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(DailyFX.de) – Der USD/CAD startete mit einem Knall ins Jahr und markierte in der ersten vollständigen Handelswoche 2014 ein 4-Jahreshoch, attackierte und überwand das 2010er Jahreshoch um 1,0860.

Schon das Jahr 2013 war für den CAD nicht wirklich gut, der Loonie verlor zum USD knapp 10%, zum Euro mehr als 14% auf Jahresbasis. Einzig zum JPY und AUD, welche allerdings auf breiter Front in 2013 underperformten, konnte sich der CAD behaupten.

Der bearishe Jahresstart des CAD zum USD überrascht nicht. Hierfür sind mehrere Gründe ins Feld zu führen. Einer sind mittlerweile aufkommende Gerüchte über eventuell bevorstehende Zinssenkungen im Laufe des Jahres durch entsprechende Äußerungen von BoC-Präsident Stephen Poloz.

Bereits seit Oktober hat sich die BoC begonnen dovisher zu präsentieren, Stephen Poloz, der Nachfolger Mark Carneys, bekräftigte zum Jahresauftakt noch einmal, dass die Bank of Canada ihre lockere Geldpolitik noch lange beibehalten könnte. Infolgedessen preisen die Swapmärkte mittlerweile eine 19%ige Chance einer Zinssenkung in 2014 ein.

Angefacht werden diese Spekulationen durch die weiter sehr durchwachsenen Wirtschaftsdaten, welche den Markt unter der Woche von den Einkaufsmanagerdaten (der Canada Ivey Purchasing Managers Index für Dezember wurde am Dienstag mit 46.3 gegen eine Erwartung von 54.5 veröffentlicht) oder auch vom kanadischen Häusermarkt (die Baugenehmigungen gingen für den Monat November im Vergleich zum Vormonat um 6,7% zurück, erwartet wurden -2,7%) erreichen.

Besonders letztere bedürfen im Bezug auf den Loonie einer näheren Betrachtung. Denn in Kanada hat sich eine massive Blase am Immobilienmarkt entwickelt. Die Preise für ein Haus in Kanada liegt mittlerweile um 60% über dem historischen Durchschnitt. Das geht aus einer Analyse deutschen Bank hervor:

USDCAD_kurzfristig_mit_Rueckschlags_langfristig_mit_Aufwertungspotential_body_Picture_5.png, USD/CAD kurzfristig mit Rückschlags-, langfristig mit Aufwertungspotential

Quelle: http://www.huffingtonpost.ca/2013/12/11/canada-housing-overvalued_n_4425462.html

Die hierdurch stark gestiegenden Preise im kanadischen Immobiliensektor haben die Schulden der privaten Haushalte auf über 160% ansteigen lassen, wobei der durchschnittliche kanadische Haushalt mehr als 30% seiner Einkommen in seine Immobilie investiert.

Hieraus kann für den Loonie ein großes Problem erwachsen. Kommt es zu einem Platzen der Blase am kanadischen Immobilienmarkt oder zumindest zu einem Preisrücksetzer, sieht sich die kanadische Notenbak vermutlich zu aggressiven quantitativen Maßnahmen gezwungen um die negativen Effekte auf die kanadische Wirtschaft abzufedern.

Und bereits jetzt scheint der Markt geldpolitische Lockerungen in Form von Leitzinssenkungen seitens der BoC zu spielen.

So hat eine Studie von JP Morgan ergeben, dass, sollte es zu einem Preisrücksetzer von 25% am kanadischen Häusermarkt kommen, der CAD zwischen sechs und elf Prozent abwerten könnte.

Selbstverständlich ist dieser Crash nicht innerhalb kürzester Zeit zu erwarten und die Andeutung der BoC und von BoC-Präsident Poloz, dass man Leitzinssenkungen als im Repertoire der BoC verfügbar erachtet, deutet daraufhin, dass man sich der Risiken hier bewusst ist. Klar ist jedoch auch, dass die Aussicht auf eine sich weiter expansiv präsentierende BoC zu einem weiteren Aufblähen des Immobiliensektors beiträgt – ein Dilemma.

