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Euro, Aktien-verknüpfte Währungen gefährdet, da alle Augen auf die EZB gerichtet sind

Euro, Aktien-verknüpfte Währungen gefährdet, da alle Augen auf die EZB gerichtet sind

2012-05-03 07:13:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
Teile:

Gesprächsfragen

  • Euro unter Druck falls EZB Lockerungen der Geldpolitik in naher Zukunft signalisiert
  • Relativ restriktiv wirkende EZB könnte Risiko-Assets wegen Zweifeln am weltweiten Wachstum nach unten ziehen
  • Der Pullback beim GBP könnte von der Veröffentlichung eines verminderten Dienstleistungen-PMI angetrieben werden
  • US- Arbeitslosenanträge, Dienstleistungen ISM Daten werden im Licht einer QE3 spekulativ betrachtet
  • Der Kiwi Verkauf wegen Arbeitsmarktzahlen ist wahrscheinlich nicht von Dauer, der Aussie absteigend auf China im Ausblick

Alle Augen richten sich auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank, nachdem die betrüblichen Wirtschaftsdaten von gestern aufgezeigt hatten, dass der Produktions- und der Dienstleistungssektor sich im schnellsten Tempo seit Juni 2009 kontaktiert hat, während die Arbeitslosenzahlen der Region in Rekordgröße, nämlich um 10,9 Prozent anstiegen. Während eine reine Reduktion des Zinssatzes diesmal nicht wahrscheinlich ist, da die Inflation sich im April bei 2,6 Prozent halten konnte, werden sich die Märkte von der Pressekonferenz mit dem EZB-Präsidenten Mario Draghi Anhaltspunkte erwarten, wie die Bank sich weiter verhalten wird, um eine, wie es aussieht, sich verschärfenden Rezession aufzuhalten.

Anzeichen einer bevorstehenden Lockerung – ob durch direkte Zinssenkung oder Bemühungen im LTRO-Stil – ziehen den Euro wahrscheinlich nach unten. Sollte Draghi sich dafür entscheiden, die einzigartige Position der Zentralbank bei der Preissicherung als Vorwand zu verwenden, nicht in Aktion zu treten, könnten sich die Sorgen um die großflächigen Auswirkungen des stärker werdenden Abschwungs in der Eurozone auf die weltweite Produktivität negativ auf den Risikoappetit auswirken, und die besonders sentimentabhängigen Währungen untergraben und gleichzeitig die als stabil eingestuften beflügeln. Das könnte die Einzelwährung verglichen mit dem US Dollar und dem Japanese Yen abwerten.

Ein anderes Thema: UK Services PMI Zahlen für April werden voraussichtlich eine Abkühlung für das nicht-verarbeitenden Gewerbe zeigen, wodurch Abwärtsdruck auf UK Front-end-Renditen und Belastungen für das Britische Pfund entstehen könnte. Zwei Anleiheauktionen in Frankreich und Spanien bringen ein enormes Eventrisiko. Trader werden ein wachsames Auge auf die durchschnittlichen Renditen und das Verhältnis zwischen Gebots- und Zuteilungsvolumen richten und nach Anzeichen für eine Rückkehr des Finanzierungsstresses suchen, obwohl sich Investoren vor der EZB-Ankündigung auf keine Richtung festlegen dürften.

US Arbeitslosenanträge und die ISM Non-manufacturing Composite Statistik rücken während der Handelszeit ins Rampenlicht. Die Wahrscheinlichkeit eines Fed QE3 Programms bleibt ein Leitthema für den Greenback. Schwache Ergebnissedürften den Stimulus-Hoffnungen Nahrung geben und könnten die Preise belasten. Das Gleichgewicht zwischen derartigen Gegenwinden und jedwedem Anschub der Risikoaversion oder insbesondere eine expansive Geldpolitik befürwortende EZB-Rhetorik, könnte sich jedoch noch zugunsten des Dollar auswirken, besonders wenn man die Zurückhaltung der Trader berücksichtigt, sich im Vorfeld des stark beachteten US-Beschäftungsberichts auf eine eindeutige Ansicht zum QE3 festzulegen.

Der New Zealand Dollar zeigte über Nacht eine schwache Performance und fiel im Mittel um volle 0,6 Prozent auf andere führende Währungen, nachdem zuvor ein Satz von enttäuschenden Beschäftigungszahlen für das erste Quartal veröffentlicht worden war. Obwohl die Neueinstellungen um 0,5 Prozent stiegen – ein Ergebnis, das die volkswirtschaftlichen Prognosen knapp übertraf, – schnellte die Arbeitslosenrate unerwartet stark auf 6,7 Prozent hoch, womit sie den höchsten Stand seit dem vierten Quartal 2010 erreichte. Wichtig ist, dass die Beschäftigungsquote ebenfalls auf 68,8 Prozent sprang. Der Verkaufsdruck dürfte sich als nicht dauerhaft erweisen, wenn man berücksichtigt, dass der sprunghafte Anstieg der Arbeitslosenrate keine Anspannung im Arbeitsmarkt widerzuspiegeln scheint. Der Australische Dollar erlebte einen Ausverkauf, nachdem der China Non-manufacturing PMI Index im April sank und somit auf eine Abschwächung in Australiens wichtigstem Exportmarkt hindeutet.

Asiatische Handelszeit: Was Geschah

GMT

WHRG

EREIGNIS

IST

PROGNOSE

VORHERIG

22:45

NZD

Arbeitslosenquote (Q1)

6,7%

6,2%

6,3%

22:45

NZD

Beschäftigungsveränderung (im Quartalsvergleich) (Q1)

0,4%

0,5%

0,1%

22:45

NZD

Beschäftigungsveränderung (im Jahresvergleich) (Q1)

0,9%

0,9%

1,6%

22:45

NZD

Beschäftigungsquote (im Quartalsvergleich) (Q1)

68,8%

68,3%

68,2%

23:01

GBP

Lloyds Business Barometer (APR)

26

-

31

23:30

AUD

AiG Performance of Service Index (APR)

39,6

-

47

1:00

CNY

China Non-manufacturing PMI (APR)

56,1

-

58,0

Euro Handelszeiten: Was zu erwarten ist

MGZ

WHRG

EREIGNIS

PROGNOSE

VORHERIGE

AUSWIRKUNG

6:00

CHF

UBS Immobilienblasen-Index (1Q)

-

0,8

Niedrig

6.00

GBP

"Nationwide" Hauspreise SA (im Monatsvergleich) (APR)

0,5%

-1,0%

Mittel

6.00

GBP

Landesweite Immobilienpreise (im Jahresvergleich) (APR)

-0,3%

-0,9%

Mittel

8.30

GBP

PMI Dienstleistungen (APR)

54,1

55,3

Mittel

8.30

GBP

Offizielle Reserven ($) (Veränderung) (APR)

-

-1132M

Gering

8.30

EUR

Spanien vor Verkauf von 2015-2017 Anleihen

-

-

Mittel

9:00

EUR

Euro-Zone PPI (im Monatsvergleich) (MÄR)

0,6%

0,6%

Gering

9:00

EUR

Euro-Zone PPI (im Jahresvergleich) (MÄR)

3,4%

3,6%

Gering

9:00

EUR

Frankreich vor Verkauf von 2017-2025 Anleihen

-

-

Mittel

11:45

EUR

Zinssatzentscheidung der Europäischen Zentralbank

1,00%

1,00%

Hoch

Kritische Level

WHRG

UNTERSTÜTZUNG

WIDERSTAND

EUR/USD

1,3055

1,3226

GBP/USD

1,6122

1,6239

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