenn sich der Arbeitsmarkt schon eine bedeutende Zeit lang bereits erholt hat. Es scheint, als würde man innerhalb der US-Notenbank eine Arbeitslosenquote von unter 6% anzupeilen. Aus verschiedenen Reden der Präsidenten der verschiedenen Fed-Distrikte geht jedoch hervor, dass ein derart niedrige Arbeitslosenquote nicht vor dem Jahr 2015 erreichbar sein wird. Das bedeutet: QE3 könnte auch nach Silvester 2014 noch weiter betrieben und damit ein weitaus größeres Volumen erreichen, als oben berechnet. Das wäre entsprechend positiv für den Goldpreis.

Fazit

Dieser Artikel soll meine grundsätzliche bullische Haltung zum Gold bekräftigen. Kurzfristig stellte der Widerstand bei 1800 USD einen Wall dar, an dem Gold nicht mehr weiterkam. Nun gilt es, die Korrektur zum Einstieg zu nutzen. Denn übergeordnet ist der Goldmarkt jetzt in der besten aller Welten angelangt. Das dürfte sich in Form weiter steigender Goldpreise auf 2000 USD und darüber bemerkbar machen.