Ich persönlich sehe die kurzfristig bullishe Action im USD/CAD auf der Oberseite im Bereich um 1,0900 CAD als gecapped an und erachte kurzfristig scharfe Rücksetzer im Währungspaar als wahrscheinlich.

Argumentieren würde ich dies ausgehend von einem Sentiment-Extrem, welches sich im USD/CAD im Commitment of Traders Report ausgebildet hat. Löst sich dieses auf, so ist mit einem Rücksetzer in Richtung 1,0710 zu rechnen, darunter in den Bereich um 1,0610 CAD.

USDCAD_kurzfristig_mit_Rueckschlags_langfristig_mit_Aufwertungspotential_body_Picture_4.png, USD/CAD kurzfristig mit Rückschlags-, langfristig mit Aufwertungspotential

Einen möglichen Katalysator haben wir bereits heute mit der Veröffentlichung der NFPs um 14:30 Uhr. Ich persönlich sehe das bullishe Potential für den US-Dollar ausgehend von dieser Veröffentlichung bekanntlich als beschränkt an, betrachte die Erwartungshaltung für den USD zu hoch (nähere Details: http://bit.ly/KFg5aQ).

Ausgehend hiervon wäre es denkbar einen kurzfristigen, aggressiv antizyklischen Short-Trade gegen die Region um 1,0860 / 1,0900 zu initiieren, welcher das Ziel besitzt in den unteren Zeitebenen einen Rücklauf in Richtung der gerade thematisierten Region 1,0710 / 40 in den kommenden Tagen zu handeln und den überkauften Modus im USD/CAD abzubauen.

USDCAD_kurzfristig_mit_Rueckschlags_langfristig_mit_Aufwertungspotential_body_Picture_3.png, USD/CAD kurzfristig mit Rückschlags-, langfristig mit Aufwertungspotential

Doch langfristig scheint mir die Abwertung des CAD zum USD anhalten zu dürfen. Die Aussicht auf ein geringeres Wirtschaftswachstum lässt der BoC kaum eine andere Wahl als Leitzinssenkungen in Betracht zu ziehen, besonders vor dem Hintergrund der für eine Korrektur prädestinierten Situation am kanadischen Häusermarkt. Auf der Kehrseite steht eine Aussicht auf eine sich weiter aufhellende US-Konjunktur, eine voranschreitende Rückführung der quantitativen Maßnahmen seitens der FED in 2014 und weiter anziehende US-Zinsen, welche einen klaren Zins-Vorteil des USD zum CAD implizieren.

Die Fortführung der Aufwärtsstruktur, ein Lauf zurück über das 1,10er Level in den Bereich um 1,1120 ist zu erwarten. Mit einem Anziehen der Volatilität an den globalen Finanzmärkten und ersten Verwerfungen am kanadischen Häusermarktist im USD/CAD sogar ein Anstieg über 1,1500 denkbar, dies wäre jedoch ein sehr aggressives bullishes Szenario für den USD/CAD in 2014.

Für längerfristige Long-Einstiege im USD/CAD beobachte man die Region zwischen 1,0580 und 1,0700. Infolge der fundamentalen Einschätzung ist ein Rücklauf unter 1,0200 CAD nicht zu erwarten.

USDCAD_kurzfristig_mit_Rueckschlags_langfristig_mit_Aufwertungspotential_body_Picture_2.png, USD/CAD kurzfristig mit Rückschlags-, langfristig mit Aufwertungspotential

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de

Um Jens Klatt zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Jens Klatt auf Twitter: @JensKlattFX

USDCAD_kurzfristig_mit_Rueckschlags_langfristig_mit_Aufwertungspotential_body_Picture_1.png, USD/CAD kurzfristig mit Rückschlags-, langfristig mit Aufwertungspotential