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Goldpreis wartet auf neue Impulse Weiterer Anstieg nur eine Frage der Zeit

Torsten Gellert, FXCM - 01. Oktober 2012

"Gold - Das bessere Geld", so lautet der aktuelle Titel eines Anlegermagazins vom Wochenende und nur einer von vielen, die mich momentan zweifeln lassen, ob die Rally im Goldpreis in den nächsten Wochen so einfach weiter gehen kann. Denn die positiven Artikel über das Edelmetall häufen sich dieser Tage und wie es so oft an der Börse ist: Blasen alle zum Einstieg, ist der größte Teil der Rally erst einmal vorbei. Unterstützt werden könnte diese These von einer September-Bilanz des Goldpreises. Nachdem Gold wie von mir erwartet Ende August aus der Seitwärtsbewegung um die Marke von 1.600 US-Dollar ausgebrochen ist, legte es allein im September auf Dollar-Basis um mehr als sieben Prozent zu und notiert aktuell bei 1.771 US-Dollar. In Euro gerechnet erreichte das Edelmetall in der vergangenen Woche mit knapp 1.380 Euro sogar ein neues Allzeithoch, der Anstieg allein im September lag bei rund vier Prozent.

Goldpreis_wartet_auf_neue_Impulse_Weiterer_Anstieg_nur_eine_Frage_der_Zeit_body_x0000_i1025.png, Goldpreis wartet auf neue Impulse – Weiterer Anstieg nur eine Frage der Zeit

Aber auch vom Wochenende ist zum Einen die Nachricht, dass Griechenland trotz neuer Milliardenlöcher im Haushalt und einem mit "nicht ausreichend" bewerteten Berichts der Troika, also der Prüfer von Internationalem Währungsfonds, Europäischer Zentralbank und EU-Kommission, die nächste Tranche aus dem Rettungspaket in Höhe von 31 Milliarden Euro wohl zeitnah überweisen bekommt. Außerdem sollen die Griechen nun sowieso mehr Zeit bekommen, ihre Schulden zurück zu zahlen.

Zum anderen musste Spanien am Freitag für mich nicht ganz überraschend eingestehen, dass es sein Versprechen gegenüber der EU-Kommission, sein Haushaltsdefizit für das laufende Jahr auf 6,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu begrenzen, verfehlen wird. Stattdessen soll die Neuverschuldung nun bei 7,4 Prozent liegen, damit würde die Staatsverschuldung Spaniens zum Jahresende auf 85 Prozent des BIP steigen. Da können die errechneten 60 Milliarden Euro, die die spanischen Banken laut eines Stresstests für ihre Rettung benötigen, in meinen Augen nur einen kleinen Hoffnungsschimmer darstellen. Denn ich bin mir sicher, dass die eingesparten 40 Milliarden Euro aus dem Rettungsschirm schon dringend in einem anderen Euro-Krisenland gebraucht werden.

Beide Meldungen bestätigen mir zwei Dinge: Erstens, nur die Ankündigungen der Notenbanken, allen voran der EZB, jetzt unbegrenzt Anleihen der Krisenstaaten aufzukaufen allein werden nicht ausreichen, die Euro-Krise schnell zu lösen. Und zweitens, die nächsten Monate werden immer wieder aus Kompromissen bestehen, die zu dem unbedingten Ziel führen sollen, den Euro und alle Staaten, die ihn haben, um jeden Preis zu retten, und dabei unter anderem eine deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht das Gesicht verlieren zu lassen oder vor deutschen Verfassungsgerichten scheitern zu müssen. Alles in allem heißt das, die Druckerpressen werden in den nächsten Jahren heiß laufen und die Milliarden auch fließen. Dies wiederum führt unweigerlich in die Inflation, die, ausgenommen die Maß Bier auf dem Münchner Oktoberfest, noch nicht wirklich spürbar bist. Aber aufgrund der weltweiten Konjunkturflaute fehlen hierfür zum einen noch die notwendige Konsum- und Investitionsnachfrage und damit auch der Druck auf die Preise, und zum anderen sind die Maßnahmen der EZB ja auch noch nicht umgesetzt worden.

Und genau daher könnten meiner Meinung nach die neuen Impulse für den Goldpreis kommen und in diesem Fall die vielen positiven Analysen bestätigen. Erfüllt Spanien zum Beispiel die in nächtlichen Gipfel-Verhandlungen durch zahlreiche Kompromisse ausgehandelten vagen Bedingungen für Anleihekäufe, bekommen der Rettungsschirm und die EZB grünes Licht und die Anleihekäufe können und werden starten. Das Ganze wird zwar noch dauern, die Aussicht darauf sichert aber den Goldpreis sehr gut nach unten ab und wird Korrekturen wie die in der vergangenen Woche immer wieder schnell beenden. Impulse können auch, nachdem alle anderen Notenbanken ihr Pulver vorerst verschossen haben, auch von der chinesischen Zentralbank kommen. Termine dafür sind ungewiss, in Peking handelt man wie immer spontan. Aber bei den aktuellen Zahlen aus dem Reich der Mitte halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass wir noch im Oktober weitere Nachrichten aus dieser Richtung bekommen. Nicht zu vergessen, was die Absicherung des Goldpreises nach unten angeht, sind die weiter heftigen Streiks und Kämpfe in den südafrikanischen Goldminen, die das Angebot an Gold, wenn auch in sehr kleiner Relation zur umlaufenden Goldmenge, aber zumindest reduzieren.

Alles, was nach unten so gut abgesichert ist, muss in meinen Augen über kurz oder lang weiter steigen. Denn, diejenigen, die auf eine Korrektur warten, werden diese meist nicht in gewünschtem Ausmaß bekommen. Ich empfehle also schon kleine Rücksetzer im Kurs zum Kauf und würde Gewinne, die bisher verbucht worden sind, weiter laufen lassen. Wenn die oben erwähnten Impulse dann kommen, kann es sehr schnell über den Widerstand um die 1.800 US-Dollar gehen. Auch möchte ich an dieser Stelle noch einmal den Kauf des Goldes in Euro erwähnen. Der Anleger kauft auf der Handelsplattform von FXCM CFDs auf Gold, welches aktuell bei 1.771 USD notiert und baut gleichzeitig eine Short-Position im Währungspaar EUR/USD auf, verkauft also Euro im gleichen Umfang. Dadurch profitiert er von einem wieder fallenden Euro und sichert somit die Gold-Position ab. Denn steigt im Gegenzug der Dollar, kommt in der Regel der Goldpreis unter Druck.